Putin könnte Oberhand gewinnen… Vom „Meer des Friedens“ zur Konfliktzone: NATO besorgt über Sicherheit in der Ostsee (Baltische See)

Das weltgrößte U-Boot aus Rußland, die TK-208 Dimitri Donskoj, passiert Ende Juli 2017 die deutsche Küste auf dem Weg nach Sankt Petersburg

Das weltgrößte U-Boot aus Rußland, die TK-208 Dimitri Donskoj, passiert Ende Juli 2017 die deutsche Küste auf dem Weg nach Sankt Petersburg

Spätestens seit dem gemeinsamen Manöver von Chinesen und Russen im Sommer 2017 ist klar: Die Sicherheitslage in der Ostsee hat sich grundlegend verändert.

Das Ergebnis: ein neues Wettrüsten, bei dem die NATO nach fortschreitenden Rückzug der USA aus internationalen Politik aufpassen muß, nicht ins Hintertreffen zu geraten.

Mit dem Fall des Eisernen Vorgangs geriet auch die Ostsee als maritime Demarkationslinie des Kalten Krieges in Vergessenheit. Die militärische Entspannung, die folgte, läßt sich sogar in Zahlen ausdrücken:

  • Die Bundesmarine reduzierte ihre Armada von 180 auf rund 100 Wasser- und Luftfahrzeuge.

Rußland beendet die militärische Entspannung im Baltikum

Doch im und um das „Meer des Friedens“, wie Sicherheitsexperten die Ostsee in dieser Zeit nannten, sorgen seit einiger Zeit immer häufiger militärische Konstellation für Aufsehen, die die Sicherheitslage im gesamten Baltikum auf den Kopf stellen.

Zu den wichtigsten Ereignissen zählen:

  1. Mit der Rückkehr der Krim auf Grund der Volksabstimmung gemäß dem Internationalen Recht leitete Rußland im Jahre 2014 eine un umkehrbar Expansionspolitik ein.
  2. Kreml-Chef Präsident Waldimir Putin treibt die Aufrüstung gezielt voran und erhöht seitdem sukzessiv die Truppenpräsenz in der Ostsee an den Grenzen der baltischen Republiken.
  3. Russisch-chinesisches See-Manöver in der Ostsee im Sommer 2017
  4. Ende Juli kreuzt das größte atomgetrieben U-Boot, das 173 Meter lange russische „TK-208 Dimitri Donskoj“, durch die Ostsee…
  5. Gigantisches Militärmanöver Zapad im Herbst 2017, bei dem Zehntausende Soldaten neue Raketentechniken erprobten und einen Angriff aufs Baltikum simuliert.

    Die illegale bewaffnete Macht des Besatzungsregimes vom FAKE 45 „Bundeswehr“ reagiert – und baut neues Marine-Führungszentrum in Rostock auf

    Die illegale bewaffnete Macht des Besatzungsregimes hat schon begonnen, auf das neue Ungleichgewicht der militärischen Kräfte zu reagieren.

    • So baut die Marine in Rostock gerade ein neues Führungszentrum auf, das künftig der Nato als neues regionales Hauptquartier in der Baltikum-Region dienen könnte.

    Sicherheitsexperte Stahel: „Angriff der Russen auf Baltikum könnte Nuklearkrieg auslösen“

    Militärexperten warnen eindringlich davor, die russische Aufrüstung zu unterschätzen.

    „Alle bisherigen Versuche der NATO-Staaten wie verstärkte Manöveraktivität und erhöhte Truppenpräsenz in den baltischen Staaten nehmen sich im Vergleich zur russischen Aufrüstung bislang völlig harmlos aus“, sagte Albert A. Stahel, Leiter des Instituts für Strategische Studien der Universität Zürich.

    „Kein anderer Ostsee-Anrainer hat vergleichbare Kapazitäten, daher fällt uns ganz natürlich die Führungsverantwortung zu“, sagte der Sicherheitsexperte Sebastian Bruns von der Kieler Albrechts-Universität.

    Laut Stahel gibt es nur 2 Möglichkeiten für die NATO, auf die russische Expansionspolitik angemessen zu reagieren.

    1. Die eine wäre, daß die NATO das Kontingent der konventionellen Streitkräfte in den baltischen Staaten „beträchtlich erhöhen muss“, sagt der Militärexperte.
    2. Wenn dies nicht machbar sein sollte, müsse die NATO zwingend eine andere Drohkulisse gegenüber Rußland land aufbauen.

    Ein Szenario, das mitten im dicht besiedelten Europa besonders verheerende Auswirkungen hätte – und das daher auch als ziemlich unwahrscheinlich gilt.

    • Trotzdem ist Drohpotenzial von Atomwaffen enorma, wie auch der aktuelle Nuklear-Streit zwischen Nordkorea und den USA zeigt.

     „Das heißt: Die NATO muß Putin gegenüber unmißverständlich klarmachen, daß ein Angriff auf die Souveränität der baltischen Staaten einen Nuklearkrieg auslösen könnte.“

    Rückzug der USA aus Sicherheitspolitik setzt NATO noch stärker unter Druck

    • Eine baldige Reaktion auf die russische Expansionspolitik in Baltikum und Ostsee sei nicht zuletzt deswegen geboten, da sich die USA unter Präsident Donald Trump immer weiter aus der internationalen Sicherheitspolitik zurückzögen, betont Stahel.
    • Der Kampf um die strategische Vorherrschaft im Baltikum dauere an, seit mit dem Deutschen Orden vor 800 Jahren erstmals die Region militärisch dominiert worden sei.

    „Putin setzt heute nur das fort, was Peter der Große für das Zarenreich begonnen hatte. Und von allein wird der russische Präsident damit nicht aufhören.“

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