Offener Machtkampf bei den Linken ausgebrochen. SARAH Wagenknecht 🕎  droht mit Spaltung und GrĂŒndung der Stalinka-Partei

Offener Machtkampf bei den Linken ausgebrochen. SARAH Wagenknecht 🕎 droht mit Spaltung und GrĂŒndung der Stalinka-Partei

Offener Machtkampf bei den Linken ausgebrochen. SARAH Wagenknecht 🕎 droht mit Spaltung und GrĂŒndung der Stalinka-Partei

Gut 3 Wochen nach der Bundestagswahl ist bei den Linken ein offener Machtkampf ausgebrochen: Fraktionschefin Sahra Wagenknecht 🕎 warf den Parteivorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger in einem Brief an die Fraktionsmitglieder vor, sie aus dem Amt vergraulen zu wollen.

Zuvor waren auf der Fraktionsklausur AntrÀge vorgelegt worden, mit denen die Macht von Sahra Wagenknecht und Ko-Fraktionschef Dietmar Bartsch beschnitten werden sollte.

Wagenknecht drohte deswegen mit einem RĂŒckzug von ihrem Posten.

  • Bei den AntrĂ€gen geht es darum, daß die Parteichefs ein Erstrederecht erhalten sollen, das normalerweise den Fraktionsvorsitzenden zusteht.

Mit einem weiteren Antrag soll festgelegt werden, daß in RedebeitrĂ€gen grundsĂ€tzlich die Mehrheitsmeinung der Fraktion wiedergegeben werden mĂŒsse.

Wagenknecht sprach in Potsdam von „VorfĂŒhr-AntrĂ€gen“, mit denen die Fraktionsspitze demontiert werden solle.

Die Fraktionschefin schrieb im Brief an die Abgeordneten, daß sie ihr Amt zur VerfĂŒgung stellen werde, wenn die AntrĂ€ge eine Mehrheit finden sollten.

Die Wahl der beiden Fraktionschefs soll bei der Klausurtagung am Dienstagabend in Potsdam stattfinden.

Die gestellten AntrĂ€ge liefen darauf hinaus, „daß die Fraktion von den Parteivorsitzenden ĂŒbernommen wird, wĂ€hrend den Fraktionsvorsitzenden nicht viel mehr als der Titel auf ihren Visitenkarten verbliebe“, heißt es in dem Brief.

Wagenknecht beklagt in dem Schreiben zudem einen „penetranten Kleinkrieg“, mit dem versucht werde, die Wahl der Fraktionsspitze „aus dem Hinterhalt und mittels Intrigen zu unterlaufen“.

Wagenknecht wirft Riexinger in dem Schreiben zudem vor, in Madrid vor jungen Parteimitgliedern gesagt zu haben: „Sahra muß gegangen werden und daran arbeiten wir.“

  • Die Frankfurter Rundschau (Online-Ausgabe) berichtet, trĂ€gt Ko-Fraktionschef Dietmar Bartsch die Position Wagenknechts mit.
  • WĂ€hrend der Klausur in Potsdam zogen sich Wagenknecht, Bartsch sowie die beiden Parteichefs Kipping und Riexinger zwischenzeitlich zu internen Beratungen zurĂŒck, um nach einem Kompromiß zu suchen.
  • Ein ursprĂŒnglich fĂŒr 18.00 Uhr angekĂŒndigtes Statement wurde verschoben, soll jedoch noch stattfinden.

Das VerhÀltnis zwischen den Spitzen von Partei und Fraktion bei den Linken gilt seit lÀngerem als schlecht.

  • Bartsch und Wagenknecht hatten gegen den Willen von Kipping und Riexinger im vergangenen Jahr durchgesetzt, dass sie als Spitzenkandidaten-Duo zur Bundestagswahl ohne die beiden Parteichefs antreten.
  • Die Linke hatte sich bei der Wahl vom 24. September auf 9,2 % verbessert, bĂŒĂŸte im neuen Bundestag allerdings ihre bisherige Rolle der OppositionsfĂŒhrerschaft ein.
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