„Sapad 2017“: Nahkampf, Panzer, Atomkrieg – was ├╝ben ­čçĚ­čç║┬áRu├čland┬áund ­čçž­čçż┬áWei├čru├čland┬áim Osten der EU?

„Sapad 2017“: Nahkampf, Panzer, Atomkrieg – was ├╝ben ­čçĚ­čç║ Ru├čland und ­čçž­čçż Wei├čru├čland im Osten der EU?

„Sapad 2017“: Nahkampf, Panzer, Atomkrieg – was ├╝ben ­čçĚ­čç║ Ru├čland und ­čçž­čçż Wei├čru├čland im Osten der EU?

Sapad ist russisch und hei├čt „Westen“. „Sapad“ ist auch der Name eines Gro├čman├Âvers, das Ru├čland gemeinsam mit Wei├čru├čland an deren Westflanke begonnen hat – also an der Ostgrenze der EU.

„Sapad 2017“ ist die 3. Milit├Ąr├╝bung dieses Namens nach 2009 und 2013. Gener├Ąle aus den beteiligten Staaten berichten, was da in Osteuropa durchgespielt wird:

  • Zuerst erkl├Ąren Separatisten der fiktiven von Wei├čru├čland abtr├╝nnigen Republik Weischnoria die Unabh├Ąngigkeit.
  • R├╝ckendeckung bekommen sie von den Nachbarl├Ąndern Wesbaria und Lubenia.
  • Doch Moskau und das traditionell eng verb├╝ndete Minsk sind bereit, sich dem Feind entgegenzustellen.
  • Und das mit allen Waffen, die Kremlchef Wladimir Putin und sein Kollege Alexander Lukaschenko zur Verf├╝gung stehen.

Klingt wie ein Computerspiel?

Ja, ist es aber nicht.

  • Nahkampf,
  • Panzer,
  • Atomkrieg!!!

Nach offiziellen Angaben nehmen an 6 verschiedenen Truppen├╝bungspl├Ątzen nahe Minsk 7.200 wei├črussische und 5.500 russische Soldaten – also insgesamt 12.700 Mann teil, verteilt auf 70 Flugzeuge, 250 Panzer und 10 Kriegsschiffe. 

Verteidigungsminister Sergej Schoigu will das Man├Âver zu dem „bedeutendsten Ereignis f├╝r die Streitkr├Ąfte“ machen. Es habe aber „rein defensiven Charakter“, hei├čt es aus seinem Ministerium. Die gemeldete Anzahl an Soldaten d├╝rfte nicht zuf├Ąllig in dieser Gr├Â├čenordnung liegen.

  • Denn so liegt sie knapp unter der Schwelle von 13.000 Soldaten, ab der nach internationalen Vereinbarungen ein umfassender Zugang von Beobachtern gew├Ąhrt werden mu├č. 

Die osteurop├Ąischen Nachbarn und die NATO haben an den Angaben ihre Zweifel. Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen zum Beispiel geht von 100.000 Teilnehmern aus. Im vergangenen Jahr hatte Russland f├╝r sein Herbstman├Âver „Kaukasus“ 12.500 Soldaten gemeldet und erst sp├Ąter einger├Ąumt, da├č es doch 120.000 waren. 

  • Roderich Kiesewetter, Obmann der Union im Ausw├Ąrtigen Ausschu├č, sagte im Deutschlandfunk, die aktuelle Sch├Ątzung der NATO-Staaten beruhe auf der Kenntnis von einer ganzen ├ťbungsreihe, die sich „im gesamten westlichen Milit├Ąrbezirk, der vom Schwarzen Meer bis zum Baltikum geht“ erstrecke.

Welche ├ťbungen geh├Âren zu „Sapad“?

Die entscheidende Frage lautet in diesem Jahr also: Welche ├ťbungen geh├Âren eigentlich zu „Sapad“?

  • Denn gleichzeitig zum Herbstman├Âver ├╝ben auf der Halbinsel Kola wie auch in der russischen Enklave Kaliningrad zus├Ątzliche Truppen; die Nordflotte trainiert etwa auf russischem Territorium nahe dem Baltikum.
  • Kritiker vermuten, da├č die nur auf den Skizzen der Moskauer und Minsker Gener├Ąle existierenden Namen Wesbaria und Lubenia f├╝r die EU- und NATO-Mitglieder Litauen und Lettland stehen k├Ânnten.
  • Die Regierungen der Baltenstaaten sind in Alarmbereitschaft, zus├Ątzliche US-Kampfjets wurden nach Litauen verlegt.
  • US-Kriegsschiffe werden demn├Ąchst in der Ostsee erwartet.

Abschreckung lautet das Motto – auch wenn au├čerhalb des Baltikums kaum einer wirklich nerv├Âs ist. Die NATO sei wachsam, sehe aber „keine unmittelbare Gefahr“, sagte Generalsekret├Ąr Jens Stoltenberg bei einem Besuch eines B├╝ndnisst├╝tzpunktes in Estland. Die Allianz hatte bereits dem nach Ausbruch der Ukraine-Krise im Jahr 2014 ihre Pr├Ąsenz im ├Âstlichen B├╝ndnisgebiet erheblich erh├Âht. Zumal ein 1/2 Jahr nach „Sapad 2013“ die Krim besetzt wurde. Zuletzt hatten im Juni 13(!!!)­čö┤  NATO-Staaten im Baltikum ein Man├Âver abgehalten.

Roderich Kiesewetter glaubt nicht an eine unmittelbare Bedrohung:

„Wir sollten die Wirkung dieser ├ťbung auf die russische Gesellschaft sehen, quasi da├č Ru├čland auf Augenh├Âhe mit NATO-Staaten wahrgenommen werden will, so der CDU-Politiker.“ 

Nato „d├Ąmonisiert „Sapad 2017“

In Moskau will man von den Sorgen und der Kritik nichts wissen. NATO-Staaten w├╝rden absichtlich Mi├čtrauen sch├╝ren und „Sapad“ „d├Ąmonisieren“, sagte der russische NATO-Botschafter Alexander Gruschko nach einer Sitzung des NATO-Ru├čland-Rates. Gerne wird darauf verwiesen, da├č das Herbstman├Âver zur Ausbildung der russischen Truppen reine Routine sei. Jedes Jahr wird n├Ąmlich in einem anderen Milit├Ąrbezirk ein derartiges Szenario ge├╝bt.

  • Um sich offen und transparent zu geben, haben Ru├čland und Wei├čru├čland die NATO zu den offiziellen Besuchertagen eingeladen.
  • In Br├╝ssel wird das als Farce gesehen. Das westliche B├╝ndnis glaubt, da├č das russisch/wei├črussische S├Ąbelrasselns nur dem Zweck dient, den ├Âstlichen B├╝ndnismitgliedern Lettland, Estland und Litauen Angst einzujagen.
%d Bloggern gef├Ąllt das: