Lachkasper der BRD GmbH: Geht es für Martin Schulz noch tiefer? 

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Lachkasper der BRD GmbH: Geht es für Martin Schulz noch tiefer? 

Bundestagswahl 2017: SPD liegt nach aktuellem „Deutschlandtrend“ nur noch 8% vor AfD

  • Geht es für Martin Schulz noch tiefer?. 
  • Möglich – Infratest dimap sieht die SPD nur noch bei 20 %.
  • Und die AfD erstarkt. Mancher meint sogar, schon das Wahlergebnis zu kennen.

Die SPD ist knapp eineinhalb Wochen vor der Bundestagswahl auf einem neuen Tiefpunkt angelangt:

  • Im ARD-„Deutschlandtrend“ büßte die Partei von Kanzlerkandidat Martin Schulz erneut 1 % ein und liegt nur noch bei 20 %.

Keine Unterschiede zwischen Merkel und Schulz? Das stimmt nicht.

SPD nur noch 8 % vor AfD

Dies ist ihr schwächster Wert seit Januar und zugleich im „Deutschlandtrend“ generell. In der am Donnerstag veröffentlichten Erhebung von Infratest dimap liegen die Sozialdemokraten in der Sonntagsfrage damit derzeit nur noch 8 % vor der drittplatzierten AfD, die auf 12 % (plus 1 %) zulegt.

In ebenfalls in dieser Woche veröffentlichten Umfragen der Institute Forsa und Insa allerdings lag die SPD bei 23 bis 23,5 %.

Im „Deutschlandtrend“ verharrt die Union von Kanzlerin Angela Merkel als stärkste Partei bei 37 %. Die FDP rückt mit 9,5 % (plus 0,5) auf Platz vier vor. Die Linken verlieren leicht und kommen auf 9 % (minus 1), die Grünen auf 7,5 % (minus 0,5).

Aktuell kein Zweierbündniss abseits der großen Koalition

Mit diesen Zahlen würde es derzeit neben einer großen Koalition keine Mehrheit für weitere Zweierbündnisse geben. An Dreierbündnissen wäre eine so genannte Jamaika-Koalition aus CDU, FDP und Grünen rechnerisch möglich. Sowohl FDP wie auch Grüne haben dies als sehr unwahrscheinlich bezeichnet.

  • Im rein theoretischen Fall einer Direktwahl des Kanzlers oder der Kanzlerin liegt Amtsinhaberin Merkel zwar weiterhin weit vorne.
  • Sie büßt aber mit 51 % (minus 3) etwas stärker an Zustimmung ein als SPD-Kanzlerkandidat Schulz mit 25 % (-1).

Diese Umfragen geben lediglich den derzeitigen Stand wieder. Die Institute betonen, daß es sich noch nicht um Voraussagen über den Wahlausgang am Sonntag kommender Woche handelt.

Alternative Prognosen

Andersartige Berechnungen haben dagegen zwei Politikwissenschaftler angestellt. Thomas Gschwend von der Universität Mannheim und Helmut Norpoth von der Uni Stony Brook in New York haben versucht, die wahrscheinlichste Koalition vorauszuberechnen.

Demnach könnte Merkel mit der FDP regieren:

  • Für Schwarz-Gelb sei mit 88-prozentiger Wahrscheinlichkeit ein Zweitstimmenanteil von 49,4 % zu erwarten, geht aus der Erhebung hervor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt.

Auch eine Neuauflage der großen Koalition oder ein Jamaika-Bündnis seien rechnerisch möglich; selbst Schwarz-Grün räumen die Forscher gute Chancen ein.

Die Professoren nutzen für ihre Prognose eine eigene Formel, das Kanzlermodell.

Die Berechnung bezieht vor allem drei Faktoren ein:

  • die Popularität der Amtsinhaberin oder des Amtsinhabers in Umfragen,
  • den langfristigen Rückhalt der Parteien bei den vorherigen Bundestagswahlen sowie
  • den „Abnutzungsprozeß“ des Amtsinhabers anhand der absolvierten Amtsperioden.

Mit Hilfe statistischer Verfahren berechnen Gschwend und Norpoth, wie das Zusammenwirken der drei Faktoren zu gewichten ist und wie sie sich auf die Stimmabgabe auswirken.

Die Formel hatte vor 15 Jahren erstmals funktioniert, als sie entgegen den Umfragen die Wiederwahl von Rot-Grün unter Gerhard Schröder exakt vorhersagte. Es gab allerdings nach der Wahl 2005 auch Kritik an der Methode.

Vier Jahre sind CDU/CSU und SPD schon an der Macht und auch wenn es zu einer Neuauflage der Großen Koalition kommen sollte, so ist diese Legislaturperiode vorbei und das ist mit ein Grund, Politikerzitate zu präsentieren, die hängen geblieben sind.

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