Archive | 22. August 2017

Deutscher Urlauber: Einreise in die Türkei leider nicht möglich

Ein deutscher Rucksacktourist will durch die Türkei reisen, das Land kennenlernen. Stattdessen verbringt er drei Nächte in einer Arrestzelle am Flughafen – und wird zurückgeschickt.

Mit dit der Türkei, sagt Jascha Schewtschenko, verbinde er nur Gutes. Er kenne viele „sehr nette Türken, tolle Leute“, wie er findet. Also beschließt der 35-Jährige, endlich mal in dieses Land zu reisen und es kennenzulernen.

Drei Wochen lang will er durchs Land fahren. Er packt seinen Rucksack und macht sich auf den Weg.

Doch die Reise endet, bevor sie richtig angefangen hat. Kurz nach 21 Uhr am Sonntag vor anderthalb Wochen landet Flug Pegasus 1532 von London-Stansted kommend in Izmir.

Schewtschenko, deutscher Staatsbürger, promovierter Astrophysiker, lebt und arbeitet seit ein paar Jahren in England.

Kontrolle am Flughafen

An der Grenzkontrolle ist nicht viel los, ein paar Leute stehen in der Schlange. Da taucht ein Mann in Zivil auf, spricht ihn und mehrere andere Reisende an. Eine stichprobenartige Kontrolle sei dies, kündigt er an und bittet die Passagiere, ihm zu folgen. Ein zweiter Mann taucht auf, der trägt eine Polizeiuniform.

„Sie haben zuerst mein Handy kontrolliert, dann mein Handgepäck“, erinnert sich Schewtschenko. „Dann holten sie gemeinsam mit mir meinen Rucksack vom Gepäckband und durchsuchten auch den.“

Schließlich teilten sie ihm mit, dass er nicht einreisen dürfe, ohne einen Grund zu nennen.

Statt in sein Ferienzimmer zu fahren, das er im Internet gebucht hat, wird Schewtschenko in die Arrestzelle am Flughafen gebracht, in das „Gästezimmer“, wie die Polizisten es nennen. Ein mittelgroßer, fensterloser Raum mit vier Betten, daneben ein Waschraum und Toilette, außerdem ein kleiner Raum für einen Wärter, zum Flughafen hin eine abgesperrte Eisentür.

„Ich kenne die Türkei doch gar nicht“

Schewtschenko ist verwundert, schließlich hat er sich nie politisch über die Türkei geäußert, nichts Kritisches über Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan in den sozialen Medien gepostet und auch privat nichts gegen die Politik des Landes gesagt.

„Ich kenne die Türkei doch gar nicht“, sagt er. Mehrfach fragt er nach, aber die Antwort lautet stets, dies sei eine Sache der türkischen Regierung, und er solle sich an eine diplomatische Vertretung der Türkei in seinem Heimatland wenden.

Schewtschenko ruft das deutsche Konsulat in Izmir an. Es ist Sonntagabend, man sagt ihm, man werde sich am Montag bei ihm melden. Am Montag sagt man ihm, dass er wohl zurückreisen müsse.

Seine Prepaidkarte ist rasch aufgebraucht, das Telefonieren aus der Türkei ist teuer. Er schafft noch einen Anruf beim türkischen Konsulat in Köln. Dort heißt es, er möge bitte persönlich vorstellig werden. Aus der Ferne könne man nichts für ihn tun.

Drei Tage im Arrestraum

Schewtschenko bittet darum, direkt ins Nachbarland Griechenland deportiert zu werden, dann könne er eben dort seinen Urlaub verbringen.

Aber die Polizisten sagen ihm, dass er zurückgeschickt werden müsse, woher er komme – und mit derselben Airline. Pegasus fliegt aber erst drei Tage später wieder vom Adnan-Menderes-Airport nach London-Stansted.

Für Schewtschenko bedeutet das: drei Tage Arrestraum. Er ist ein rationaler Typ. Er bleibt ruhig und schildert seine Lage per E-Mail dem SPIEGEL. „Außerdem war das Essen gar nicht schlecht“, versucht er, seine Lage positiv zu sehen.

Türkische Botschaft spricht von Einzelfall

Bemerkenswert an dem Fall ist, dass es einen Deutschen trifft, der bislang nichts mit der Türkei zu tun hatte. Der keine Wurzeln dort hat und sich nicht in irgendeiner Weise über das Land geäußert hat.

Schewtschenko hat einen Großvater aus der Ukraine, seine Eltern wurden in Deutschland geboren, er selbst kam in Bremerhaven zur Welt und wuchs in Bielefeld auf. Aber die Türkei? Die taucht in seiner Biografie nirgendwo auf.

„Das hat nichts mit Ihnen zu tun, sondern mit dem Mann, bei dem Sie Ihre Unterkunft gebucht haben“, sagt ihm ein Polizist, ohne Details zu nennen. Schewtschenko informiert Ömer S., dessen Wohnung er über Airbnb gebucht hat.

Der fällt aus allen Wolken. Bis heute, sagt S. dem SPIEGEL, wisse er nicht, ob und was gegen ihn vorliege. „Die Polizei hat sich nicht bei mir gemeldet. Ich vermiete meine Wohnung weiterhin, ohne Probleme.“ Nachfragen seinerseits bei den Behörden bleiben unbeantwortet.

Auswärtiges Amt widerspricht

Die türkische Botschaft in Berlin teilt mit, dass das, was Schewtschenko widerfahren sei, nicht passieren dürfe. „Seit dem Putschversuch im Juli 2016 haben wir einen Ausnahmezustand, da wird an den Grenzen natürlich stärker kontrolliert“, sagt der Sprecher der Botschaft.

„Aber jemanden nicht ins Land zu lassen, ohne dass es konkrete Beweise gegen ihn gibt, das darf nicht vorkommen.“ Bei Millionen von Grenzüberquerungen auf dem Landweg und an den Flughäfen habe es bislang aber keine derartigen Vorfälle gegeben.

Dem widerspricht das Auswärtige Amt schon durch seine „Reise- und Sicherheitshinweise“. Dort heißt es: „Seit Anfang 2017 wurde wiederholt deutschen Staatsangehörigen an den Flughäfen in der Türkei die Einreise ohne Angabe genauer Gründe verweigert.

Die betroffenen Personen mussten nach einer Wartezeit in Gewahrsam von mehreren Stunden ihre Rückreise nach Deutschland antreten.“

Bundespolizei nennt keine Zahlen

Wie viele Menschen betroffen sind, kann das Ministerium nicht angeben – es führt keine Statistik, da die türkischen Behörden völkerrechtlich nicht verpflichtet sind, Einreiseverweigerungen mitzuteilen.

„Einige Dutzend Fälle sind mir persönlich bekannt“, sagt ein deutscher Diplomat in der Türkei. „Der Eindruck ist, dass die Türkei das inzwischen ohne Gründe macht, nur um zu zeigen, dass sie die Stärkeren sind.“

Auch die Bundespolizei, die die Zurückgewiesenen an deutschen Flughäfen in Empfang nimmt, hat keine genauen Zahlen. „Es werden aber immer mehr“, sagt ein Beamter im Gespräch mit dem SPIEGEL.

„Wir haben keine Erkenntnis über die Gründe des Einreiseverbots. In den Formularen steht meist etwas von ‚Gefahr für die öffentliche Sicherheit‘. Aber ich glaube, Provokation trifft es eher.“

Kroatien klappt problemlos

Schewtschenko fliegt also am Mittwoch zurück nach London. Die britischen Polizisten, die von ihren türkischen Kollegen über die Rückführung informiert wurden, empfangen ihn nur mit einem Grinsen und winken ihn durch. Als „Gefahr für die öffentliche Sicherheit“ sehen sie ihn jedenfalls nicht.

Schewtschenko fährt gar nicht erst nach Hause, sondern bucht direkt am Flughafen einen Flug nach Kroatien.

Dort und in den Nachbarländern will er nun in den verbliebenen zweieinhalb Wochen herumreisen. Die Einreise, schreibt er aus der kroatischen Stadt Split, habe diesmal ohne Probleme geklappt.

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Vertragsbruch – Hälfte aller McDonald’s-Filialen schließt

Mehr als die 1/2 der McDonalds -Filialen in Indien muß schließen. Der amerikanische Fast-Food-Riese kündigte am Montag wegen Vertragsbruchs die Franchiseverträge für 169 Filialen, wie die indische McDonald’s-Niederlassung mitteilte.

Die betroffenen Läden werden vom Unternehmen Connaught Plaza Restaurants (CPRL) betrieben. Dieses habe seit 2 Jahren keine Lizenzgebühren gezahlt, sagte ein Sprecher der Burger-Kette der Deutschen Presse-Agentur.

Nach Angaben der Kette gibt es derzeit rund 300 McDonald’s-Filialen in Indien.

Von der Vertragskündigung sind alle Filialen im Norden und Osten des Landes betroffen, darunter die Läden in Neu Delhi. In der Hauptstadtregion sind seit Ende Juni bereits 40 der 55 Filialen geschlossen. Den Schritt hatte das McDonalds damals mit abgelaufenen Restaurant-Lizenzen begründet.

Indische Medien spekulierten über einen Zusammenhang zu einem Rechtsstreit zwischen McDonald’s Indien und CPRL-Chef Vikram Bakshi.

  • Bakshi bezeichnete die Kündigung am Montag laut Medienberichten als Verzweiflungstat des Burger-Riesen und sagte, er erwäge rechtliche Schritte.
  • CPRL hat laut McDonald’s knapp 2 Wochen Zeit, um Marken, Logos und Produkte des US-Konzerns abzulegen.
  • Gleichzeitig werde ein neuer Franchisepartner in Nord- und Ostindien, so McDonald’s weiter.
  • Es sei eine Priorität, die Auswirkungen auf Mitarbeiter, Lieferanten und Verpächter von CPRL zu minimieren!

Todesursache von Jerry Lewis: US-Komiker starb an Herzversagen

Der jüdische Komiker Jerry Lewis ist nach Angaben des Gerichtsmediziners an Herzversagen gestorben

Lewis’ Vorfahren waren aus Rußland emigrierte Juden. Sein Vater Daniel Levitch war Sänger und Vaudeville-Darsteller, seine Mutter Rachel Levitch (geb. Brodsky) Klavierspielerin bei einem Radiosender. Lewis trat seit 1939 mit dem Pantomimikry“ genannten Record Act auf, bei dem er Schallplatten bekannter Künstler abspielte und dabei, Grimassen ziehend, tat, als ob er sänge. Der Record Act war zu jener Zeit eine gängige Nummer unter Comedians, die kein eigenes Material hatten. Die Nummer war in erster Linie ein Pausenfüller.

Der legendäre Entertainer habe an einer Gefäßerkrankung gelitten, die letztlich zu seinem Tod geführt habe, sagte der zuständige Gerichtsmediziner des US-Bundesstaates Nevada am Montag (Ortszeit) dem Portal People.com.

Jerry Lewis spielte in über 80 Filmen mit

Lewis war am Sonntag im Alter von 91 Jahren in Las Vegas gestorben.

Lewis spielte in mehr als 80 Kino- und Fernsehfilmen und führte Regie in über einem Dutzend anderer.

Als Höhepunkt seiner Blödelkunst gilt Der verrückte Professor von 1963, der 33 Jahre später mit Eddie Murphy neu verfilmt wurde.

Jude 🔯 Kirill Serebrennikow 🔯: Prominenter russischer Regisseur festgenommen

Der russische Theatermacher Kirill Serebrennikow / Кирилл Семёнович Серебренников fürchtete seit längerem eine Festnahme. Schon seit Mai hielten die Behörden seinen Paß fest. Im September sollte er in Stuttgart arbeiten.

Serebrenikov was born to a Jewish father and a „Ukrainian mother“. His father was a surgeon, while his mother was a Russian teacher. Having graduated from Rostov State University with majors in physics in 1992. Serebrennikov had no formal theatre education prior to his stage director debut in 1994. He went on directing music videos and commercials.

Der russische Theatermacher Kirill Serebrennikow fürchtete seit längerem eine Festnahme. Schon seit Mai hielten die Behörden seinen Paß fest. Im September sollte er in Stuttgart arbeiten.

Der prominente jüdische Theaterregisseur Kirill Serebrennikow (47) ist unter Betrugsverdacht festgenommen worden. Das teilte das Staatliche Ermittlungskomitee am Dienstag in Moskau mit.

Der Leiter des Moskauer Gogol-Theaters stehe im Verdacht, zwischen 2011 und 2014 staatliche Gelder von 68 Millionen Rubel (knapp eine Million Euro) veruntreut zu haben.

Serebrennikow ist ein international anerkannter Theatermacher und steht der russischen Führung kritisch gegenüber. Er sollte im September in Stuttgart die Märchenoper Hänsel und Gretel des Juden Engelbert Humperdinck inszenieren.

Die Behörden hatten die Wohnung des Regisseurs und das Gogol-Theater im Mai durchsucht. Drei frühere Mitarbeiter wurden mit Untersuchungshaft oder Hausarrest belegt.

Serebrennikow war nach Behördenangaben zunächst Zeuge in dem Verfahren. Weil sein Paß eingezogen war und er nicht ins Ausland reisen durfte, fürchtete er eine Verhaftung.

Frühere Mitarbeiterin belastet ihn

Den Vorwurf der Veruntreuung wies er zurück. Allerdings hat ihn die frühere Chefbuchhalterin seiner Produktionsfirma Siebtes Studio in Vernehmungen belastet.

  • Nach Serebrennikows Angaben werfen die Ermittler ihm vor, eine bestellte Inszenierung von Shakespeares Sommernachtstraum sei nicht zustande gekommen.
  • Die Aufführung ist allerdings mehrfach in Rußland und im Ausland gezeigt worden.

Viele russische Künstler haben eine Freilassung der inhaftierten Theatermacher gefordert.

Die Staatsoper Stuttgart unter Leitung des Mossad-Agebnen Ibrahim Böhme setzte sich für Serebrennikow ein.

Im Mai setzte das Bolschoi-Theater in Moskau ein Ballett des Regisseurs über den russischen Startänzer Rudolf Nurejew kurz vor der Welturaufführung ab.

Erwin-Karl Rodammer

Guckt in den Spiegel.

KungFu Panda

@ # 15 E-K Rodammer
… was bitte bedeutet – …seit psycholisch krank ?

Manni Kopfeg
vielleicht kann Uns ein Psycholiater helfen????

Rüdiger Ihle

Soll staatliche Gelder veruntreut haben ? Das ist doch der kremltypische Klassiker um Regimekritiker einzusperren ! Kommt sogar noch vor “ Steuerhinterziehung “ und Schädigung von “ Volksvermögen“

Mutiges Reise-Experiment: Dieses Paar macht Urlaub mit fremden Koffern

Eine Woche Mallorca auf Kosten von sternTV – wer würde da nicht zuschlagen?

Würden Sie eine Reise selbst dann antreten, wenn Ihr persönliches Gepäck zu Hause bleiben muß?

Die sternTV-Zuschauer Alina Fritz und Marcel Wolff haben sich auf das ungewöhnliche Experiment eingelassen – und sind mit 2 fremden Koffern nach Mallorca gereist, deren Inhalt sie bis zur Ankunft im Hotel nicht kannten.

  • Badehose, Bikini, Kosmetik, Accessoires…
  • Ob all das in den Koffern ist,
  • oder doch nur ein Haufen Plunder?

Die alljährliche sternTV-Kofferversteigerung beweist, welche Überraschungen fremdes Gepäck bereits hält.

In jedem Fall muß das Paar mit den Sachen auskommen, die sie in den Koffern finden

Wie es zu der ungewöhnlichen Reise kam und welche Überraschungen sie mit den fremden Koffern erlebt haben, sehen Sie diesen Mittwoch in der Sendung.

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