Nordkorea-Konflikt: Donald Trump lobt Kim Jong Un

Die Zeichen stehen derzeit wieder ein wenig auf Entspannung: Donald Trump lobt Kim Jong Un für dessen Rückzieher hinsichtlich seiner Drohungen Richtung Guam.

Eine „weise Entscheidung“ habe der Machthaber Nordkoreas getroffen.

Von einer Deeskalation der Lage kann aber noch lange keine Rede sein.

Der Konflikt zwischen den USA und Nordkorea scheint sich ein wenig zu entspannen. Nur wenige Stunden nach der Ankündigung von Kim Jong Un, seine Pläne für einen Angriff auf die US-Pazifikinsel Guam vorerst zurückzustellen, lobte US-Präsident Donald Trump in einem Tweet die Entscheidung des nordkoreanischen Machthabers.

„Nordkoreas Kim Jong Un hat eine sehr weise und wohl durchdachte Entscheidung getroffen“, schrieb Trump am Mittwoch auf dem Kurznachrichtendienst Twitter und ergänzte: „Die Alternative wäre sowohl katastrophal als auch nicht hinnehmbar gewesen.“

Die Ankündigung von Nordkoreas Machthaber, mit dem angedrohten Raketenangriff auf die US-Pazifikinsel Guam „ein wenig länger“ warten zu wollen, kann als Signal der Abrüstung im Krieg der Worte zwischen Nordkorea und den USA gewertet werden.

„Es ist ein Rückzieher“, sagt der chinesische Experte Jin Qiangyi von der Yanbian Universität in der Provinz Jilin an der Grenze zu Nordkorea.

„Er will Spannungen abbauen, weil sich die Position der USA immer weiter verhärtet, was nichts Gutes für Nordkorea verheißt.“

Kim will USA beobachten

Nach Beratungen mit seinen Generälen über die Angriffspläne sagte Kim, er wolle das „dumme und blöde Verhalten der Yankees“ noch etwas beobachten.

  • Wahrscheinlich meint Nordkoreas Führer damit die nächste Woche geplanten Manöver der USA mit Südkorea.

Was auch immer der tatsächliche Grund für den Rückzieher Kims sein mag – mit seinem Entschluß kam er der Aufforderung Trumps nach, dem US-Präsidenten eine „ordentliche Option“ zu präsentieren, mit der der sich immer weiter aufschaukelnde Konflikt zwischen den beiden Ländern entschärfen ließe.

Drohen, bluffen, Angst schüren – und dann Forderungen stellen

Einige Beobachter in den USA glauben zwar, daß Trump ihn mit seinen barschen Drohungen in die Knie gezwungen hat, aber es scheint vielmehr das bekannte nordkoreanische Drehbuch:

  • Drohen,
  •  bluffen, 
  • Angst schüren,
  • Aufmerksamkeit erreichen und
  • dann Forderungen stellen.

Dennoch scheinen die erheblichen Spannungen zwischen Nordkorea und den USA ein wenig nachzulassen, begleitet von diplomatischen Bemühungen und Druck Chinas.

Trump hatte Nordkorea zuletzt mit „Feuer und Wut“ gedroht und damit vor dem Hintergrund der atomaren Bewaffnung beider Länder für große Unruhe gesorgt.

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