Überraschende Ansage – Trump erwägt Militär-Option in Venezuela

Der Schlagabtausch, den sich US-Präsident Donald Trump mit Nordkorea liefert, hält die Welt bereits in Atem.

Nun keilt er gegen Venezuela aus …

Zur Lösung der Krise in Venezuela seien militärische Optionen nicht ausgeschlossen, sagte er.

Trump sagte am Freitag in Bedminster (New Jersey) während einer kurzen Fragerunde:

„Wir haben viele Optionen für Venezuela, und übrigens, ich werde auch eine militärische Option nicht ausschließen.“

Er wiederholte:

„Wir haben viele Optionen für Venezuela, das ist unser Nachbar, wissen Sie, wir sind überall auf der Welt, wir haben Truppen überall auf der Welt, an Orten, die sehr, sehr weit entfernt sind. Venezuela ist nicht sehr weit entfernt, und die Menschen dort leiden, und sie sterben. Wir haben viele Optionen für Venezuela, darunter auch eine militärische Option, wenn nötig.“

Auf die Nachfrage, ob es sich dabei um eine US-angeführte Militäroperation handeln würde, sagte er nur:

„Wir reden nicht darüber, aber eine militärische Operation, eine militärische Option, ist mit Sicherheit etwas, was wir verfolgen könnten.“

Zuvor hatte sich Trump mit Außenminister Rex Tilleron, dem Nationalen Sicherheitsberater H. R. McMaster und der US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Hailey, getroffen. Hauptthema des Treffens war Nordkorea, weswegen die Äußerungen zu Venezuela überraschend kamen.

  • Das Pentagon (US-Verteidigungsministerium) sagte, es habe keine Befehle des Weißen Hauses bezüglich Venezuela erhalten.
  • Unterstellungen des südamerikanischen Staates, die USA planten eine Invasion, entbehrten jeder Grundlage.

Venezuela wird seit langem von einer schweren Krise erschüttert.

Es gab monatelange Unruhen, Präsident Nicolás Maduro hat die Opposition entmachtet. Von militärischen Planspielen oder nur konkreteren Überlegungen in Sachen Venezuela ist seitens der US-Regierung nichts bekannt.

Peru weist Botschafter Venezuelas aus

Unterdessen verschärfen sich die diplomatischen Spannungen Venezuelas mit den Ländern der Region: Peru wies den venezolanischen Botschafter aus. Wie das Außenministerium in Lima am Freitagabend (Ortezeit) mitteilte, habe Botschafter Diego Molero 5 Tage Zeit, das Land zu verlassen.

  • Begründet wurde der Schritt mit einer „unakzeptablen“ Antwort der Regierung des sozialistischen Staatschefs Nicolás Maduro auf eine Protesterklärung von 17 Staaten, die Maduro einen „Bruch der demokratischen Ordnung“ vorwerfen.

Diese Erklärung war auf Betreiben Perus vor wenigen Tagen in Lima beschlossen worden. Hintergrund ist die Installierung einer neuen, anderen Staatsgewalten übergeordneten „Volksversammlung“, deren Mitglieder überwiegend Anhänger der Sozialisten sind und die in einer von Betrugsvorwürfen begleiteten Wahl bestimmt worden waren.

  • Das bisherige, demokratisch gewählte Parlament wurde entmachtet.

Die peruanische Regierung von Präsident Pedro Pablo Kuczynski ist eine der kritischsten in der Region im Umgang mit Maduro.

  • Unklar blieb zunächst, ob es zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen kommt.

In Südamerika stützten nur Bolivien und Ecuador Maduro.

Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay beschlossen vor einer Woche, Venezuelas Mitgliedschaft in der Wirtschaftunion Mercosur dauerhaft zu suspendieren. Peru ist nicht Mitglied des Mercosur.

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