U-Boot in Ostsee gesunken – Starb eine schwedische Journalistin an Bord?

Die Rettung aus einem untergehenden U-Boot wird zum Ostsee-Krimi:

Die „UC3 Nautilus“ (40 Tonnen schwer, 18 Meter lang), das wohl größte, private U-Boot der Welt, sinkt plötzlich vor Dänemark.

  • Der Besitzer Peder Madsen wird gerettet – 
  • und kommt dann in U-Haft.
  • Der Grund: eine vermißte Journalistin aus Schweden.

Fest steht: Die 30jährige Kim Wall war an Bord.

Das gab Madsen im Verhör zu. Aber: 

  • Er habe sie am Donnerstag nach 3 1/2 Stunden Fahrt auf einer Insel abgesetzt.
  • Warum er das tat, ist nicht bekannt.

Zu Hause kam die Schwedin, die nach Angaben dänischer Medien eine Geschichte über das Boot schreiben wollte, jedoch nie an: Am Freitag stellte ihr Freund eine Vermißtenanzeige.

Die Polizei ermittelt gegen Peder Madsen jetzt wegen Totschlags.

Madsen, der das U-Boot selbst entworfen hatte, bestritt der Polizei zufolge die Vorwürfe.

„Ich war auf einer Probefahrt und habe ein paar Dinge an dem U-Boot getestet. Dann ist etwas mit einem Ballasttank schiefgegangen“, sagte er dem dänischen Fernsehsender TV2.

Die Polizei bat mögliche Zeugen, sich zu melden. Madsen muß am Samstag vor einem Untersuchungsrichter erscheinen.

Die Nachrichtenagentur Ritzau berichtete unter Berufung auf die Marine, daß ein Rettungstrupp mit 2 Hubschraubern, 3 Marinebooten und mehreren Privatschiffen die Suche nach dem U-Boot aufgenommen hatte. Die Retter fanden das U-Boot schließlich in der Køge Bugt südlich der Hauptstadt – in 7 Metern Tiefe.

Da das U-Boot nicht stabil sei, könnten die Taucher bislang nicht in das Wrack vordringen, teilte die Polizei mit.

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