US-Verteidigungsminister droht mit „Vernichtung“ Nordkoreas

Alle Welt mahnt in der Nordkorea-Krise zu Besonnenheit, Trumps Verteidigungsminister Mattis dreht an der Eskalationsschraube: Er droht dem Regime Kim Jong Uns und dem Volk mit Vernichtung

Es sind neue markige Worte aus den USA, die das Regime in Nordkorea offenbar einschüchtern sollen: US-Verteidigungsminister James Mattis sagte, Nordkorea müsse „aufhören, sich selbst zu isolieren, und seinen Drang hin zu Atomwaffen aufgeben“

Das Land solle jegliche Schritte unterlassen, die „zum Ende seines Regimes und zur Vernichtung seines Volkes führen werden“.

Das Land würde gegen die Übermacht der USA „jedes Wettrüsten und jeden Krieg verlieren“.

Bereits am Vortag hatte US-Präsident Donald Trump der kommunistischen Diktatur mit Feuer, Wut und Macht, wie die Welt es so noch nicht gesehen hat“ gedroht. Am Mittwochmorgen, Ortszeit, twitterte der Präsident, das US-Atomarsenal sei stärker als je zuvor.

„Trump wählte Sprache, die Nordkorea versteht“

Das US-Außenministerium hat inzwischen versucht, die Rhetorik von Trump zu verteidigen. Mit seinem „Feuer und Wut“-Zitat habe Trump eine Sprache gewählt, die der nordkoreanische Präsident Kim Jong Un verstehe, sagte eine Sprecherin von Außenminister Rex Tillersons.

Der Minister und Trump zögen am selben Strang, sagte die Sprecherin. „Wir sprechen mit einer Stimme.“ Beide hätten sich etwa eine Stunde lang telefonisch abgestimmt. Tillerson hatte sich am gleichen Tag bemüht, in der rhetorisch aufgeheizten Atmosphäre beruhigend aufzutreten. Er sagte bei einem Besuch auf Guam, dass von Nordkorea keine unmittelbare Bedrohung ausgehe.

Pjöngjang hatte im Juli zweimal ballistischer Langstreckenraketen getestet. Wie nach den meisten der bislang mehr als 20 Atombombenversuche, verband die kommunistische Diktatur auch die Waffentests mit Verbalattacken gegen asiatischen Nachbar und die USA.

Nach dem jüngsten Raketenstart Ende Juli erließ der Sicherheitsrat der UNO einstimmig neue Wirtschaftssanktionen gegen Nordkorea. Die zuletzt getestete Rakete soll theoretisch in der Lage gewesen sein, die Westküste der USA zu treffen. Anlass zur Sorge gibt außerdem die Mutmaßung, Nordkorea könne bei der Entwicklung von Atomraketen weiter sein als bislang angenommen.

Nordkorea hatte am Mittwoch auf Trump geantwortet, man werde gegen die USA einen Präventivschlag führen und die US-Pazifikinsel Guam mit Raketen angreifen.

Angesichts der angespannten Lage warnte der russische UNO-Botschafter Vassily Nebenzia die USA, sie sollten nichts unternehmen, was gefährliche Handlungen Nordkoreas provoziere.

Eine militärische Option „komme ohnehin nicht in Frage“, so Nebenzia. 

  • UNO-Generalsekretär Guterres warnte vor „zunehmend konfrontativer Rethorik“, darüber sei er „sehr besorgt“.
  • Ähnlich äußerten sich zuvor bereits die EU, Deutschland, die EU und China.
Advertisements

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: