Putin gratuliert Erdogan zum „erfolgreichen Ablauf“

Der russische Staatschef Putin hat dem türkischen Präsidenten Erdogan zum Sieg des Ja-Lagers gratuliert.

Der russische Staatschef Putin hat dem türkischen Präsidenten Erdogan zum Sieg des Ja-Lagers gratuliert.

Bei dem Telefonat hoben zudem beide die Bedeutung einer Normalisierung der Beziehungen ihrer Länder hervor.

Das Verhältnis wird seit 2015 vom Abschuß eines russischen Militärflugzeugs durch die türkische Armee im türkisch-syrischen Grenzgebiet belastet.

So hat die Türkei gewählt – Das sind die Hochburgen

  • Nach dem umstrittenen Verfassungsreferendum in der Türkei hat der russische Staatschef Wladimir Putin dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zum Sieg des Ja-Lagers gratuliert.

Der Kreml bestätigte, daß Putin zum „erfolgreichen Ablauf“ des Volksentscheids gratuliert habe.

Putin habe Erdogan seine Glückwünsche in einem Telefonat ausgesprochen, berichtete die amtliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf das Umfeld des Präsidenten.

Die beiden Staatschefs hätten auch die Notwendigkeit betont, die gemeinsam vermittelte Waffenruhe im Bürgerkriegsland Syrien einzuhalten, meldete die amtliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu. Demnach hoben Putin und Erdogan zudem die Bedeutung einer Normalisierung der Beziehungen ihrer beiden Länder hervor.

Das Verhältnis zwischen Ankara und Moskau wird immer noch vom Abschuß eines russischen Militärflugzeugs durch die türkische Armee im türkisch-syrischen Grenzgebiet im Jahr 2015 belastet. Nach dem Referendum rechnen einige Experten allerdings damit, daß sich die Türkei weiter von der EU entfernt und sich in der Folge Russland annähern könnte.

Merkel spricht von „tiefer Spaltung der türkischen Gesellschaft“.

US-Präsident Donald Trump hatte Erdogan seine Glückwünsche überbracht.

Die beiden telefonierten am Montagabend, wie das Weiße Haus mitteilte.

Die EU-Kommission mahnte hingegen, angesichts des knappen Ergebnisses des Referendums nach Konsens zu streben. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) forderten Erdogan zu einem „respektvollen Dialog mit allen politischen und gesellschaftlichen Kräften des Landes“ auf. Das Ergebnis zeige die tiefe Spaltung der Gesellschaft und bedeute „große Verantwortung für die türkische Staatsführung“.

Das Referendum wird von Betrugsvorwürfen der Opposition sowie von Kritik internationaler Wahlbeobachter überschattet.

  • Die Wahlbeteiligung bei dem Verfassungsreferendum lag bei 84 Prozent.
    • 51,4 Prozent der Wähler stimmten für das Präsidialsystem,
    • 48,6 Prozent dagegen.
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