Die Sterntaler

Illustration der Grimms zum Märchen auf der Rückseite des 1000-DM-Scheins (ab 1992)

Die Sterntaler ist ein kurzes Märchen (ATU 779H*). Es steht in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm ab der 2. Auflage von 1819 an Stelle 153 (KHM 153), vorher als Das arme Mädchen an Stelle 83, und geht zum Teil auf Achim von Arnims Novelle Die drei liebreichen Schwestern und der glückliche Färber zurück. Bei Grimm schrieb sich der Titel Die Sternthaler.

Das Mädchen gibt dem armen Mann das Brot

Ein armes Waisenkind, das außer einem Stück Brot nichts besitzt, geht in die Welt hinaus.

Unterwegs verschenkt es sein Brot, dann seine Mütze, sein Leibchen, sein Röckchen und schließlich auch sein Hemdchen an andere Bedürftige.

Illustration zu „Die Sterntaler“ von Heinrich Vogeler, 1907

Da fallen die Sterne als Silbertaler vom Nachthimmel, und es hat ein neues, feines Leinenhemdchen an, in das es sie aufsammelt.

Das Mädchen gibt dem Kind sein Röcklein

In Jacob Grimms Handschrift von 1810 ist Armes Mädchen eine kurze Notiz. In Grimms Anmerkung wurde ab 1812 notiert, das es aus dunkler Erinnerung aufgeschrieben wurde, nennt aber auch Jean Pauls Roman Die unsichtbare Loge (1793) und Achim von Arnims Novelle Die drei liebreichen Schwestern und der glückliche Färber (1812).

Illustration zu „Die Sterntaler“ von Adrian Ludwig Richter, 1862
English: illustration of the Brothers Grimm fairy tale „The Star Money“ Русский: Иллюстрация к сказке братьев Гримм „Звёздные талеры“

Letztere nimmt Grimms Fassung deutlich vorweg und ist vielleicht durch den fragmentartigen Einschub bei Jean Paul inspiriert.

Das Mädchen sammelt die Taler ein

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