Hazel Rosenstrauch. Juden Narren Deutsche

Hazel Rosenstrauch. Juden Narren Deutsche

08.09.2010 – von Harald Loch
Im verstörendsten Text aus Hazel Rosenstrauchs Essaysammlung Juden Narren Deutsche geht es um die Erinnerungstafeln im Bayerischen Viertel in Berlin. Das Bezirksamt Schöneberg hatte 1993 achtzig Gedenktafeln für jüdische Bewohner dieses Viertels anbringen lassen. Unter der Überschrift »Er innern und erinnert werden« stellt die Autorin die Frage, ob man dabei daran gedacht habe, dass auch Juden die Tafeln sehen und was sie empfinden, wenn sie darauf stoßen, was die nicht-jüdischen Passanten empfinden sollten. Der eigentlich ja gar nicht so unsympathische Erinnerungspatriotismus der heutigen Deutschen bekommt da ein paar Kratzer ab.

NICHTJÜDISCHE JÜDIN Die 1945 in London als Kind jüdisch-kommunistischer Emigranten aus Österreich geborene Hazel Rosenstrauch, die sich selbst in Anlehnung an Isaac Deutscher als »nichtjüdische Jüdin« bezeichnet, macht aus ihrem links schlagenden Herzen keine Mördergrube. Sie schreibt politisch-philosophische Essays voller Gedankenschärfe, Einmischungslust und Urteilskraft. Der erste Teil der Sammlung enthält sechs neue Aufsätze, die beiden weiteren Teile bereits zuvor gedruckte, entlegen veröffentlichte und praktisch nicht mehr zugängliche Texte aus den vergangenen zwanzig Jahren. Sie handeln auch vom unsteten Leben der Autorin, die in Wien aufwuchs und über Stationen in den USA und Kanada schließlich in Berlin landete. Dort leitete Rosenstrauch über zehn Jahre lang die von der Akademie der Wissenschaften herausgegebene Zeitschrift Gegenworte. Voriges Jahr veröffentlichte sie die von Publikum wie Kritik gut aufgenommene Doppelbiografie Wahlverwandt und ebenbürtig. Caroline und Wilhelm von Humboldt. Dort wie in den Essays erweist sich die Synthese eines linken, feministischen und »unjüdisch jüdischen« Ansatzes als glücklich. Die Grazie der Intellektuellen heißt ein anderes, vor 15 Jahren erschienenes Buch von Hazel Rosenstrauch. Ihre eigene betont literarische Grazie ist stachelig und unbequem – eben intellektuell!!

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3 responses to “Hazel Rosenstrauch. Juden Narren Deutsche”

  1. Poppstars says :

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  2. Judensau Rosenstrauch oder eine andere Judensau ? says :

    https://angereichert.wordpress.com/2013/05/26/gfm-niklaus-von-flue-rimpler-erhebt-anspruch-auf-den-palast-kleinitz-bei-grunberg-in-niederschlesien/

    Finanziert die Judensau Rosenstrauch das ? Oder eine andere Judensau ?

    https://mobile.twitter.com/Einheit11/status/338694217821986816?p=v

    Zur Abgrenzung wird der Dolus-Begriff (Vorsatz) in drei Stufen eingeteilt:

    – Die Absicht ist der zielgerichtete Wille, den tatbestandlichen Erfolg herbeizuführen.
    – Der Täter muss den Erfolg durch wissentliches Handeln herbeiführen. Dabei ist es nicht notwendig, dass der Erfolg das angestrebte Ziel (siehe Absicht) darstellt.
    – Nach der Auffassung des Bundesgerichtshofs ist der bedingte Vorsatz gegeben, wenn der Täter „den Taterfolg für möglich gehalten und billigend in Kauf genommen hat“. Der Eventualvorsatz ist grundsätzlich ausreichend, um Vorsatz für eine Tat zu begründen.

    Dolos (griechisch Δόλος, List, latein Dolus) ist ein Daimon der griechischen und römischen Mythologie. Er ist die Personifikation der Täuschung und des Betrugs – also das Symbol des gewöhnlichen Juden.

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  3. Richtig ohne Punkte. says :

    „JUDEN NARREN DEUTSCHE“ – richtig – im Unterschied zu „Wir.dienen.Deutschland“.

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