Putin über Rückgabe von Kaliningrad und anderen ehemaligen ostdeutschen Gebieten

Königsberg in Preußen, Hauptstadt des Staates Preußen  – Putin über Rückgabe von Kaliningrad und anderen ehemaligen ostdeutschen Gebieten

Die jüdische Nachrichtenagentur Bloomberg – der Eigentümer Michael Rubens Bloomberg ist Jude und vormaliger Mayor von New York City – hat den russischen Präsident Putin scheinbar im Scherz gefragt, ob er keine Lust habe, Kaliningrad/Königsberg, eine russische Enklave zwischen Polen und Litauen abzutreten.

Die jüdische Nachrichtenagentur Bloomberg – der Eigentümer Michael Rubens Bloomberg ist Jude und vormaliger Mayor von New York City – hat den russischen Präsident Putin scheinbar im Scherz gefragt, ob er keine Lust habe, Kaliningrad/Königsberg, eine russische Enklave zwischen Polen und Litauen abzutreten.

Putins Antwort darauf war ebenso todernst wie doppelbödig: Wenn schon über eine Veränderung der Grenzziehungen nach dem Zweiten Weltkrieg geredet werde, dann ebenso über die Grenzen Polens, der baltischen Staaten und der Ukraine, meinte er sinngemäß.

Hier ist die Passage, auf dass sich jede(r) selbst ein Urteil bilde, wo der Scherz aufhört und der Ernst anfängt:

Der Interviewer, der Bloomberg-Chefredakteur, stellte seine Frage, bei der er provozierend suggerierte, daß Rußland ja nichts dabei finde Gebiete abzutreten.

  • Das “belegte” er mit der 2004 erfolgten Teilung eines Inselchens, das sich inmitten des chinesisch-russischen Grenzflusses Amur befindet.
  • Putin, Scherzchen ansonsten nicht abhold, reagierte, als handle es sich um eine offizielle Anfrage durch den Botschafter eines präsumptiven Feindstaates.

Königsberger Brücke

Erst erklärte Putin knapp, daß der Teilungsvertrag zwischen der Volksrepublik China und der Russischen Förderation nach 40 Jahren Verhandlungen in einer Periode besonders guter Beziehungen abgeschlossen worden sei.

Das habe nichts mit dem Weltkrieg oder den folgenden Friedensverträgen zu tun gehabt.

Sollten einmal zu Japan ähnlich gute Beziehungen herrschen, seien auch in der Kurilenfrage Kompromisse möglich, meinte Putin – was aber Kaliningrad angehe…

Hier wirft der Interviewer lachend ein, er habe ja nur einen Witz gemacht – aber der russische Präsident antwortet ohne sich beirren zu lassen und “ganz im Ernst” (Übersetzung gemäß den auf YT mitgelieferten Untertiteln):

Falls jemand den Wunsch verspürt, die Ergebnisse des Zweiten Weltkriegs zu überschreiben, dann soll er das gerne versuchen.

Aber dann sollte man nicht über Kaliningrad allein diskutieren, sondern generell über ostdeutsche Gebiete (in Polen), über Lwiw-Lemberg (Westukraine), das vor dem Krieg Teil von Polen war (und über) Teile des heutigen Ungarns, Rumäniens und anderen Ländern (??? – mißverständlich). Also, falls jemand diese Büchse der Pandora öffnen möchte, dann soll er das doch versuchen – viel Spaß damit.”

Damit war das Thema beendet und das Interview wandte sich anderen Themen zu. Nun sollte man zwei Dinge wissen, um die Antwort Putins würdigen zu können – daß nämlich:

  • Ein transatlantischer Think Tank vor kurzem das Szenario eines militärischen Konflikts in Osteuropa vorgelegt hat, in dem Polen empfohlen wird, im Ernstfall in den Oblast Kaliningrad einzumarschieren sowie, daß
  • russische Militärs glauben, daß eine Einnahme Kaliningrads nur die Vorstufe eines Angriffs auf St. Petersburg ist; sowie daß
  • etliche Russen den Interviewer John Micklethwait nicht als bloßen Journalisten sehen, sondern als Fädenzieher in der angelsächsisch-europäischen Führungselite – siehe z.B. hier.

In dieser Situation sendet der russische Präsident eine doppelte Botschaft aus.

  • Die erste lautet: Wenn ihr die nach dem Zweiten Weltkrieg in Osteuropa gezogenen Vereinbarungen in Frage stellt, seid Euch bewußt, daß es nicht nur um die Westgrenze Rußlands geht. Ihr schneidet ein Thema an, das in viel Blut und großen Verwicklungen enden kann.
  • Der “doppelte Boden” ist die Antwort: Wenn wir über 1945 hinaus zurück gehen, gibt es viele Staaten, die historische Gebietsansprüche haben, nicht nur Rußland.
    • Zum Beispiel Deutschland auf große heute polnische Gebiete.
    • Oder eine Reihe osteuropäischer Staaten auf die heutige Westukraine.

Putin, der ohne jeden Zweifel die auf ihn wartenden Fragen kannte, “führt hier eine Diskussion”, die – wie ich behaupte – sonst nur hinter doppelt gepolsterten Türen stattfindet, eine zwischen den führenden Transatlantikern und dem Kreml.

  • Micklethwait mochte persönlich und als Journalist vielleicht das alles wirklich nicht wissen,
  • aber die Leute, die in den vergangenen 20 Jahren die militärstrategische Grenze Rußlands 1.500 Kilometer nach Osten verschoben haben, sind sehr wohl daran interessiert.

Russisch Sprachübung – Wichtige Ausdrücke – Teil 1

Russisch Sprachübung – Wichtige Ausdrücke – Teil 2

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5 responses to “Putin über Rückgabe von Kaliningrad und anderen ehemaligen ostdeutschen Gebieten”

  1. Klage ohne zu leiden says :

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  2. Ganz Europa ist doch besser als dieses Scheiß-Ostpreußen. says :

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/wiedervereinigung-moskau-bot-verhandlungen-ueber-ostpreussen-an-a-695928.html

    Batenin zählte damals zum Reformflügel unter den sowjetischen Militärs; Arnim hielt ihn für einen Geheimdienstler. Der deutsche Diplomat gab sich gegenüber den Avancen aus Moskau verschlossen. Arnim antwortete mit dem Hinweis, die Bonner Haltung sei bekannt: „Bei der Vereinigung gehe es um die Bundesrepublik Deutschland, die DDR und das ganze Berlin.“ Wenn die Sowjetunion „Probleme mit der Entwicklung des nördlichen Ostpreußens habe, so sei das ihre Sache“.

    Zudem schien 1990 alles im Fluss. Journalisten berichteten aus Polen und Litauen von einem regen Interesse an der russischen Enklave, die offenbar mancher für nicht lebensfähig hielt. Denn war Litauen erst unabhängig, was sich bereits abzeichnete, existierte keine Landverbindung mehr zwischen Russland und dem Kaliningrader Gebiet.
    Doch was immer Batenin mit seinem Vorstoß bezweckte – über die Grenzen des vereinten Deutschland hatten alle vier Weltkriegssieger zu befinden. Und Briten, Amerikaner und Franzosen hätten niemals einen sowjetisch-deutschen Deal über Ostpreußen akzeptiert, der Polen in eine Zangenlage gebracht hätte.
    Ein solches Vorhaben wäre das Ende unserer Unterstützung durch die westlichen Alliierten gewesen, sagt Diplomat Arnim heute.

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-70569479.html

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    • Schlau Meir says :

      DER SPIEGEL unter Herausgeber des Juden Rudolf AUG STEIN gehört zu den Gründungen der Lizenzpresse des britischen Geheimdienstes MI5 / MI6.

      Diese Ost-Preußen „Story“ wird gerne in Kreisen der Reichsbürger herumgereicht als Geheimbibel für das Neue Deutsche Reich.


      Augstein mit Willy Brandt 1970

      Augstein wurde in Hannover geboren. Seine Mutter war Gertrude Maria Augstein und sein Vater Friedrich Augstein, ein ehemaliger Kamerafabrikant und Fotokaufmann (Photo Augstein). Rudolf wuchs in einer bürgerlichen katholischen Familie auf und war das jüngste von sieben Kindern (fünf Schwestern, ein Bruder – Josef Augstein, später Rechtsanwalt in Hannover). Als Neunjähriger erlebte er die Machtübernahme der Nationalsozialisten. Seine Eltern sandten ihn 1933 zunächst quer durch die Stadt auf das Kaiserin-Auguste-Viktoria-Gymnasium (die heutige Helene-Lange-Schule) in den Arbeiterstadtteil Linden, da diese als wenig nationalsozialistisch beeinflusst galt. Dort lernte er als Mitschüler Uri Avneri kennen.

      Uri Avnery (hebräisch אורי אבנרי‎; * 10. September 1923 in Beckum als Helmut Ostermann) ist ein israelischer Journalist, Schriftsteller und Friedensaktivist. Er war in drei Legislaturperioden Parlamentsabgeordneter in der Knesset (1965–1969, 1969–1973 und 1977–1981. Kurz nach dem Übertritt Avnerys ans Kaiserin-Auguste-Victoria-Gymnasium in Hannover floh seine Familie 1933 mit ihm vor der NS-Diktatur nach Palästina. Von 1938 bis 1942 war er dort Mitglied der Irgun. Avnery trat nach eigenen Angaben der Untergrundorganisation bei, um für die Freiheit gegen die britische Mandatsmacht zu kämpfen, er verließ jedoch die Organisation aus Protest gegen ihre „anti-arabischen und reaktionären Ansichten und Terrormethoden“. Im Palästinakrieg 1948 war er Soldat der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte, Avnery diente in der Einheit „Schu’alei Schimschon“ der Giv’ati-Brigade und wurde schwer verwundet. 1949 veröffentlichte er sein Kriegstagebuch In den Feldern der Philister über die Geschehnisse während des Krieges.

      Von 1950 bis 1990 war er Herausgeber und Chefredakteur des Nachrichtenmagazins haOlam haZeh. 1965 und 1969 wurde Avnery auf der Liste der gleichnamigen Partei haOlam haZeh in die Knesset gewählt. 1973 konnte die neue Kleinpartei Meri, auf dessen Liste auch Avnery antrat, nicht genügend Stimmen für die Knesset gewinnen. 1975 wurde er durch ein Attentat mit einem Messer schwer verletzt. 1977 wurde Avnery für die Liste der Mehaney Smol LeYisrael (Linkes Lager Israels bzw. kurz Scheli als Akronym von Shalom LeYisrael – Frieden für Israel) wieder zum Knessetmitglied gewählt. 1981 trat Avnery nicht mehr zur Parlamentswahl an.

      1993 begründete Avnery mit Freunden die israelische Friedensinitiative Gusch Schalom.

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    • Schlau Meir says :

      Diese Landsmannschaft der Schlesier inklusive deren Jugendorganisation ist eine einzige Vereinigung jüdischer Berufslügner. Die Vertreibung ist ein Märchen, die Flucht in den Geldregen des „Lastenausgleichs“ jedoch nicht. So wurden jüdische „Emigranten“ aus Schlesien über Nacht zu einflußreichen Millionären als Autohaus-Neuwagenhändler, KOMA-Ladenbetreiber, Konditoreibetreiber usw.

      Der Quadratmeter Land war in den Nachkriegsjahren für 50 Pfennige der besatzungsrechtlichen SHAEF-Währung D-Mark zu haben.

      Auf schriftliche Anfrage über die Tatsachen zur behaupteten und verbreiteten Vertreibung aus Schlesien hüllen sich diese Mischpokenjuden in Schweigen.


      Denn sie wissen, daß Halunke Hanke – gleichfalls Jude – den Evakuierungsbefehl für Breslau, und damit für Schlesien, gegeben hat. Für Oppeln wiederholte das Oberst v.Pfeil, der daraufhin allerdings Selbstmord beging.

      Am 16.1.1945 schrieb Graf von Pfeil Abschiedsbriefe an seine Frau und seine Kinder, da es ihm klar war, daß sein Leben nur noch wenige Tage dauern würde, nachdem die Rote Armee am 12.1. zu dem erwarteten Großangriff am Baranow-Brückenkopf gestartet war. Die Wucht dieses Angriffs übertraf alle Befürchtungen.

      In der Nacht vom 22. auf den 23.1. legte Oberleutnant Siegert dem Kommandanten einen Befehl von General Hartmann vor, den ein Ordonnanzoffizier gebracht hatte: Es war der Befehl, sich aus Oppeln zurückzuziehen, und zwar sofort. Oberst Graf von Pfeil gab sich befriedigt, diktierte noch einige Befehle, verabschiedete sich per Händedruck von seinen Offizieren. Wenige Minuten später fiel in seinem Zimmer ein Schuß; er hatte sein Ehrenwort, Oppeln nicht lebend zu verlassen, eingelöst. Er wurde dann mit anderen Gefallenen auf dem Hauptfriedhof beigesetzt. Sein Gewissen verbot es ihm einfach, Menschen in einem aussichtslosen Kampf zu opfern und eine Stadt sinnlos zu zerstören.“

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    • Schlau Meir says :

      Debatte um Ostpreußen-Angebot
      Gorbatschow: »Rückgabe« nicht angeboten – Dementi geht an Behauptung vorbei

      http://www.preussische-allgemeine.de/nachrichten/artikel/debatte-um-ostpreussen-angebot.html

      Der ehemalige sowjetische Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow hat bestritten, dass die sowjetische Führung im Zuge der Wiedervereinigung Deutschlands die Rückgabe des Königsberger Gebietes angeboten habe. Damit reagierte er auf einen entsprechenden Bericht des „Spiegel“ vom 21. Mai.

      Der sowjetischen Führung werde damit etwas zugeschrieben, „an was sie niemals gedacht hat“, erklärte Gorbatschow nun. Er wollte aber nicht ausschließen, dass der im „Spiegel“ als Mittelsmann erwähnte Generalmajor Geli Batenin im Auftrag seiner politischen Gegner aktiv geworden sei, um später ihn „zu beschuldigen, dass er angeblich die Interessen Russlands verrate“, sagte der Friedensnobelpreisträger und machte sich damit die vom „Spiegel“ selbst angebotene Deutung für die (als solche offenbar nicht zu bestreitende) Gesprächsanfrage Batenins zu eigen. Batenin selbst kann man nicht mehr befragen, er ist seit einigen Jahren tot. Zur Zeit der 2+4-Verhandlungen habe er keinen engen Kontakt zur Sowjetführung gehabt und daher auch nicht für sie sprechen können, so Gorbatschow.

      Die Wortmeldung ist insofern ernst zu nehmen, als Gorbatschow in einer anderen großen Streitfrage über die Wiedervereinigung keine Scheu hatte, gegen die nahezu geschlossene Meinung der politischen Klasse in Berlin Position zu beziehen: Als die Regierung Kohl noch landauf landab erklärte, Moskau habe die „Unumkehrbarkeit“ der Enteignungen der Jahre 1945 bis 1949 in der damaligen Sowjetischen Besatzungszone zur Bedingung der deutschen Einheit gemacht, widersprach Gorbatschow klar und öffentlich.

      Nimmt man allerdings die jetzige Wortmeldung unter die Lupe, so fällt auf, dass Michail Gorbatschow hier etwas dementiert, was gar nicht behauptet worden ist.

      Laut „Spiegel“ hat Batenin nämlich nicht die „Rückgabe“ des Gebiets angeboten, sondern Verhandlungen über deren Zukunft gesucht. Auch die der Landsmannschaft Ostpreußen bekannt gewordenen Sondierungen aus Moskau über Ostpreußen hatten einen Verkauf gegen eine hohe Summe, nicht aber eine Rückgabe des Landes zum Gegenstand. Das vom „Spiegel“ 1999 eher beiläufig vermeldete Rückkauf-Angebot aus der Regierungszeit von Boris Jelzin ist von diesem „Dementi“ Gorbatschows ohnehin nicht berührt .

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