Mexikos Präsident hat nur noch eine Möglichkeit gegen Trump

Bislang hat der mexikanische Präsident Pena Nieto im Streit mit Trump nicht viel richtig gemacht.

Bislang hat der mexikanische Präsident Pena Nieto im Streit mit Trump nicht viel richtig gemacht.

Die Mexikaner stehen nicht hinter ihm. Es bräuchte eine „Blut, Schweiß und Tränen“-Rede um sie hinter sich versammeln.

Wenn Pena Nieto keine eine Antwort geben kann, wird er sie aus Washington bekommen.

Gebannt schauen die Mächtigen der Welt derzeit nach Mexiko-Stadt: Enrique Pena Nieto ist der erste Politiker, der in den politischen Kampf mit dem neuen amerikanischen Präsidenten Donald Trump tritt.

Bislang hat der mexikanische Präsident Pena Nieto im Streit mit Trump nicht viel richtig gemacht.

Aus den verbalen Scharmützeln via Twitter, Videobotschaften und unverhohlenen Drohungen können Merkel, Putin und Co ablesen, wie künftige Auseinandersetzungen mit Trump zu gewinnen oder eben zu verlieren sind. Pena Nieto hat allerdings das Pech, auf keinerlei Erfahrungswerte in einem politischen Duell zurückgreifen zu können.

Auch deswegen wirkt er auffällig orientierungslos.

Bislang hat Pena Nieto nicht viel richtig gemacht. Obwohl Donald Trump seit 18 Monaten seine Idee von einer gigantischen Grenzmauer zwischen den USA und Mexiko in allen sozialen Netzwerken und TV-Kanälen verbreitet, verfügt der mexikanische Präsident immer noch über keinen Gegenvorschlag. Schlimmer noch: Er wirkt überrascht, dass Trump tatsächlich umsetzt, was dieser seinen Wählern versprochen hat.

Seine Kommentare erschöpfen sich darin, die Attacken aus Washington irgendwie abzuwehren. „Mexiko glaubt nicht an Mauern“, sagte Pena Nieto in dieser Woche in einer Videobotschaft. Woran Mexiko glaubt, sagt er aber nicht. Aus der Defensive heraus wird er aber das Duell mit Trump nicht zu seinen Gunsten beeinflussen können. Mexiko braucht also erst einmal einen eigenen Plan zur Grenzsicherung und Steuerung der Flüchtlingsströme, um in die Verhandlungen mit Washington zu gehen. Wer nichts anbieten kann, kann auch nichts einfordern.

Mexikos Bischöfe sind schon einen Schritt weiter

Pena Nieto fehlt derzeit die Rückendeckung seiner Landsleute. Trump ist mit dem Rückenwind eines Wahlsieges ausgestattet, ebenso mit dem eindeutigen Wählerauftrag, eine Mauer zu bauen. Es ist sein wichtigstes Wahlversprechen. Diese für viele schmerzhafte Realität gilt es erst einmal anzuerkennen. Mexikos Bischöfe sind da schon einen Schritt weiter. Sie schrieben am Donnerstag trotz aller Kritik an dem Vorhaben: Die USA haben das Recht, ihre Grenzen und ihre Bürger zu schützen.

Pena Nieto fehlt dieser Rückhalt, zudem rückt das Ende seiner Amtszeit näher. Innenpolitisch ist er wegen der hoch umstrittenen Benzinpreiserhöhung angeschlagen, die Umfragewerte sind schlecht. Mit einer historischen „Blut, Schweiß und Tränen“-Rede muß er seine Landsleute hinter sich versammeln.

Die Chancen, damit zu punkten, stehen gar nicht so schlecht. In den sozialen Netzwerken sind es ausgerechnet jene kreativen Kräfte der jungen mexikanischen Gesellschaft, die ihn bislang bekämpften, die sich gerade einem neuen Gegner zuwenden. In der Politik gibt es eine klassische Regel: Bei Problemen in der Innenpolitik hilft ein außenpolitischer Konflikt, um die Reihen zu schließen. Den liefert ihm Trump frei Haus.

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2 responses to “Mexikos Präsident hat nur noch eine Möglichkeit gegen Trump”

  1. Gibt es im Weltzionismus Hinterhöfe ? says :

    Der Griff an den Hals zum Totlachen.

    Warum hat sich Trotzki in Mexiko niedergelassen ? Weil es der Hinterhof der USA ist ? Welchen Streit soll es dann zwischen Trump und Nieto geben ?

    Welchen Streit soll es zwischen Israel und Ram’allah geben ? Ram’allah ist der Hinterhof Israels. Welchen Streit soll es zwischen der BRD und der DDR gegeben haben ? Die DDR war der Hinterhof der BRD.

    Alle Hinterhöfe sind durch Mauern abgegrenzt. Warum ?

    Aber im Weltzionismus gibt es keine Hinterhöfe mehr. Oder etwa doch ?

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