Kim: „Niemand würde überleben!“ Mehr als nur eine Propagandamasche?

Nordkoreas Herrscher Kim fährt schweres Geschütz auf

Nordkoreas Herrscher Kim fährt schweres Geschütz auf

Pjöngjang: Propagandafoto von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un bei einem Besuch von Kampfjetpiloten

Nordkorea hat offenbar zwei große Raketen auf Trägerfahrzeuge montieren lassen. Ein Testschuß zu Trumps Amtseid wäre eine Provokation.

Aus Kims Sicht könnte sie gerade deshalb sinnvoll sein.

Entweder wir reden auf gleicher Augenhöhe, oder es knallt.

Das könnte Kim Jong-uns Raketenbotschaft an Donald Trump sein. Der nordkoreanische Diktator hat zwei große Raketentransporter mit einer bislang unbekannten Raketenvariante auffahren lassen und ist bereit für einen Test. Das sagt das südkoreanische Militär.

  • Die Raketen seien mit geschätzten 15 Meter Länge etwas kürzer als der seit 2012 öffentlich vorgeführte Interkontinentalraketen-Prototyp KN-08 (rund 20 Meter) und das 2016 enthüllte Alternativmodell KN-11 (rund 18 Meter).
  • Sie seien aber länger als die Mittelstreckenwaffe Musudan (rund elf Meter), die Nordkorea 2016 erstmals unter realen Bedingungen mehrfach getestet hat – mit dürftigem Erfolg.

Nach Auffassung eines amerikanischen Rüstungsexperten könnte es sich bei den jetzt vorbereiteten Testexemplaren um die ersten beiden Stufen der dreistufigen KN-08 handeln. Eine solches Teilgeschoß hätte eine Länge von ungefähr 15 Metern.

Kim möchte mit den Raketen beweisen, daß er dasselbe fordern könnte, was Trump Amerikas Gegnern angekündigt hat: Entweder wir verhandeln, oder wir setzen euch mit Atomwaffen unter Druck.

Trump hat gesagt, Amerika müsse sein Atomarsenal erheblich ausbauen, und dann später nachgeschoben, er sei bereit, mit Rußland über Abrüstungsziele zu verhandeln.

Kim fordert seit einem Jahr einen Friedensvertrag mit den USA, mit dem er den 1950 bis 1953 ausgefochtenen Koreakrieg endgültig beenden will.

Ein solcher Friedensvertrag schließt nach Pjöngjangs Auffassung nämlich den Abzug der amerikanischen Streitkräfte aus Südkorea ein, denn die seien dann ja nicht mehr notwendig.

  • Alternativ droht Kim den USA mit der Entwicklung von Raketen, die alle US-Militärbasen im Pazifik treffen und bald auch bis zur amerikanischen Westküste fliegen können. Zwei solche Prototypen will er nun womöglich abschießen.

Neuer Standort für Raketentests

Die Prototypen hat Südkoreas Geheimdienst vermutlich auf dem Flugfeld Kusong im Westen des Landes entdeckt, 50 Kilometer vom Weltraumbahnhof Sohae am Gelben Meer entfernt. In Kusong hatte Pjöngjang im Oktober schon einmal zwei Militärraketen abgefeuert, von denen eine sofort explodierte und angeblich das Trägerfahrzeug vollkommen zerstörte.

Es war das erste Mal, daß Nordkorea militärische Raketentests im westlichen Landesteil durchführte. Bis dahin hatte es alle derartigen Probeschüsse an der Ostküste absolviert.

Die Wahl des neuen Startorts könnte mit der größeren Reichweite der getesteten Waffen und mit Nordkoreas Rüstungsstandortpolitik zusammenhängen.

  • Von Kusong aus können sie eine Flugbahn einschlagen, die in sehr großer Höhe den Wiedereintritt eines Sprengkopfs in die Atmosphäre möglich macht, ohne dabei japanisches Hoheitsgebiet zu treffen.

Große Militärbasis im Bau

In der Nähe des Startplatzes befinden sich vier große Rüstungswerke, von denen mindestens eines der Raketenproduktion dient. Bei Kusong hat Kim außerdem zwischen Mai und Oktober 2014 eine Sonderfahrbahn aus dem Boden stampfen lassen, die einer Panzerteststrecke ähnelt und erkennbar der Erprobung von mobilen Luftabwehrraketen dient.

Den Reifenspuren nach zu urteilen werden dort aber auch Fahrzeuge mit einem Wendekreis von ungefähr 20 Metern und einer Spurbreite zwischen 3,20 und 3,60 Metern getestet. Das Trägerfahrzeug der KN-08 hat eine Spurweite von 3,35 Metern.

Gleichfalls beschleunigt fertiggestellt wird eine große Militärbasis rund 60 Kilometer nördlich Pjöngjangs, deren Bau jahrelang nur sehr langsam voranging. Die Basis verfügt über einen Triebwerksteststand und mehrere rund zehn Meter breite Bunkertore zu einem Depot unter einem Berg. Die Bunkerzufahrten haben Kurven mit einem Radius von 20 Metern und mehr.

Kim Jong-un läßt Raketen so oft testen wie keiner seiner beiden Amtsvorgänger.

In einem offiziellen Kommentar der nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA hat das Regime am 14. Januar die Vorstellung zurückgewiesen, Nordkorea sei nur ein Chip im chinesisch-amerikanischen Pokerspiel.

Die Volksrepublik Korea, hieß es in dem Text, sei „kein zwischen den Großmächten eingepferchtes Gebilde“. Dank ihres „behüteten nuklearen Gerechtigkeitsschwerts“ sei sie vielmehr eine Macht, die „ganz vorn als strategisches Bollwerk die Lage in einer Region mitbestimmen kann, in der die Interessen der Großmächte sich kreuzen“.

Das war ein kaum verhüllter Aufruf an Peking, Moskau und auch an die USA, daß Nordkorea als potenzieller Verbündeter durchaus nützlich sein könne. Kims unausgesprochene Zusatzfrage lautet:

  • Und was bietet ihr mir dafür?
  • Wer zahlt mir am meisten dafür, in Pekings Nachbarschaft einen Atomwaffenstaat auf seiner Seite zu haben?

Ein Schelm, wer dabei an Trump denkt – der gerade im Begriff ist, China zu Amerikas größtem Rivalen zu erklären.

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13 responses to “Kim: „Niemand würde überleben!“ Mehr als nur eine Propagandamasche?”

  1. Weiß der BND das auch ? says :

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-ist-praesident-der-usa-a-1131019.html

    Donald Trump ist als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika vereidigt worden. Er kündigte an, den islamischen Terrorismus „vom Antlitz der Erde zu tilgen“.

    Das ist leicht. Da braucht er nur den Geheimdiensten zu sagen, sie sollen damit aufhören.

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  2. Soon afterwards on the moon, booth Israel and North Korea. says :

    Kim Jong-un läßt Raketen so oft testen wie keiner seiner beiden Amtsvorgänger.

    Viele Koreaner würden es begrüßen, das Staatsoberhaupt auf den Mond zu schießen.

    http://www.express.co.uk/news/world/696867/kim-jong-un-plant-flag-moon-space-programme-hyon-kwang-il

    Ist Nord-Korea fester Bestandteil Israels Samson-Option ?

    https://www.quora.com/Who-has-the-better-military-North-Korea-or-Israel-Who-would-win-in-a-war

    Friendship Pins with the flags of Israel and North-Korea. Order now !

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    • Schlau Meir says :

      Kim hatte einem solchen „Koreaner“ schon einmal eine Startrampe für den Flug zum Mond gebaut. Etwa vor einem Jahr.

      Der Verteidigungsminister von Nord-Korea wollte unbedingt the first Korean on the moon sein.

      Kim hatte alle Hochrangigen zu diesem Ereignis einbestellt. Dann wurde das Flakfeuer auf den Verteidigungsminister eröffnet. Anders als die Mondlandungslüge der Amerikaner in der Area52 war dieser Flug ein voller Erfolg.

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    • Schlau Meir says :

      https://en.m.wikipedia.org/wiki/Israel%E2%80%93North_Korea_relations
      Sogar Wikipedia (allerdings Englische Sprache) gibt hier die blogkonforme Auffassung von Nord-Korea wieder.

      Kim unterstützt wie der insofern antiisraelische Blog die Palästinenser.

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      • Cicero da capo says :

        http://cicero.de/weltbuehne/trump-und-der-nahe-osten-die-ampel-steht-auf-dunkelrot

        US-Botschafter Traumkandidat der israelischen Rechten
        Da passt die Wahl des neuen US-Botschafters David Friedman nahtlos ins Bild. Friedman ist kein Karrierediplomat, er wurde von Trump demonstrativ ausgesucht. Seine bisherige Funktion ist praktisch Programm dafür, wohin die Reise gehen soll. Er ist der Präsident der Spendensammelorganisation Bet El. Seine Rhetorik ist eindeutig: Obama ist für ihn ein Antisemit. Amerikanische Juden, die Israels Siedlungspolitik kritisieren, sind schlimmer als „Kapos“, wie die Nazi-Hilfskräfte in den KZs genannt wurden. Bet El ist eine jüdische Siedlung vor den Toren Ramallahs, dem Sitz der palästinensischen Autonomiebehörde, und gilt als besonders provokativ in dem eh schon schwelenden Siedlungsbau-Konflikt.

        Also, wenn Cicero oder der Schauspieler nur halbwegs glaubwürdig sind, würde es schlecht für die Palästinenser aussehen, aber das glaube ich nicht.
        Cicero klingt doch jetzt irgendwie nach dem Rittergut von Götz Kubitschek.

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      • Der größte aller nationalbolschewistischen Vordenker des III. Weges. says :

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      • Münkler für Rotary says :

        Der III. Weg versteht sich selbst ideologisch als „nationalrevolutionär“ und knüpft teilweise an die Programmatik des sogenannten „linken“ Flügels der NSDAP um die Brüder Strasser an. Aus dieser Ideologie heraus sagte Armstroff bei einem Aufmarsch in Plauen im Mai 2014: „Kapitalistische Unternehmer […] stellen die Deutschen auf das Abstellgleis der Langzeitarbeitslosigkeit und gieren nach frischem Ausländerblut.“ Auf dem Bundesparteitag 2014 rief er dazu auf, Flugblattaktionen vor Flüchtlingsunterkünften zu starten und die Bevölkerung gegen Ausländer zu agitieren. Die Partei stellt sich ausdrücklich gegen christliche Werte, die durch eine „heidnisch-germanische“ Esoterik der Artgemeinschaft ersetzt werden soll.

        Und immer mit dem Rotary-Zahnrad.

        Zum Beispiel waren es Rotary Kontakte, die auf die Überschwemmungen zu Weihnachten in Malaysia aufmerksam machten und die das Hilfsteam dem Premierminister des Landes vorstellten. Shelter Box ist auch eine der wenigen westlichen Organisationen,die in Nordkorea operieren, hauptsächlich durch einen Rotary Kontakt in Shanghai. Rotarier in Jordanien haben wesentlich die Hilfe für syrischen Flüchtlingen unterstützt, und im Mai 2014 waren lokale Rotarier mit dabei, die von Fluten heimgesuchten Familien in isolierten Teilen Serbiens zu erreichen. Diese Liste gemeinsamer Aktivitäten lässt sich noch beliebig verlängern.

        https://rotary.de/kultur/einblicke-in-ein-verstoerendes-land-a-6295.html

        ROTARY CLUB RAMALLAH WECKT HOFFNUNG

        MITTEN IN DEN ISRAELISCH-PALLASTINENSISCHEN WIRREN SORGT DER ERSTE ROTARY CLUB IN PALÄSTINA FÜR ZUVERSICHT.

        http://www.rotary.ch/index.php?id=44&L=de&tx_ttnews%5Bpointer%5D=7&tx_ttnews%5Btt_news%5D=133&tx_ttnews%5BbackPid%5D=7&cHash=2d9fdf09bbccd4e2b92c51cb19504603

        Rotary is a Masonic Jewish organization of business and professional leaders that claims to provide humanitarian service to improve human relations, encouraging high ethical standards in all vocations and building goodwill and peace in the world.

        https://www.islamweb.net/en/article/165651/the-truth-about-rotary-international-i

        Münkler schreibt auch für Rotary:

        https://rotary.de/gesellschaft/steht-europa-an-der-schwelle-zu-einem-neuen-kalten-krieg-a-6896.html

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        • Schlau Meir says :

          Die Lektüre des Münkler-Textes disqualifiziert sich bereits durch den kursiv gesetzten Vorspann. Darin kommt die Gulag-Qualifizierungsphrase „Annexion der Krim“ vor. Sobald die Russen in Berlin sind, findet sich der Lehrstuhl Münklers als Leerstuhl wieder. Der hat nicht nur nicht alle Tassen mehr im Schrank, sondern braucht Stalins Spezialrezept für staatsfeindliche Propaganda (25 Jahre Umerziehung).

          #münklerwatch oder #muenklerwatch folgt dem kruden Schriftsteller auf das Wort. Der Dummgradfreimaurer macht sich im Nebenberuf die Taschen voll durch Sprechblasenproduktion an der Berliner Humboldt Universität.

          Niemand soll sich darüber beklagen können, in einem Willkür-Gebilde zu leben. Deswegen lernt der Betreffende durch die Umstände, welche Phrasen „Killerphrasen“ sind.

          Eigentlich auch für verfolgte Isrealis ein lobenswertes Konzept, das Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinn behandelt.

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      • Fremde Heere Ost : Einmal Moskau und zurück. says :

        Alexander Dugin – „Wir müssen Europa erobern, eingliedern und anschließen!“

        Europa soll sich Russland anschließen und damit wäre Russland automatisch Europa. Know How würde Russland nicht durch die eigenen Fähigkeiten erwerben, sondern dadurch, dass es sich Technologien von den anderen Europäern einfach nimmt.

        https://www.nzz.ch/heideggers-russische-sendung-1.12675975

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