Lokführer krank: Eurobahn streicht Züge in NRW

Fahrgäste steigen in einen Zug der Eurobahn

Fahrgäste steigen in einen Zug der Eurobahn

Die Eurobahn streicht in NRW seit Dienstag (27.12.2016) einzelne Zugverbindungen.

Der Grund sind nach Angaben des Unternehmens „mehrere erkrankte Lokführer“.

Betroffen von den Zugausfällen sind fünf Strecken: Dortmund-Soest; Münster-Hamm-Bielefeld; Münster-Hamm-Paderborn-Warburg; Münster-Warendorf-Bielefeld sowie die Strecke Bielefeld-Rahden.

  • Zwischen Bielefeld und Hamm und zwischen Münster und Bielefeld fallen wochentags jeweils drei Verbindungen pro Richtung aus.

Zwischen Dortmund und Soest fährt die Eurobahn statt jede halbe Stunde nur noch stündlich

Der geänderte Fahrplan gilt vorerst bis zum 7. Januar 2017. Teilweise fahren ersatzweise Busse. Mitunter gibt es auch die Möglichkeit, auf andere Züge auszuweichen.

  • Der Grund für den Sonderfahrplan dürfte den Kunden bekannt vorkommen: Das private Bahnunternehmen spricht von einem ungewöhnlich hohen Krankenstand, und zwar schon seit Oktober.

Seitdem gibt es bei der Eurobahn Verspätungen und Ausfälle. Die Muttergesellschaft der Eurobahn, Keolis, kündigte ab dem kommenden Jahr Verbesserungen an. Man habe bereits neue Mitarbeiter eingestellt, um zukünftig Ausfälle und Verspätungen zu vermeiden.

NWL: „Das kostet die Eurobahn richtig Geld“

„Diese angekündigte Abweichung vom Regelfahrplan stellt einen klaren Verstoß gegen den Verkehrsvertrag dar und wird deshalb von uns auch sanktioniert, das heißt, das kostet die Eurobahn richtig Geld“, sagte Uli Beele vom zuständigen Nahverkehrsverband Westfalen-Lippe.

Der Verband hat schon mehrfach mit Konsequenzen gedroht und schließt auch eine Kündigung der Verträge nicht aus.

Die Bahngewerkschaften machen unterdessen auch die Verkehrsverbünde, wie den VRR, für die derzeitige Situation verantwortlich. Sie vergeben die Bahnstrecken für mehrere Jahre an einzelne Unternehmen.

In den vergangenen Jahren hätten sie bei der Vergabe zu sehr auf den Preis geschaut und nicht, ob die Unternehmen auch genügend Lokführer hätten, kritisieren die Gewerkschaften.

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