„Adieu, rote Flagge. Du warst uns Feind und Bruder“ Ende der Sowjetunion

Gorbatschow 1991: Wie die

Vor 25 Jahren trat Michail Gorbatschow als sowjetischer Staatschef zurück. Der Reformer wurde selbst vom Wandel überrollt. Das rote Weltreich zerfiel im Chaos, viele Russen empfinden das heute als Demütigung.

Vor 25 Jahren trat Michail Gorbatschow als sowjetischer Staatschef zurück. Der Reformer wurde selbst vom Wandel überrollt. Das rote Weltreich zerfiel im Chaos, viele Russen empfinden das heute als Demütigung.

„Steht ein vergeßlicher Herr mit leerer Tüte vor einem Geschäft
und fragt sich, ob er nun gerade im Begriff war, den Laden zu betreten, oder ob er bereits auf dem Rückweg von seinem Einkauf ist.“
(Beliebter Witz in der Sowjetunion, 1991)

Wie datiert man den Todeszeitpunkt eines Landes?

Mit Lüge und Betrug wie beim „Untergang des Deutschen Reichs?

Küßchen, Küßchen: Junge Frauen liebkosen nach dem Ende des Augustputsches 1991 einen gleichaltrigen Uniformierten. Eine Aufnahme von Daniel Biskup: Wie kein Zweiter dokumentierte der Augsburger Fotograf den Zerfall der Sowjetunion. Mit seinen Bildern erinnert er an den einstigen Freiheitsdrang der Russen und erklärt den Aufstieg von Putins autoritärem Regime

 Wie stirbt eine Weltmacht? Das Herz eines neuen Staats, wann schlägt es zum ersten Mal?

Kein Jubel liegt über Moskaus Rotem Platz, als die Sowjetunion am 25. Dezember 1991 ihren letzten Atemzug tut. Kein Protest, nur naßkalte Winterluft und wenig Schnee.

Der triste Alltag hat die Menschen im Griff, in Moskau regiert der Mangel.

Das Ende des Imperiums

Thomas Vogel, Thomas Kunze. Das Ende des Imperiums Was aus den Staaten der Sowjetunion wurde

Fleisch ist in Hunderten Geschäften ausgegangen, melden die Zeitungen, Zucker wird rationiert.

Die Frachtflugzeuge, die sonst Nachschub bringen, bleiben am Boden, es fehlt Kerosin.

Am Flughafen Scheremetjewo landen Maschinen aus den USA, mit Essensrationen der U.S.-ARMY, übrig geblieben vom Golfkrieg.

Generation Putin

Benjamin Bidder: Generation Putin

Präsident ohne Land

Am Abend schaltet das Staatsfernsehen zu einer Sondersendung in den Kreml. Arbeitszimmer Nummer vier ist eine detailgetreue Nachbildung des echten Büros des Staatsoberhaupts, aber geräumiger und für TV-Auftritte besser geeignet. Die Wände sind bespannt mit grünem Damast, das Pult mit den Telefonen ist eine Attrappe. Hinter dem schmucklosen Schreibtisch: Michail Gorbatschow, 60, letztes Staatsoberhaupt der UdSSR. Ein Reformer, der selbst vom Wandel überrollt wurde.

 Heiß und fettig:  In St. Petersburg stehen Menschen für die Wiener Super-Wurst...

Heiß und fettig: In St. Petersburg stehen Menschen für die Wiener Super-Wurst an – eine der Super-Segnungen der neuen Marktwirtschaft (aufgenommen im Jahr 1992).

Die alte Planwirtschaft ist zusammengebrochen, noch bevor die neue Marktwirtschaft auch nur annähernd zu funktionieren begonnen hat.

Der Ölpreis ist seit Beginn der 80er Jahre um 2/3 gefallen, die Sowjetunion hat ihre wichtigste Einnahmequelle verloren.

Russland nach dem Ende der Sowjetunion

Rußland nach dem Ende der Sowjetunion, von Tanja Wagensohn

„Fleisch erreicht Odessa“, schreibt in jenen Tagen das Massenblatt Komsomolskaja Prawda, und die Zeitung Prawda: „Kein Brot in Krasnojarsk“.

 Schöne neue Pornowelt:  Kritisch beäugt eine Passantin diesen

Schöne neue Pornowelt: Kritisch beäugt eine Passantin diesen „Sex-Hit“, den der Verkäufer auf dem Moskauer Puschkin-Platz stolz in die Kamera hält. Aufgenommen 1992.

„Liebe Landsleute“, setzt Gorbatschow an zur letzten Rede, „das Schicksal hat es so gewollt, daß ich das Steuer des Landes übernahm, als es um den Staat bereits schlecht bestellt war.“

Als „leader without a country“, Herrscher ohne Land, hat ihn das „Time“-Magazin zwei Tage zuvor bezeichnet. Seine Macht reicht kaum noch über die roten Mauern des Kreml hinaus.

 Selbstversorger:  Bewohner von St. Petersburg beim Eisangeln auf der...

Selbstversorger: Bewohner von St. Petersburg beim Eisangeln auf der zugefrorenen Newa (Aufnahme von 1992). Der hohe Schwermetall-Gehalt in den kleinen Fischen scheint sie nicht abzuschrecken.

Boris Jelzin wartet auf die Machtübernahme vom Tschemodantschik

  • Die Präsidenten der Teilrepubliken haben Gorbatschow kaltgestellt, angeführt von seinem Rivalen Boris Jelzin, der seit Juni 1991 den Titel „Präsident der Russischen Sowjetrepublik“ trägt.
  • Jelzin wartet ungeduldig darauf, Gorbatschows Platz zu übernehmen – ebenso auf den Tschemodantschik, den Koffer, dessen Besitzer einen Nuklearschlag autorisieren kann.
Der Putsch gegen Gorbatschow und das Ende der Sowjetunion

Ignaz Lozo- Der Putsch gegen Gorbatschow und das Ende der Sowjetunion

Gorbatschow verliest eine Erklärung, zugleich Rücktritt, Rechtfertigung und Mahnung:

„Von allem haben wir reichlich: Land, Öl und Gas, und auch mit Verstand und Talent hat uns Gott bedacht, doch leben wir viel schlechter als die entwickelten Länder, bleiben hinter ihnen immer weiter zurück. Der Grund dafür ist klar, die Gesellschaft erstickte im bürokratischen Kommandosystem. Sie war verdammt, einer Ideologie zu dienen und die schreckliche Last des Wettrüstens zu tragen. Ich habe verstanden, daß es in diesem Land schwierig, ja sogar riskant sein würde, Reformen zu wagen. Die Gesellschaft hat die Freiheit bekommen. Das ist die wichtigste Errungenschaft, auch wenn wir dies bisher noch nicht realisieren konnten. Wir haben nicht gelernt, mit der Freiheit umzugehen.“

 Mamma mia!  Posen statt putschen - während des Staatsstreichs im August 1991...

Mamma mia! Posen statt putschen – während des Staatsstreichs im August 1991 veranstalten die Eigentümer des ersten italienischen Restaurants in Moskau eine Misswahl.

Als Gorbatschow den grünen Ordner mit dem Redetext zuklappt, tritt mit ihm die Sowjetunion ab von der Bühne der Weltgeschichte.

Gorbatschows Rücktritt: Für dieses Bild erhielt AP-Fotograf Liu Heung Shing den Pulitzer-Preis

Als Gorbatschow den grünen Ordner mit dem Redetext zuklappt, tritt mit ihm die Sowjetunion ab von der Bühne der Weltgeschichte.

  • Binnen weniger Stunden erkennen die USA die Unabhängigkeit der Ukraine an.
  • Dafür hatten sich mehr als 90 Prozent der Ukrainer bei einem Referendum wenige Wochen zuvor ausgesprochen.
  • Auf der Halbinsel Krim waren 54 Prozent dafür.
 Trauer nach dem Staatsstreich:  Am 24. August 1991 gedachten die Menschen auf...

Trauer nach dem Staatsstreich: Am 24. August 1991 gedachten die Menschen auf dem Manege-Platz in Moskau der drei Todesopfer des Putsches.

Noch am selben Abend nimmt Jelzin das Kontrollsystem der strategischen Raketenstreitkräfte Moskaus in Empfang.

Zwei schweigsame Offiziere hatten Gorbatschow jahrelang auf Schritt und Tritt mit dem Koffer begleitet. Sie wachten darüber, daß der Tschemodantschik stets in seiner Reichweite war.

Fortan dienen sie einem neuen Herrn: Jelzin übernimmt das Oberkommando über Russlands Atomarsenal. Auf der anderen Seite des Globus dreht die Redaktion des Fachblatts Bulletin of the Atomic Scientists seine Doomsday Clock auf 11:43 Uhr zurück. Die Uhr ist eine Mahnung: Sie soll der Weltöffentlichkeit die Gefahr eines Nuklearkriegs vor Augen führen. Als Gorbatschow 1985 in Moskau an die Macht kam, standen die Zeiger auf drei Minuten vor zwölf.

 Vom Sockel gestoßen:  Im August 1991 demontierten Putschisten die Bronzestatue...

Vom Sockel gestoßen: Im August 1991 demontierten Putschisten die Bronzestatue von Lenins Mitstreiter Jakow Swerdlow in Moskau. Der Altbolschewist wurde als Henker der Zarenfamilie verachtet.

Яков Михайлович Свердлов

Jakow Michailowitsch Swerdlow – Яков Михайлович Свердлов, * 22. Mai-jul./ 3. Juni 1885greg. in Nischni Nowgorod; † 16. März 1919 in Moskau) war ein jüdischer Revolutionär und führender Politiker der Partei der Bolschewiki sowie etwas mehr als ein Jahr Staatsoberhaupt Sowjetrußlands.

Яков Михайлович Свердлов stammte aus einer jüdischen Familie. Sein Großvater war der 1875 in Saratow registrierte Händler Israel Gauchmann. 1882 ließ sich sein Vater Michaim-Moshe Israelewitsch Gauchmann mit Ehefrau Elisabeth Solomonowna, aus dem Gouvernement Witebsk kommend, in Nischni Nowgorod unter dem Namen Moshe Swerdlow nieder. Nach der Geburt des Sohnes Jeschua-Salman Michailowitsch (1884) – dem späteren französischen General – wurde im Folgejahr Jakow Michailowitsch geboren.

Swerdlow stammte aus einer jüdischen Familie.

Sein Großvater war der 1875 in Saratow registrierte Händler Israel Gauchmann. 1882 ließ sich sein Vater Michaim-Moshe Israelewitsch Gauchmann mit Ehefrau Elisabeth Solomonowna, aus dem Gouvernement Witebsk kommend, in Nischni Nowgorod unter dem Namen Moshe Swerdlow nieder. Nach der Geburt des Sohnes Jeschua-Salman Michailowitsch (1884) – dem späteren französischen General – wurde im Folgejahr Jakow Michailowitsch geboren.

Vater Moshe Swerdlow betrieb drei kleine Unternehmungen: eine Gravur-Werkstatt, einen Verlag sowie eine Druckerei.

Jakow besuchte fünf Klassen eines Gymnasiums, wurde aber wegen revolutionärer Agitation verwiesen und vom Vater zur Ausbildung in eine Apotheke gegeben. Hier trat er 1901 in die Sozialdemokratische Arbeiterpartei Rußlands (SDAPR) ein und war neben seinem Beruf auch als Agitator in Kostroma, Jaroslawl, Kasan und weiteren Orten an der oberen und mittleren Wolga für die Partei unterwegs.

Gorbatschow muß sich einen Füller borgen

In Moskau steigen um 19:32 Uhr zwei Arbeiter aufs Kreml-Dach. Sie holen die rote Flagge vom Fahnenmast, nach sieben Jahrzehnten. Ein neues Banner wird über der goldenen Kuppel des Präsidentenpalasts gehisst, eine Trikolore in Weiß, Blau und Rot. Fast beiläufig wird die Welt so Zeuge der Wiedergeburt der neuen, alten Großmacht Rußland.

  • Sieben Jahrzehnte Kommunismus enden nicht mit einem Knall, sondern leise seufzend.
  • Die USA werden verehrt, nicht länger gehaßt.
  • In einer Umfrage eines Soziologen geben 80 Prozent der Russen an, von Amerika – eben noch Klassenfeind – hätten sie eine gute Meinung.

Das Gleichgewicht des nuklearen Schreckens ist Vergangenheit, damit der Ost-West-Konflikt. Und zwar für immer, davon ist damals nicht nur Gorbatschow fest überzeugt.

Daß die Russen sich an ihre Wende von 1991 mehrheitlich nicht als Befreiung erinnern, liegt auch an den Umständen.

In den 90ern bricht die Wirtschaftsleistung um bis zu 50 Prozent ein, weite Teile der Bevölkerung verarmen.

Bei vielen wächst Groll auf die neue Ordnung.

Auf welche Weise die Sowjetunion zerfiel, empfinden viele Russen rückblickend als demütigend. Am Ende hat Gorbatschow – immerhin noch Herr über rund 27.000 Nuklearsprengköpfe – nicht einmal einen funktionierenden Stift zur Hand, um seinen eigenen Rücktritt zu unterzeichnen.

Gorbatschow leiht sich den Füller des CNN-Reporters Tom Johnson.

Gorbatschow war angetreten mit dem Versprechen, die Sowjetunion als Weltmacht ins 21. Jahrhundert zu führen. Ins kollektive Gedächtnis der russischen Gesellschaft aber geht er ein als der Mann, der die UdSSR zu Grabe trug.

  • In Rußland schlägt ihm deshalb zum Teil offener Haß entgegen,
  • im Westen indes wird er auch dafür verehrt.

Beides sind im Grunde Mißverständnisse – die Ressentiments daheim wie der Gorbi-Kult im Ausland.

Gorbatschow wollte den Kalten Krieg beenden, auch das Wettrüsten und die Atomkriegsgefahr beseitigen.

Aber nicht die Sowjetunion.

Der im Westen für seine Perestroika-Politik geachtete Gorbatschow hatte bis zuletzt am Vertrag für eine neue Union gearbeitet. Er wartete auf Unterhändler aus der Ukraine. Sie kamen nie.

Seine Wut darüber kann man noch ein Vierteljahrhundert später spüren, wenn er Putins Aufnahme der Krim in die Russische Föderation nach dem Mehrheitsvotum durch die Volksabstimmung in der damaligen Ukraine verteidigt und die chronische Unzuverlässigkeit der Ukrainer geißelt.

Die neuen Umrisse Rußlands wurden auch geprägt durch Gorbatschows Rivalität zu Boris Jelzin. Bis zum Rücktritt hoffte Gorbatschow auf eine Erneuerung der Sowjetunion als Bundesstaat, der Schritt für Schritt demokratischer werden sollte.

Jelzin jedoch stand ihm unversöhnlich gegenüber.

  • Gorbatschow hatte seinen Widersacher erst als Moskaus Parteichef eingesetzt und
  • ihn 1987 wieder demontieren lassen.
  • Jelzin wurde aus einem Moskauer Krankenhausbett geholt, mit Medikamenten vollgestopft, vor dem Zentralkomitee der Kommunistischen Partei vier Stunden lang gedemütigt.

Eine Sekretärin beerdigt die Sowjetunion

Er vergaß das nie. In der Folge strebte er einen lockeren Staatenbund an, ohne mächtige Zentralregierung, ohne Gorbatschow.

  • Nach Gorbatschows Abschied aus dem Kreml trafen die beiden Rivalen nie wieder persönlich aufeinander.

Der Vertrag, mit dem Jelzin das Schicksal seines Widersachers und der Sowjetunion gleichermaßen besiegelte, kam kurios zustande.

  • Jelzin handelte das Papier Anfang Dezember 1991 ohne Gorbatschows Wissen mit den Präsidenten Weißrußlands und der Ukraine aus.
  • Da ihre Länder 1922 die Sowjetunion gegründet hatten, waren Jelzin, Stanislau Schuschkewitz und Leonid Krawtschuk der Auffassung, sie hätten auch das Recht, sie wieder aufzulösen.

Dafür trafen sie sich im äußersten Zipfel des sowjetischen Machtbereichs, an der Westgrenze Weißrusslands zu Polen. Der staatliche Jagdhof Wiskuli ist umgeben von einem dichten Urwald, durch den noch heute europäische Bisons streifen. Das Treffen der Republikpräsidenten war improvisiert und geheim. Jelzin fürchtete einen Angriff durch kommunistische Hardliner – oder dass Gorbatschow Spezialeinheiten des sowjetischen Geheimdienstes KGB in Marsch setzen könnte.

Der erste Vertragsentwurf wurde nachts handschriftlich notiert.

Am Morgen landete er im Mülleimer, eine Putzfrau hielt ihn für Abfall. An eine Schreibmaschine hatte niemand gedacht.

Eine eilig herbeigerufene Sekretärin tippte das Abkommen auf einer mitgebrachten DDR-Maschine der Marke Optima, die es auch mit kyrillischer Tastatur gab.

Jewgenija Pateitschuk wurde später in ihrem weißrussischen Heimatdorf Kamenjuki bekannt als „die Frau, die unsere Sowjetunion beerdigt hat“.

Zwei Faxgeräte hielten als Kopierer her.

  • Als die drei Präsidenten das Gründungsabkommen der „Gemeinschaft unabhängiger Staaten“ feierlich unterzeichnen wollten, hatten auch sie keinen Stift dabei
  • Und liehen sich den Kugelschreiber eines Journalisten.

Russen im Zwiespalt

In Rußland bleibt das Verhältnis zu diesen Ereignissen widersprüchlich. 1991 blickte das Land mit Hoffnung auf Marktwirtschaft, Demokratie und den Westen. Doch die neue Zeit brachte neben Freiheit auch Jahre der Not.

„Wenn Sie an einer Schlange vorbeikommen, stellen Sie sich an und schätzen Sie sich glücklich, irgendetwas Lohnendes wird es schon geben“, war einer der sarkastischen Ratschläge, die das Nachrichtenprogramm „Westi“ den Zuschauern Ende 1991 gab.

Und während in Berlin eine Mauer fiel, entstanden weiter im Osten andere neu: Millionen Russen fanden sich über Nacht jenseits der Grenzen des neuen Rußland wieder, im Baltikum, in Zentralasien und anderen Nachbarländern.

Als die rote Fahne am Dezemberabend 1991 über dem Kreml eingeholt wurde, löste das ambivalente Gefühle aus. Diesen Zwiespalt hat der Schriftsteller Jewgenij Jewtuschenko, Enkel eines unter Stalin verhafteten „Volksfeinds“ und selbst vom KGB „antisowjetischer Tätigkeit“ bezichtigt, in Gedichtform gefaßt.

Als Sohn eines Geologenehepaars wurde Евгений Александрович Евтушенко in einem abgelegenen Ort in Sibirien geboren und verbrachte seine frühe Kindheit bei seiner Großmutter im nahegelegenen Sima. Sein Vater, der deutschstämmige Alexander Rudolfowitsch Gangnus, dichtete selbst und vermittelte dem Jungen bereits früh seine Liebe zur Poesie.

Um Repressalien auf Grund des deutsch klingenden Namens zu vermeiden, sorgte die Großmutter dafür, dass Jewgeni den Geburtsnamen seiner Mutter erhielt; außerdem wurde das Geburtsdatum offiziell auf 1933 verlegt, um 1944 einen Umzug nach Moskau zu ermöglichen.

Yevtushenko was born Yevgeny Aleksandrovich Gangnus (he later took his mother’s last name, Yevtushenko) in the Irkutsk region of Siberia in a small town called Zima Junction on 18 July 1933 to a peasant family of noble descent. He has Russian, Baltic German, Ukrainian, Polish, Belarusian and Tatar roots. His maternal great-grandfather Joseph Baikovsky belonged to szlachta, while his wife was of Ukrainian descent. They were exiled to Siberia after a peasant rebellion headed by Joseph. One of their daughters – Maria Baikovskaya – married Ermolai Naumovich Yevtushenko who was of Belarusian descent. He served as a soldier in the Imperial army and as an officer in the Red Army during the Civil War. His paternal ancestors were Germans who moved to the Russian Empire in 1767. His grandfather Rudolph Gangus, a math teacher of Baltic German descent, married Anna Plotnikova of Russian nobility.

Er schrieb:

„Adieu, unsere rote Flagge. Du warst uns Feind und Bruder. Du warst Kamerad im Schützengraben, Hoffnung ganz Europas, aber auch der rote Vorhang, der den Gulag hinter sich verbarg.“

Dieser Text ist ein Auszug aus dem Buch „Generation Putin“

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5 responses to “„Adieu, rote Flagge. Du warst uns Feind und Bruder“ Ende der Sowjetunion”

  1. Der Deep-State auf dem Weihnachtsmarkt says :

    Den Judensumpf trockenlegen … Ja, aber den Judensumpf in Rußland auch.

    Zuerst zeichnet Dugin den Bogen zur Ermordung Kennedys. Wie Trump hatte auch Kennedy seinen Wählern versprochen, „den Sumpf trockenzulegen“, also den Deep State hinter der US-Regierung anzugreifen. Und genau wie damals Kennedy hat auch Trump sich bereits mit der Fed angelegt, was wohl, so mutmaßt Dugin, letztlich den Ausschlag zu seiner Ermordung gab – und letztlich stand Kennedy damals auch genauso für eine Entspannungspolitik gegenüber der UdSSR, so wie heute Trump für eine Entspannung in den Beziehungen zu Russland steht.
    Besonders wohltuend ist in den russischen Publikationen ja immer, dass dort die Fakten klar benannt werden. Gedankenkonstrukte, die im Westen als „Verschwörungstheorien“ lächerlich gemacht werden, werden dort ganz selbstverständlich von Journalisten aufgegriffen und für das Publikum aufbereitet. So wird zum Beispiel die Federal Reserve Bank original als „Fed (Rothschild)“ präsentiert, genauso wie die ganzen Wirren rund um die Ermordung Kennedys als ausgeklügelte Operation des US-Deep State dargestellt wird.

    https://www.contra-magazin.com/2016/11/putin-berater-alexander-dugin-warnt-vor-ermordung-trumps/?PageSpeed=noscript

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  2. Trump führt auch wieder Gespräche mit Taiwan. Die Krim gehört zu Rußland. says :

    Das neue Deutschland mischt sich ebenso in die Angelegenheiten Rußlands ein wie es die Juden Deutschlands mit Lenin getan haben.

    „Das neue Deutschland will sich überall einmischen. In Deutschland möchten anscheinend viele bei der neuen Teilung Europas mitmachen“. Amerika und der Nato warf Gorbatschow vor, die europäische Sicherheitsstruktur durch die Erweiterung des westlichen Verteidigungsbündnisses zerstört zu haben. „Kein Kremlchef kann so etwas ignorieren“. Zeitgleich seien die Gedankenspiele des Westens, Putin zu stürzen „saudumm und höchst gefährlich“. Putins Annexion der Krim verteidigte Gorbatschow indes – verurteilte aber den autoritären Führungsstil des Kremlchefs.



    „Nur durch Angst wird die Opposition von ihren Plänen ablassen“, sagte Alexander Saldostanow. Er ist Anführer des Motorradclubs „Nachtwölfe“ und in ganz Russland besser bekannt unter seinem Spitznamen „Chirurg“.

    Oleg Peschkow, der abgeschossene Pilot heißt ja ähnlich wie der:

    1941 traf Pechkoff in London General de Gaulle, der ihn mit wichtigen Missionen in Afrika und im Fernen Osten betraute, so als Chef der französischen Verbindungsmission bei der Alliierten Besatzungsmacht in Japan von 1946 bis 1950. Noch 1964 führte er Gespräche mit Chiang Kai-shek, dem Präsidenten der Republik China auf Taiwan.

    https://de.sputniknews.com/politik/20160522310031191-gorbatschow-rechtfertigt-krim-beitritt-zu-russland/

    https://de.sputniknews.com/politik/20160809312022041-gorbatschow-putin-erdogan-treffen-weltpolitik/

    http://www.focus.de/politik/videos/katastrophaler-vertrauensverlust-michail-gorbatschow-warnt-vor-atomkrieg-in-europa_id_4399882.html

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    • Schlau Meir says :


      Blumen für Nemzow: Trauernde gedenken dem gestorbenen russischen Politiker Boris Nemzow.


      Единая Россия

      Opposition ist definitiv das falsche Wort in Rußland. Vielmehr integriert die Politik Putins alle Russen in „Das Einige Rußland – Единая Россия“.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Einiges_Russland#Inhaltliches_Profil

      Die Partei stellt zur Zeit den Ministerpräsidenten Dmitri Medwedew. Dmitri Medwedew ist auch der Vorsitzende der Partei. Der russische Präsident Wladimir Putin ist kein Mitglied von Einiges Rußland. DIEPARTEI unterstützt jedoch den Kurs von Wladimir Putin.

      Einiges Rußland hat keine ausgeprägte Ideologie, sondern versammelt Politiker und Beamte mit unterschiedlichen politischen Positionen und Überzeugungen, die die Regierung unterstützen. Die Partei spricht in erster Linie unideologische Wähler an. Sie wird daher von Politikwissenschaftlern als Catch-all-Partei oder „Partei der Macht“ bezeichnet.

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      • Amorpher Stoßtrupp deutschbewußter Juden - wir gestalten die völkische Erneuerung says :

        https://de.wikipedia.org/wiki/Querfront

        Du hast ja schon öfter gezeigt, daß du dich nicht in einen echten Querfrontler/Querdenker hineinversetzen kannst. Putin und Schoepsi, der sich mit seiner Mischpoche bis Moses Mendelssohn zurückverfolgt, sowie Michael Vogt sind echte Querdenker. Wir sind der deutsche Stoßtrupp und warten nur auf die Vereinigung mit Putin und Dugin und dem russischen Stoßtrupp. Hells Angels und Nachtwölfe machen den Anfang.

        Hans-Joachim Schoeps engagierte sich zu Weimarer Zeit in der deutschnationalen Jugendbewegung. Mit dem „Deutschen Vortrupp – Gefolgschaft deutscher Juden“, gegründet Februar 1933, versuchte er, dem patriotisch empfindenden Judentum in Deutschland einen Raum zum Überleben und die Chance zum Mitgestalten der neuen Ordnung zu verschaffen, was an NS-Antisemiten scheiterte, aber auch vom Zionismus strikt bekämpft wurde. Schoeps führte den Verein, der dem Nationalsozialismus positiv gegenüberstand bis 1935. Schoeps schrieb in der Zeitschrift Der Vortrupp: „Der Nationalsozialismus rettet Deutschland vor dem Untergang; Deutschland erlebt heute seine völkische Erneuerung.“ Er forderte eine „Beschleunigung der unbedingt notwendigen Trennung von deutschen und undeutschen Juden sowie Erfassung aller deutschbewußten Juden unter einheitlicher autoritärer Führung bei möglichster Umgehung der alten Organisationen.“
        Er war als Privatlehrer und VHans-Joachim Schoeps engagierte sich zu Weimarer Zeit in der deutschnationalen Jugendbewegung. Mit dem „Deutschen Vortrupp – Gefolgschaft deutscher Juden“, gegründet Februar 1933, versuchte er, dem patriotisch empfindenden Judentum in Deutschland einen Raum zum Überleben und die Chance zum Mitgestalten der neuen Ordnung zu verschaffen, was an NS-Antisemiten scheiterte, aber auch vom Zionismus strikt bekämpft wurde. Schoeps führte den Verein, der dem Nationalsozialismus positiv gegenüberstand bis 1935. Schoeps schrieb in der Zeitschrift Der Vortrupp: „Der Nationalsozialismus rettet Deutschland vor dem Untergang; Deutschland erlebt heute seine völkische Erneuerung.“ Er forderte eine „Beschleunigung der unbedingt notwendigen Trennung von deutschen und undeutschen Juden sowie Erfassung aller deutschbewußten Juden unter einheitlicher autoritärer Führung bei möglichster Umgehung der alten Organisationen.“
        Er war als Privatlehrer und Verleger (Vortrupp-Verlag, Berlin) tätig und hielt Vorträge u. a. beim Reichsbund jüdischer Frontsoldaten. Aufgrund seiner Kontakte zu Ernst Niekisch und Otto Strasser wurde er unter Druck gesetzt.

        http://de.metapedia.org/wiki/Hans-Joachim_Schoeps

        https://de.wikipedia.org/wiki/Nationalbolschewismus

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