Zwei führende subkulturelle Lager im Brandenburger Gefängnis

Christian M. hatte sich in der JVA Brandenburg abfällig über den Rockerclub Hells Angels geäußert.

Christian M. hatte sich in der JVA Brandenburg abfällig über den Rockerclub Hells Angels geäußert. Das sollte er wiedergutmachen, indem er 5000 Euro zahlt und nach einem Freigang Drogen ins Gefängnis schmuggelt.

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Vor Ort im Knast Helmuth Markov, Justizminister in Brandenburg, spricht mit Häftlingen in der JVA Brandenburg an der Havel

Sonst könne es ihm dreckig gehen, so die deutliche Drohung anderer Insassen. Hilfe holte sich der Mann anschließend an interessanter Stelle.

Justizvollzugsanstalt Brandenburg, Zielplanung + Gundinstandsetzung Gesamtanstalt.Für die JVA BRB wurde im Jahr 2005/06 eine Zielplanung einschließlich der Bausubstanzerfassung des Bestandes erstellt. Ab 2007 wurden Bestandsgebäude unter energetischen, vollzuglichen + brandschutztechnischen Gesichtspunkten grundinstandgesetzt bzw. neu errichtet. Leistungszeit: 2005-2015 LPH: 2-8. Bauherr: BLB Regionalbereich Nord/West in Brandenburg a.d. Havel

Christian M. hatte eine „Klubschuld“. Denn der ehemalige Strafgefangene der JVA Brandenburg hatte sich im Knast abfällig über den Rockerclub Hells Angels geäußert.

  • Das sollte er wiedergutmachen, indem er 5.000 Euro zahlt und nach einem Freigang Drogen ins Gefängnis einschmuggelt
  • Sonst könnte es ihm dreckig gehen.
  • Versuchte Erpressung lautet der Vorwurf im aktuellen Strafverfahren gegen Marvin S. vor dem Schöffengericht Brandenburg.
Der brandenburgische Justizminister Helmuth Markov  unterhält sich  mit einem Gefangenem in der Ausbildungsstätte.

Helmuth Markov, Justizminister in Brandenburg, spricht mit einem Häftling in der JVA Brandenburg an der Havel

Zum 20-jährigen Jubiläum der Ausbildungsmöglichkeiten erhielten die Strafgefangenen in Brandenburg gestern hohen Besuch. Justizminister Helmuth Markov (Linke) war nach Brandenburg gekommen, und lobte die Ausbildung in den höchsten Tönen.

„Wer hier mitmacht, der kann hinterher eine Arbeit gut ausführen“, sagte Markov. „Ich hoffe, Sie alle nie wieder hier zu sehen.“

Das Rockermilieu und die Subkulturen in der JVA Brandenburg bilden den Hintergrund des am Dienstag begonnenen Gerichtsprozesses gegen Marvin S.

Brandenburg Eingang. Brandenburgischer Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen

Der junge Mann, der den Hells Angels nahesteht, soll versucht haben, im Sommer 2013 seinen damaligen Mitgefangenen Christian M. erpreßt zu haben. Der Angeklagte bestreitet diesen Vorwurf, äußert sich aber ansonsten bisher nicht zur Sache.

Im Prozeß geht es um Subkulturen und das Rockermilieu

Im Prozeß geht es um Subkulturen und das Rockermilieu

Christian M. war im Sommer 2013 bereits Freigänger, stand also relativ kurz vor der Haftentlassung. Dennoch kehrte er am 22. August nicht wie gefordert von seinem Freigang ins Gefängnis zurück. Erst sechs Wochen später klopfte er an der Gefängnistür.

Gegenüber der Polizei und dem JVA-Personal begründete er sein Untertauchen mit seiner Angst vor Marvin S. Der habe ihm übel genommen, dass er sich abfällig über die Hells Angels äußerte, die nichts könnten außer mit Waffen und Drogen zu tun zu haben. Für diese Äußerungen wollte Marvin S. ihn der Anklage zufolge büßen lassen.

Der mehrfach vorbestrafte Mann ist offenbar eng mit Rayk F. (46) befreundet, einem führenden Rocker der Berliner Hells Angels, mit dem Marvin S. sogar eine Zeit lang die Gefängniszelle teilte.

Marvin S. soll Christian M. aufgefordert haben, 5.000 Euro Genugtuung zu beschaffen und 50 Gramm Cannabis bei seiner Rückkehr in den Knast einzuschmuggeln.

Die Angst vor Marvin S.

Marvin S. soll Christian M. aufgefordert haben, 5.000 Euro Genugtuung zu beschaffen und 50 Gramm Cannabis bei seiner Rückkehr in den Knast einzuschmuggeln.

Um den Forderung Nachdruck zu verleihen, versetzte der Rockerfreund seinem Mitgefangenen angeblich ein paar Schläge ins Gesicht.

Christian M. soll es dadurch mit der Angst um sich, seine Freundin und seine Familie bekommen haben, so daß er sich nicht traute, aus seinem Knasturlaub zurückzukehren.

Als er es doch tat, vertraute er sich aber nicht nur der Justiz an, sondern zwei Großkaliber-Gefangenen der JVA: den berüchtigten „Störchen“, über deren Begünstigung Ex-Justizminister Volkmar Schöneburg (Linke) vor gut zwei Jahren gestürzt ist.

M. bekam es mit der Angst zu tun

Christian M. stellte sich unter den Schutz der beiden in der Knasthierarchie weit oben stehenden Schwerverbrecher Detlef W. und René N.

Die Hilfe der Justiz war ihm fortan offenbar zweitrangig.

Wie leitende JVA-Beamte am Dienstag im Gerichtsprozeß sagten, gab es zwei führende subkulturelle Lager im Brandenburger Gefängnis.

  • Der angeklagte Marvin S. und seine Leute standen auf der einen Seite und die inzwischen miteinander verheirateten „Störche“, die nun beide den Familiennamen von René N. tragen, auf der anderen.

Das Schöffengericht versucht mit weiteren Zeugen in einem zweiten Prozeßtermin am 12. April zu klären, ob Marvin S. seinen Mitgefangenen tatsächlich unter Druck gesetzt hat.

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One response to “Zwei führende subkulturelle Lager im Brandenburger Gefängnis”

  1. Großer Judentreff in Brandenburg says :

    Ja, das finde ich schön. Trifft man da auch den Juden Schröder und den Juden Putin ?

    Gefällt mir

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