Archive | 24. Dezember 2016

JAHRGANG 1899. Mit rohen Eiern, Fleisch und Speck uralt werden

Susannah Mushatt Jones ist 115 Jahre alt. Ihre Nichte (l.) kümmert sich um sie

Susannah Mushatt Jones ist 115 Jahre alt. Ihre Nichte (l.) kümmert sich um sie

Gesunde Ernährung? Sport? Emma Morano und Susannah Mushatt Jones leben nach ihren eigenen Regeln – seit 115 Jahren.

Sie sind die wahrscheinlich letzten Menschen, die im 19. Jahrhundert geboren wurden.

Emma Morano wird im November 116 Jahre alt. Nachts stibitzt sie gern Kekse vom Tisch in ihrem Wohnzimmer

Emma Morano wird im November 116 Jahre alt. Nachts stibitzt sie gern Kekse vom Tisch in ihrem Wohnzimmer

Obst, Gemüse und literweise Wasser: angeblich ein unschlagbares Rezept, um gesund zu altern.

Die beiden letzten Menschen, die noch im 19. Jahrhundert geboren wurden, widerlegen diese Theorie.

Emma Morano ißt seit ihrer Kindheit tägliche rohe Eier und neuerdings Steak, ihre amerikanische Altersgenossin Susannah Mushatt Jones frühstückt eine große Portion Eier mit Speck.

115 Jahre alt sind die beiden jetzt. Für ihre Ärzte sind sie Phänomene.

  • Als Morano und Jones geboren wurden, war das Penizillin noch nicht entdeckt worden und
  • Elektrizität eine sensationelle Neuheit.
  • Die beiden erlebten die Zerstörungskraft von zwei Weltkriegen,
  • den Aufstieg und Fall der Faschisten,
  • die ersten Polio-Impfungen und
  • schließlich den ersten „schwarzen Präsidenten“ der Vereinigten Staaten.

Emma Morano kam am 29. November 1899 in Italien auf die Welt. Sie lebt allein, seit sie ihren prügelnden Ehemann 1938 verließ. Heute wohnt sie in einer hübschen Ein-Zimmer-Wohnung in Verbania im Norden des Landes.

Das ganze Dorf kümmert sich um sie: Der Bürgermeister hat ihr einen Fernseher geschenkt, ihre Nichte sieht zweimal am Tag nach ihr und ihr Arzt, der sie schon seit mehr als 25 Jahren behandelt, kommt ebenfalls regelmäßig vorbei. Nicht, daß es nötig wäre, denn die alte Dame ist bei guter Gesundheit.

Carlo Bava ist Emma Moranos Hausarzt. Angesichts ihrer Ernährung rätselt der Mediziner, wie sie so alt werden konnte

Carlo Bava ist Emma Moranos Hausarzt. Angesichts ihrer Ernährung rätselt der Mediziner, wie sie so alt werden konnte

Sie schreibt ihr langes Leben ihrer ungewöhnlichen Ernährung zu.

Drei rohe Eier ißt sie jeden Tag, seit sie in ihrer Kindheit eher kränklich war. Heute sind es noch zwei Eier und 150 Gramm blutiges Steak, um eine Blutarmut zu verhindern.

„Sie ist ein Phänomen“

„Mein Vater brachte mich damals zum Arzt, und der sagte: ‚So ein hübsches Mädchen. Wenn Du zwei Tage später gekommen wärst, hätte ich dich nicht retten können.‘ Er sagte, ich solle zwei oder drei rohe Eier pro Tag essen, also habe ich zwei Eier pro Tag gegessen.“

Ihr aktueller Hausarzt Carlo Bava glaubt aber auch an eine genetische Komponente.

„Aus streng medizinischer und wissenschaftlicher Sicht kann sie als Phänomen betrachtet werden“, sagt er über seine Patientin.

Morano nehme keine Medikamente ein und sei seit Jahren gesund.

  • Moranos Schwester, die Bava ebenfalls behandelte, wurde 97 Jahre alt.
  • Gerontologen an der Universität von Mailand studieren Morano und einige andere Italiener, die mehr als 105 Jahre alt sind. Sie wollen dem Geheimnis ihres langen Lebens auf die Spur kommen.

„Emma widerspricht allen Richtlinien für eine korrekte Ernährung: Sie hat immer gegessen, was sie wollte, und ihr Speiseplan wiederholt sich ständig“, sagt Bava. „Jahrelang hat sie jeden Tag das Gleiche gegessen, nicht viel Obst oder Gemüse.“

Bei einem Besuch kürzlich zeigte sich die alte Dame äußerst lebhaft. Sie stimmte ein Lied aus den 30er-Jahren an, „Parlami d’amore Mariu“, erzählte, wie sie mit ihrer schönen Singstimme damals die Männer begeisterte.

Ihr Arzt sieht noch andere Gründe für ihr langes Leben: ihre positive Einstellung und ihre Sturheit. Und auch wenn sie sich nur noch schwer bewegen kann, schlecht sieht und kaum noch hört, so ist sie dennoch offenbar auch nachts aktiv.

„Ihre Nichte und ich lassen abends Kekse und Schokolade auf dem Küchentisch liegen“, erzählt Bava. „Und morgens sind sie weg, was bedeutet, daß nachts jemand aufgestanden ist und sie gegessen hat.“

„Speck macht alles besser“

In Brooklyn, New York, hat Susannah Mushatt Jones wie Morano viel Kontakt zu ihrer Familie, auch wenn sie seit mehr als drei Jahrzehnten in einer Seniorenwohnanlage lebt.

  • Jones folgt jeden Tag einer strikten Routine: Sie steht gegen 09.00 Uhr auf,
  • nimmt ein Bad und
  • frühstückt dann mehrere Scheiben Speck, Rührei und Maisgrütze.

Ihre Familie erzählt, sie verbringe ihre Tage damit, über ihr Leben nachzudenken. Ihr Wohnzimmer ist dekoriert mit Familienfotos und Geburtstagskarten, die Kinder aus der Nachbarschaft für sie gebastelt haben.

Jones, die meist einen gelben Turban und ein Nachthemd trägt, blickt von ihrem Liegesessel auf ihre kleine Welt: Poster von früheren Geburtstagsfeiern, Briefe von Lokalpolitikern und sogar ein Gruß von US-Präsident Barack Obama.

Auf einem Schild in der Küche steht „Speck macht alles besser“.

Als eines von elf Kindern wurde sie in Montgomery, Alabama, geboren. Dort schloß sie 1922 die Highschool ab und arbeitete danach in der Landwirtschaft. Ein Jahr hielt sie das aus, dann begann sie, als Kindermädchen zu jobben, zuerst in New Jersey, später in New York.

„Sie liebte Kinder“, erzählt ihre Nichte Lois Judge, auch wenn sie selbst keine bekommen habe und auch nur kurz verheiratet gewesen sei.

Ihre Angehörigen sagen, es gebe keinen medizinischen Grund für ihr langes Leben, nur die Liebe zu ihrer Familie und ihre Großzügigkeit gegenüber anderen. In New York rief Jones gemeinsam mit anderen ein Stipendium ins Leben, mit dem junge schwarze Frauen studieren konnten. Und bis zum Alter von 106 Jahren war sie noch aktiv in der Nachbarschaftswache ihres Apartmenthauses. Nur der Blutdruck macht ihr zu schaffen. Heute kommt ein Arzt trotz ihres hohen Alters nur alle vier Monate vorbei. Jones nimmt Medikamente gegen Bluthochdruck und jeden Tag ein Multivitamin. Abgesehen davon ist sie seit Jahren gesund.

Vor 15 Jahren verlor sie ihr Augenlicht wegen des grünen Stars und hören kann sie nicht mehr gut.

Nächste Woche wird Jones 116. Ihre Familie plant eine große Feier für sie.

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7.250 kg, 580 PS

Mit Vollgas raste ein Attentäter in die Fußgänger-Massen des Weihnachtsmarkts bei der Berliner Gedächtniskirche.

Die Waffe des Terroristen: ein Scania-Truck mit 580 PS, der Lkw ist ohne Sattelauflieger und somit ohne Zuladung 7.250 Kilo schwer.

Der Anschlag in Berlin erinnerte sofort an die Todesfahrt in Nizza am 14. Juli dieses Jahres – und an die erschütternde Wahnsinnsfahrt eines gebürtigen Bosniers durch die Grazer Innenstadt am 20. Juni 2015: Erneut tötete ein Attentäter mit einem Fahrzeug als Waffe, so wie dies islamistische Hassprediger wiederholt per Videobotschaften ihren längst nach Europa eingesickerten „einsamen Wölfen“ befohlen hatten.

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#Breitscheidplatz immer absurder… Teil einer psychologischen Kriegsführung

#Breitscheidplatz Wurde der Ausweis mit Absicht hinterlassen?

Als Teil einer psychologischen Kriegsführung könnte der Attentäter vom Berliner Weihnachtsmarkt seine Papiere am Tatort zurückgelassen lassen.

Der Kulturwissenschaftler Thomas Macho hält diese These für plausibel und warnt vor falschen Vorbildern.

  • Der Attentäter von Berlin hinterließ Duldungspapiere unter dem Sitz des LKW.
  • Ob es seine eigenen oder die eines anderen waren, ob er es versehentlich oder absichtlich tat, darüber rätseln seitdem Öffentlichkeit wie Ermittler.
  • Eine interessante These präsentierte nun der Psychologieprofessor Jan Kizilhan von der Duale Hochschule Villingen-Schwenningen im ARD-Politikmagazin Report München.

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