„Deutschland wird nicht mehr dasselbe sein“

Kanzlerin Merkel legte am Anschlagsort in Berlin Blumen in Gedenken an die Opfer nieder. (Bild: APA/AFP/TOBIAS SCHWARZ)

Es war eine „Warnung an die westlichen Länder – geschrieben in blutigen Buchstaben“, die nicht nur Berlin und Deutschland, „sondern das Herz Europas“ getroffen hat, sind sich internationale Pressekommentare am Tag nach dem Anschlag in der deutschen Hauptstadt einig.

Der Drudge Report machte für diesen Angela Merkel verantwortlich: „Blut an ihren Händen!“, titelte die konservative US-Website – und zeigte dazu eine Fotomontage der deutschen Bundeskanzlerin mit blutverschmierten Händen. Weitere Pressestimmen:

Rzeczpospolita (Warschau):

„Der Anschlag in Berlin wird die Bundestagswahlen im September 2017 beeinflussen. Angela Merkel bemüht sich um ihre vierte Wiederwahl. Ihre Flüchtlingspolitik wird von vielen Deutschen nicht unterstützt. In vielen Kreisen gilt sie gar als größte und sogar tödliche Sicherheitsbedrohung. Unter diesen Umständen kann die fremdenfeindliche Alternative für Deutschland (AfD) an Beliebtheit gewinnen. Chancen, die Wahlen zu gewinnen und eine Regierung zu bilden, hat sie nicht. Aber Deutschland wird nach Berlin nicht mehr dasselbe sein.“

Merkel (vorne im Bild) ließ sich am Nachmittag nach dem Anschlag den Tatort zeigen. (Bild: AP)

Le Parisien (Paris):

„Die Tragödie, die sich gestern in Berlin ereignet hat, ähnelt leider dem Albtraum, den alle Polizeibehörden in westlichen Ländern schon seit Jahren fürchteten. Schon seit langem haben islamistische Terroristen das Symbol des Weihnachtsmarktes im Visier, der die christliche Tradition und volkstümliches Feiern vereint. In Frankreich wurden tödliche Pläne vereitelt, die die Stadt Straßburg zum Ziel hatten. Nun hat es die deutsche Hauptstadt getroffen. Aber nicht ein einzelnes Land ist getroffen, sondern das Herz Europas.“

Neue Zürcher Zeitung (Schweiz)

„Das politische Klima für einen Ausbau der Sicherheitsvorkehrungen ist günstiger geworden, ohne dass Deutschland in Gefahr geriete, die Maßstäbe des demokratischen Rechtsstaats zu verletzen. Das ist richtig so. Ob die Gewalttat von Berlin durch geschickte Polizeiarbeit hätte verhindert werden können, kann noch nicht beurteilt werden. Skepsis ist angezeigt, vor voreiligen Spekulationen und der Suche von Sündenböcken ist zu warnen.“

Merkel wurde von Außenminister Steinmeier und Innenminister De Maiziere begleitet. (Bild: APA/AFP/TOBIAS SCHWARZ)
La Repubblica (Rom):

„Erst vor zwei Wochen hat der Sprecher des IS es als Priorität bezeichnet, sich auf die Attentate zu konzentrieren, und den Westen gemahnt: ‚Erinnert euch an diese Worte.‘ Und jetzt scheint die Bedrohung tödlich konkret zu werden. Innerhalb weniger Stunden gab es den Angriff auch auf Touristen in Jordanien, das Blutbad in Berlin, die Ermordung des russischen Botschafters in Ankara und eine Schießerei in Zürich, deren Hintergründe noch im Dunkeln liegen. Es ist schwierig auszumachen, ob die Angriffe unter gleicher Regie geführt wurden, aber wenigstens beim Massaker auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin scheint die Schablone klar, die die aggressive Vorgehensweise belegt: Es war dieselbe wie bei dem Blutbad in Nizza.

In der Gedächtniskirche trug sich Merkel in das Kondolenzbuch für die Opfer des Anschlags ein. (Bild: APA/AFP/POOL/HANNIBAL HANSCHKE)

(…) Der größte Fehler, den wir heute begehen können, ist, auf die Brutalität weniger mit der Diskriminierung zahlreicher hoffnungsloser Asylsuchender zu antworten. Schon seit 15 Jahren wiederholen wir, dass dieser Krieg auch ein Krieg der Kulturen ist, in der lediglich die Verteidigung unserer Werte der Demokratie, des Respekts und der Solidarität eine Barriere gegen den Terror bauen kann.“

Republicain lorrain (Metz)

„Keiner ist außerhalb unserer Reichweite. Die doppelte Botschaft, die gestern von den islamistischen Terroristen geschickt wurde, ist eine neue Warnung an die westlichen Länder – geschrieben in blutigen Buchstaben. Niemand ist geschützt. Weder ein russischer Botschafter in Ankara, der wohl bestens geschützt war, noch die Unschuldigen, die im Kreis der Familie einen fröhlichen Augenblick auf dem Berliner Weihnachtsmarkt verbrachten. Wie kann man nicht an Charlie, an (die Pariser Konzerthalle) Bataclan und an Nizza denken, wenn man die Bilder aus der deutschen Hauptstadt sieht?“

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4 responses to “„Deutschland wird nicht mehr dasselbe sein“”

  1. Das müssen wir jetzt mal vorurteilsfrei diskutieren. says :

    Die CSU bekräftigte ihre Forderung, die Bundeswehr müsse auch im Inland eingesetzt werden können. Florian Hahn, Außen- und Sicherheitsexperte der Partei, sagte das dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Saarlands Innenminister Klaus Bouillon verlangte unter anderem, das Trennungsgebot zwischen Polizei und Nachrichtendiensten aufzuheben. „Das müssen wir jetzt mal vorurteilsfrei diskutieren“, sagte er. Außerdem sei es „Zeit, die Hürden für die Telefonüberwachung von Verdächtigen zu senken“, forderte Bouillon in der Passauer Neuen Presse.

    Wir sind überzeugt. daß wir schon in den nächsten Tagen einen neuen Attentäter präsentieren können. Präsentiert das Gewehr in den Straßen bei den Polizeistreifen.

    Auch die BND-Parteien Identitäre und Einprozent demonstriert schweigend vor dem Kanzleramt mit Kerzen in der Hand.

    https://juergenelsaesser.wordpress.com/2015/11/17/einprozent-initiative-gestartet-wir-helfen-denen-die-unser-land-verteidigen/

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    • Schlau Meir says :

      Hahn, Bouillon?

      Was für Zionistennamen sind DAS den?

      Ab nach A…!

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    • Schlau Meir says :

      Und dann dieser unsägliche Saarland-Kaspar! Null Ahnung und vorsätzlich blöde!

      Wo soll diese Abgrenzung von Nachrichtendiensten zur Polizei bestehen?

      Das Kriminalkommissariat Staatsschutz ist organisatorisch in das jeweilige Polizeipräsidium integriert; analog Landeskriminalamt und Bundeskriminalamt. Dennoch führt dieses KK ein „gewisses Eigenleben“.

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    • Schlau Meir says :

      Kann mal jemand eine „frische Brise“ über das Saarland KONZENTRIEREN? Per HAARP sollte das gehen. CODENAME ZYCLOWN BUUUH!

      Diese Hühnersuppenpuppe sollte ein Semester Jura beim Otto-Versand bestellen! „Der Verdacht besteht, daß diese studentische Wohngemeinde Mittel der staatkichen Bundesausbildungsförderung auch dahingehend zweckentfremdet, daß sie in unangemessenen Umfang dem Geschlechtsverkehr Folge leistet, statt den Anforderungen der Universität nachzugehen.“

      Wie kann jemand im Auftrag der Bilderberger, der Atlantik-Brücke dermaßen den Narren geben! Selbst die Vollzeitnutte von Doitchland wurde „von der NSA abgehört“. Die Netzverbindungen werden an de. Knotenittels Spezialpogramm ausgewertet per U.S. gesteuerter Selektoren.

      Welchen Definitionsmerkmalen diskreditieren „einen Verdächtigen“? Wenn dieser eitle Pfau und Starmasturbant das Sagen hat, dann holt er sich seine Privatpornos aus jeder quieckvergnügten studentischen Küche.

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