Mit Urin als Parfüm auf Partnersuche. Der Affe setzt auf Testosteron.

Mit Urin als Parfüm auf Partnersuche. Der Affe setzt auf Testosteron.

Der Mensch stammt vom Affen ab. Selbst für den Verehrer der Heiligen Vorhaut gehört das zur päpstlichen Unfehlbarkeit.

Allerdings geht der Pope nicht auf Partnersuche, wenn er mit Jesus von Nazi Re Tine verheiratet ist.

Affen setzen voller Überzeugung auf die Macht ihres Testosterons. Weibchen erleben erhöhte Aktivitätswerte in spezifischen Gehirnarealen, wenn sie den Urin des Männchens wahrnehmen.

Wann sie diesen Parfüm-Trick entdeckt  haben, ist unklar. Jedenfalls pinkeln sie in ihre Hände, und nicht nur das: sie massieren ihren ganzen Körper mit diesem Öko-Biostoff ein.

Je höher der soziale Status desto mehr Testosteron

Ein Grund dafür für die ausschließliche Reaktion auf den Urin des Alphamännchens könnte sein, dass hier eine weit höhere Konzentration an Testosteron befindet als in den Ausscheidungen des jüngeren Affen. Da die hohe Testosteronkonzentration ein Zeichen für den hohen Status des Tieres ist, könnte es sein, dass die Weibchen durch den Geruch den Rang des Männchens in der Gruppe erkennen können. Es wurde etwa beobachtet, dass die Kapuzineraffen-Weibchen, die um ein Männchen werben, diese am Schwanz oder an den Haaren ziehen, um dann an ihren Händen zu riechen.

In ihrer Studie betonen die Wissenschaftler, dass das Waschen mit Urin durchaus noch zusätzliche Funktionen haben kann. Denn auch Weibchen und Kinder zeigen dieses Verhalten.

Uringeruch übermittelt relevante Informationen

Die Wissenschaftler sammelten den Urin eines 20 Jahre alten Alphamännchens und eines vier Jahre alten rangniedrigeren Affen. Sie ließen dann vier Kapuzinerweibchen an diesen zwei Geruchsproben sowie zur Kontrolle an destilliertem Wasser schnüffeln. Alle Affen, die an dem Experiment teilnahmen, waren in Gefangenschaft geboren.

Mithilfe der Magnetresonanztomografie beobachteten die Forscher die Verarbeitung der Reize im Gehirn der Weibchen. Nur der Urin des geschlechtsreifen Affen löste eine signifikante Reaktion in mehreren Regionen des Gehirns aus, die für das Verarbeiten von Geruch zuständig sind. Dieses Ergebnis weise darauf hin, dass der Urin des Männchens sozial relevante Informationen enthalte, schreiben die Autoren in ihrer Studie im Fachblatt „American Journal of Primatology“.

Hat Deutschlands berühmter Jude Paolo Pinkel also Recht? Oder stammt er einfach vom Affen ab?

Kapuzineraffen pinkeln sich auf die Hände und reiben den eigenen Urin in ihr Fell. Was auf den ersten Blick doch eher kurios anmutet, finden die Weibchen offenbar attraktiv.

Sich mit dem eigenen Urin einzureiben ist nicht gerade eine gute Art neue Freunde zu gewinnen – oder gar einen Sexualpartner. Bei verschiedenen Affenarten gehört dieses Ritual allerdings zum normalen Verhalten.

Es existieren mehrere Theorien über den Zweck des „Urinwaschens“. Etwa, dass der Geruch dabei helfen könnte, Artgenossen zu erkennen oder der Urin dazu diene, die Körpertemperatur zu regulieren. Forscher um Kimberley Philipps von der Trinity University in San Antonia, Texas testeten nun die Hypothese, dass der Urin-Duft Informationen über den sozialen Status eines Männchens vermittelt – und ihn damit eventuell für die Weibchen attraktiver macht.

Alles nur erfunden?

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