György Konrád wurde 1933 als Sohn einer jüdischen Familie in Debrecen in Ostungarn geboren und wuchs in dem nahegelegenen Dorf Berettyóújfalu auf. Im Jahr 1944 entging er nur knapp der Deportation durch das Eichmann-Kommando und seiner ungarischen Helfer in das Konzentrationslager Auschwitz.

György Konrád wurde 1933 als Sohn einer jüdischen Familie in Debrecen in Ostungarn geboren und wuchs in dem nahegelegenen Dorf Berettyóújfalu auf. Im Jahr 1944 entging er nur knapp der Deportation durch das Eichmann-Kommando und seiner ungarischen Helfer in das Konzentrationslager Auschwitz.

Schön. Noch ein Holocaust-Überlebender.

György Konrád wurde 1933 als Sohn einer jüdischen Familie in Debrecen in Ostungarn geboren und wuchs in dem nahegelegenen Dorf Berettyóújfalu auf.

Im Jahr 1944 entging er nur knapp der Deportation durch das Eichmann-Kommando und seiner ungarischen Helfer in das Konzentrationslager Auschwitz.

Mit seinen Geschwistern floh er zu Verwandten nach Budapest und lebte dort in einer Wohnung unter dem Schutz des Schweizer Botschaftsangehörigen Carl Lutz. Seine Eltern waren am 15. Mai 1944 deportiert worden und überlebten die Zwangsarbeit. Die Ereignisse dieser Jahre beschrieb er in seinen Romanen „Heimkehr“ und „Glück“. Konrád studierte an der Eötvös Loránd Universität in Budapest Literaturwissenschaft, Soziologie und Psychologie bis zum Ungarnaufstand 1956. Anschließend arbeitete er von 1959 bis 1965 als Jugendschutzinspektor für die Vormundschaftsbehörde eines Budapester Stadtbezirks; nebenher publizierte er bereits erste Essays. Ab 1965 stellte ihn das Budapester Institut und Planungsbüro als Soziologen für Städtebau ein.

Sein Romandebüt „Der Besucher“ veröffentlichte er 1969. Seit dem Erfolg des Erstlingswerkes konzentrierte er sich auf die literarische Arbeit. In seinen Essays plädierte er für ein friedliches Mitteleuropa, das die Grenzen zwischen Ost und West überwinden solle. Als Demokrat und Dissident zählte er neben Václav Havel, Adam Michnik, Milan Kundera oder Pavel Kohout zu den wichtigsten Stimmen vor 1989. Weil er zwischen 1978 und 1988 nicht publizieren durfte, reiste er durch Westeuropa, Amerika und Australien. Das Publikationsverbot wurde erst 1989 aufgehoben.
Er war von 1990 bis 1993 Präsident der internationalen Schriftstellervereinigung P.E.N. Von 1997 bis 2003 war er Präsident der Akademie der Künste in Berlin-Brandenburg.
Seine Äußerungen zu tagespolitischen Themen sind nicht unumstritten, so lehnte er den NATO-Einsatz im früheren Jugoslawien ab, während er sich für den dritten Golfkrieg 2003 aussprach. Auch die Kulturpolitik der Regierung Orbán seit 2010 findet seinen Widerspruch, auch sieht er sich zusammen mit anderen jüdischen Schriftstellern in Ungarn antisemitischen Bedrohungen ausgesetzt, denen diese Regierung nicht entgegentrete. Er publiziert regelmäßig in der 1854 gegründeten ungarischen deutschsprachigen Zeitung Pester Lloyd. Seine Werke wurden überwiegend von Hans-Henning Paetzke und Mario Szenessy ins Deutsche übersetzt.

Jedenfalls schrieb er ein Buch über Europa und die Nationalstaaten.

 

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One response to “György Konrád wurde 1933 als Sohn einer jüdischen Familie in Debrecen in Ostungarn geboren und wuchs in dem nahegelegenen Dorf Berettyóújfalu auf. Im Jahr 1944 entging er nur knapp der Deportation durch das Eichmann-Kommando und seiner ungarischen Helfer in das Konzentrationslager Auschwitz.”

  1. Schön. Noch ein Holocaust-Überlebender. says :

    Schön. Noch ein Holocaust-Überlebender.

    Kasztner wanderte nach Israel aus und machte dort in der sozialdemokratischen Partei (Mapai) Karriere, unter anderem als Sprecher des Industrieministeriums. In einem Zeitungsartikel wurde er Ende 1952 beschuldigt, den Tod vieler Juden mitverschuldet zu haben. Da er ein Mandat in der Knesset anstrebte und daher auf einen tadellosen Ruf Wert legen musste, strengte Kasztner einen Verleumdungsprozess an, der sich jedoch zu einem Verfahren gegen ihn selbst entwickelte. Die politische Rechte in Israel versuchte, politisches Kapital aus dem Verfahren zu schlagen. Der Führer der Cherut-Partei und spätere Ministerpräsident Menachem Begin etwa sagte: „Wer für die Mapai stimmt, stimmt für Juden, die Juden an die Gestapo verschachert haben.“

    Das Gericht akzeptierte die Beweise gegen Kasztner. Nach Aussage des Richters habe Kasztner „seine Seele dem Teufel verkauft“. Darüber hinaus wurde Kasztner auch schuldig gesprochen, Nazis im Nürnberger Kriegsverbrecherprozess geschützt zu haben. In diesem Prozess erfuhr die Öffentlichkeit erstmals von den Kontakten zionistischer Organisationen zum NS-Regime.

    Rudolf Kasztner, der sich seit seiner Einwanderung in Israel Israel Kasztner nannte, wurde am 3. März 1957 vor seiner Wohnung in Tel Aviv angeschossen und erlag am 15. März 1957 seinen Verletzungen. Die drei Attentäter wurden zu einer lebenslänglichen Strafe verurteilt, jedoch nach drei Jahren auf persönliche Intervention von Premier David Ben-Gurion begnadigt.

    In einem Gerichtsverfahren nach seinem Tod (1958) entlastete das Oberste Gericht Israels Kasztner von den gegen ihn erhobenen Anschuldigungen, mit Ausnahme des Vorwurfes, er habe einzelnen Nationalsozialisten geholfen, sich der juristischen Verfolgung zu entziehen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Kasztner

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