Auch die römischen Kaiser zählen im Grunde zu den ägyptischen Pharaonen

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Pharao mit Nemes-Kopftuch, Zeremonialbart, Halskragen und Was-Zepter

Abgesehen von der kompletten fünfteiligen Königstitulatur führen die altägyptischen Texte auch weitere Benennungen beziehungsweise sogenannte Beinamen des Königs auf. Diese sind sowohl innerhalb seiner Titulatur als auch außerhalb dieser belegt: „der vollkommene (gute) Gott“, „er große Gott“, „Herr der Kronen“, „Herr der beiden Länder“, „Herr des Machens der Dinge (der Kulthandlungen)“ sowie „Herr der Sedfeste“.

Eindeutiger Beleg dafür, daß ein Herrscher sich selbst als Pharao sah, ist oft, daß er seinen Namen in eine Kartusche schrieb, die nur königlichen Namen vorbehalten war

Allerdings haben auch Namen von Königinnen und sogar Prinzessinnen seit dem Ende der 12. Dynastie vereinzelt, später dann regelmäßig, Kartuschen. Die nur auf Skarabäen belegten Herrscher der 16. Dynastie tragen andererseits oft keine Kartusche, sind aber durch die Titel Netjer-nefer („der vollkommene Gott“) und Sa Ra („Sohn des Re“) deutlich als Herrscher identifiziert.

Auch die Lokalkönige aller altägyptischen Kleinstaaten während der Zweiten (16. Dynastie) und der Dritten Zwischenzeit können zu recht als Pharaonen bezeichnet werden, da sie alle eine meist volle königliche Titulatur trugen.

Einigen dieser Herrscher – auch Hohepriester, Gottesgemahlinnen und libysche Lokalfürsten – lassen sich sogar Thronnamen zuweisen, was zeigt, dass sie sich durchaus in der Tradition größerer Herrscher sahen.

Außerdem sind die Ptolemäer nicht die letzten Pharaonen, auch die römischen Kaiser zählen im Grunde zu den ägyptischen Pharaonen, da dieses Gebiet zu ihrem Herrschaftsbereich gehörte, und sie zumindest teilweise im Alten Ägypten auch hieroglyphisch belegt sind.

  • Die Kartusche, auch als Königsring bezeichnet, ist ursprünglich wohl aus dem sogenannten Schen-Ring entstanden.
  • Sie ist eine Seilschleife mit überlappenden Enden, dem altägyptischen Symbol für Ewigkeit beziehungsweise Unendlichkeit und Schutz, entwickelte sich mit der Länge des jeweiligen Königsnamens bis zu einer mehr langgezogenen, elliptischen Form.

Zudem hatte das Binden und Lösen von Knoten in der Magie des Alten Ägypten eine große Bedeutung.

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11 responses to “Auch die römischen Kaiser zählen im Grunde zu den ägyptischen Pharaonen”

  1. WEISSE WÖLFE says :

    Hat dies auf Manfred O. rebloggt.

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  2. Deutsches Afrikakorps - Bereich Levanthe says :

    https://neuesdeutschesreich.wordpress.com

    https://xinos.wordpress.com

    Sehr gute Blogs.

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