Felix Wassermann: „Asymmetrische Kriege“. Eine politiktheoretische Untersuchung zur Kriegsführung im 21. Jahrhundert. Campus Verlag, Frankfurt am Main 2015

https://i0.wp.com/www.campus.de/uploads/tx_saltbookproduct/cover_plain/9783593503141.jpg

Felix Wassermann: „Asymmetrische Kriege“. Eine politiktheoretische Untersuchung zur Kriegsführung im 21. Jahrhundert. Campus Verlag, Frankfurt am Main 2015, 350 S., br., 29,90€

Der Originalartikel erschien in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, und somit wird aus dem Beitrag kaum Wesentliches für den Diskurs abzuleiten sein.

Die Bedeutung asymmetrischer Kriege läßt sich sehr einfach am Beispiel der oktroyierten Verwaltung für das Alliierte Kontrollgebiet Deutschland beweisen.

Hier wird mit Kanonen auf Spatzen einerseits geschossen, und anderersseits beschäftigen sich Tausende Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes Tag und Nacht damit, neue Phantome zu erschaffen, die in allen möglichen politischen Facetten die „freiheitlich vergaste demographische Grunzordnung“ zu gefährden. Obenan der Verrückteste in Merkels Schließmuskelkabarett, der Berufsrollstuhlfahrer und Zwangs-Handmasturbant Wolfgang Schräuble. Denn SEIN DING ist ein Schräubchen.

Kehren wir nach dieser ausch-witzigen Einlage zurück zum Hauptgericht auf der Kotztütenparty.

Wer immer diese Gangster und Bangster der BRD Prostituiertenversammlung zur Rede stellt, wird sofort mit dem „Staatsschutz“ bekannt gemacht. Das sind Damen und Herren in Zivil; wobei die Herren leicht daran zu erkennen sind, daß sie im Schlabber-Look herumlaufen. Das Hemd wird gerne an den obersten Knopflöchern offen getragen und flattert provokant über den Arschbacken. Als Limousinen gestehen sich diese Bediensteten des Zentralrats der Juden noch in Deutschland am liebsten den bayerischen BMW der 7er Serie zu, dezent in anthrazit gehalten.

Wenn das scheitern sollte – ständige Hausdurchsuchungen um 6 Uhr morgens plus Sicherstellung und Beschlagnahme von elektronischem Equipement, der erhält als nächstes die Einladung zu einem Gespräch beim Gesundheitsamt der Kommune, Sozialpsychiatrischer Dienst. Wenn die Staatsanwaltschaft der Sache die „Relevanz“ zumißt, wird der Richter „am“ Amtsgeröchele dazu aufgefordert, einen Beschluß zu schreiben mit dem Befehl an den Gutachter, ein psychiatrisches Gutachten anzufertigen.

Wird der Angeklagte verurteilt, sendet ihm die Staatsanwaltschaft die Rechnung, die sich dann auf mehr als 10.000€ belaufen kann, alleine für das Gutachten. Strafverfahren sind entgegen landläufiger Meinung nämlich kostenpflichtig – sofern der Verurteilte Vermögen besitzt, und noch keine Eidesstattliche Erklärung abgegeben hat.

Der offene Kampf gegen diese Besatzerwillkür im Auftrag der U.S. ARMY bleibt daher nur völlig Durchgeknallten vorbehalten, die an Demokratie und Fairneß glauben.

Der Kampf gegen die BRD kann nur aus der Anonymität heraus geführt werden, und hier kommen die modernen Prinzipien des asymmetrischen Krieges zum Einsatz. Zwar existieren Elemente bereits bei den Klassikern – doch verfügen wir erst Heute über wichtige Angriffsmittel, darunter die profansten wie Telefonate, SMS, Faxsendungen, aber auch Briefsendungen und Postkartensendungen.

Hinzu kommt noch die Bearbeitung von Zielpersonen in deren Umfeld, dann allerdings mit hochgeklapptem Visier: durch Beschallung des Hauses und der Nachbarn mit Megaphon, Flugblattverteilungen mit sexuellen Bloßstellungen usw.

Weitere Maßnahmen wie Buttersäure vergießen sollten dann besser getarnt erfolgen, und möglichst nur als Minutenauftritte.


Asymmetrische Kriege – Kenne deine Schwächen, und stelle den Gegner an den Pranger

So kämpft man heute: Der Politikwissenschaftler Felix Wassermann beschreibt Strategien aktueller und künftiger Methoden, Krieg zu führen.

Krieg ist lange Zeit als Auseinandersetzung zwischen zwei ungefähr ebenbürtigen Gegnern gedacht und vielfach auch geführt worden..

Seit dem Zweiten Weltkrieg ist indes das Phänomen des asymmetrischen Krieges prominent geworden, das eine praktisch-sicherheitspolitische ebenso wie theoretische Herausforderung darstellt.

In solchen Kriegen stehen sich zwei deutlich ungleiche Gegner gegenüber, ein David einem Goliath: etwa das kleine Nordvietnam der Weltmacht der Vereinigten Staaten, oder eine nicht- oder bestenfalls parastaatliche Organisation wie Al Qaida oder IS einer Koalition großer Staaten.

https://www.sowi.hu-berlin.de/de/lehrbereiche/theorie-der-politik/mitarbeiter-innen/wassermann/P_FOTO_normal

Dr. phil. Felix Wassermann

Gleichwohl hat der „David“ Chancen, den Krieg zu gewinnen, indem er eine Strategie wählt, die seine Schwäche auf dem regulären Kampffeld ausgleicht.

  • Dies geschieht dadurch, daß er mit irregulären Guerrillatruppen kämpft, die in der Zivilbevölkerung untertauchen können;
  • daß er kleine, unerwartete Schläge oder Anschläge mit großer Hebelwirkung ausführt;
  • daß er generell beweglicher, angepasster und überraschungsreicher agiert und dadurch den hochgerüsteten „Goliath“ leerlaufen oder in Legitimations- und Durchhalteprobleme sich verstricken läßt.

Auf diese Weise kann mit einer Art Jiu-Jitsu-Taktik ein augenscheinlich überlegener Gegner besiegt werden.

Kriege konzeptualisieren

  • Der Politikwissenschaftler Felix Wassermann gibt einen kundigen Einblick in den Diskurs des asymmetrischen Krieges.
  • Er stellt diese Kriegsform nach der Erosion des Westfälischen Staatensystems dar und verfolgt das Motiv durch das Denken zahlreicher Kriegstheoretiker wie Kriegspraktiker.

Zu den einschlägigen Praktikern gehört Mao Tse-tung, der den Guerrillakrieg als Erfolgsrezept empfiehlt, sowie jüngere Strategen aus amerikanischen „think tanks“, die über die Abwehr von asymmetrisch geführten Angriffen nachdenken, sowie chinesische Strategen, die in asymmetrischer Kriegführung eine Chance für aufholende Länder gegenüber etablierten Weltmächten sehen.

  • Zu den Theoretikern gehören in Deutschland insbesondere Herfried Münkler und Christopher Daase, die den Trend zur Asymmetrisierung von Kriegen kriegsgeschichtlich verorten und seine gesellschaftlichen und technologischen Voraussetzungen analysieren.

Wassermann arbeitet insbesondere drei Dimensionen von Asymmetrie heraus. Erstens die Asymmetrie der Kraft:

  1. Wer hat mehr Menschen, Waffen, Ressourcen?
  2. Zweitens die Asymmetrie der Organisationsform: Sind die Kriegsparteien Staaten oder nichtstaatliche Akteure?
  3. Drittens die Asymmetrie der Strategie: Wird mit regulären oder irregulären Mitteln gekämpft?

Diskutiert werden auch Einwände gegen das Asymmetriekonzept, etwa Zweifel an der Neuheit des Phänomens – asymmetrische Kriege seien über längere historische Zeiträume die Regel und keine Neuerscheinung jüngeren Datums –, sowie Zweifel an der Neuheit und Originalität des Denkkonzepts,

  • denn dieses komme schon bei alten Recken der Kriegstheorie wie Clausewitz und Sun Tsu vor.

Man kann das Buch als informierte Einführung in die Problematik asymmetrischer Kriege lesen. Der Anspruch des Autors ist aber noch ein anderer: Er will das Konzept auch theoretisch weiterentwickeln und gibt dem Leser dabei interessante Anregungen, aber auch einiges zum Knobeln mit. Theoretischer Kern ist eine Unterscheidung von acht Dimensionen von Asymmetrie, wofür die beiden „klassischen“ Dimensionen Kraft und Organisationsform um sechs weitere ergänzt werden: Umgang mit Raum und Zeit, Entschlossenheit, Verwundbarkeit, Legitimität, Selbstbindung.

Anders gesagt, wird die Dimension Strategie in diese 6 detaillierteren Dimensionen aufgefächert.

In Wassermanns Metaphorik ergeben sich daraus 8 „Hügel“ im Gelände des asymmetrischen Krieges, auf denen die Kriegsparteien sich möglichst weit oben, also möglichst günstig zu positionieren versuchen.

Für den interessierten Leser seien 3 Warnhinweise – in abnehmender Harmlosigkeit – angebracht.

  1. Zunächst: Man lese über den exzessiven Metapherngebrauch hinweg, speziell die Überbeanspruchung des Begriffs Dschungel: der asymmetrische Krieg sei ein „Dschungel“, dessen „Dickicht“ gelichtet wird, dessen „Gelände“ in „Expeditionen“ erkundet wird und dessen Analytiker an „Dschungelfieber“ leiden.
  2. Man lasse sich weiter nicht ablenken durch ein gewisses Überangebot an Klassifizierungen. Der Gegenstand wird je nach Bedarf in mal drei, mal acht, mal zehn und dann wieder drei analytische Dimensionen zergliedert, deren Verhältnis zueinander und deren logische Binnenordnung man besser nicht allzu genau unter die Lupe nimmt.
  3. Schließlich und entscheidend: Man sei gewarnt, daß der Begriff Asymmetrie bei der Vermehrung von Dimensionen unter der Hand eine Bedeutungsverschiebung erleidet. Üblicherweise bezeichnet er ein konstitutiv ungleiches Kräfteverhältnis zwischen zwei Gegnern, das auf den ersten Blick erkennbar ist und auch nicht von Situation zu Situation wechselt. Der eine ist eben David und der andere Goliath.

Bei Wassermann bezeichnet er häufig das Streben nach Vorteilen im Krieg – das Ausspielen eigener Stärken und Ausnutzen gegnerischer Schwächen in einer der genannten Dimensionen, durch Verringerung der eigenen Verwundbarkeit oder Unterminierung der Legitimität des Gegners in den Augen der Weltöffentlichkeit.

Diese Art von Asymmetrie oder Asymmetrisierung wird natürlich von beiden Seiten betrieben und läßt keine einfache Zuordnung zu der strukturellen David/Goliath-Asymmetrie mehr erkennen.

  • Sie ist keine Konstante, sondern eine situative Variable.
  • Es kann je nach Dimension mal David und mal Goliath oben liegen, und aus der guten Positionierung in einer Dimension folgt nicht automatisch die gute Positionierung auch in anderen.

Wenn das so ist – was heißt dann noch „Asymmetrie“?

  • Und würde es dann nicht genügen, einfach von Erfolgsdimensionen oder strategischen Erfolgsvariablen zu sprechen? Der theoretische Gewinn davon, beides – die strategische und die strukturelle Größe – mit dem Asymmetriebegriff zu belegen ist das, was zu diskutieren wäre.

Felix Wassermann: „Asymmetrische Kriege“. Eine politiktheoretische Untersuchung zur Kriegsführung im 21. Jahrhundert. Campus Verlag, Frankfurt am Main 2015, 350 S., br., 29,90 Euro.

Advertisements

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , ,

2 responses to “Felix Wassermann: „Asymmetrische Kriege“. Eine politiktheoretische Untersuchung zur Kriegsführung im 21. Jahrhundert. Campus Verlag, Frankfurt am Main 2015”

  1. Irreguläre Guerillahorde von Ma'assens Merkava-BND. says :

    – Dies geschieht dadurch, daß er mit irregulären Guerrillatruppen kämpft, die in der Zivilbevölkerung untertauchen können;
    – daß er kleine, unerwartete Schläge oder Anschläge mit großer Hebelwirkung ausführt;

    Ich könnte mich kaputtlachen. Hast du schon eine „irreguläre Guerillatruppe“ gesehen, die nicht einem System zuzuordnen gewesen wäre ? Wie z. B. die RAF oder Maos und Stalins Guerillahorden, angeführt durch jüdische Politkommissare ?

    Asymmetrische Kriege
    Kenne deine Schwächen, und stelle den Gegner an den Pranger
    So kämpft man heute: Der Politikwissenschaftler Felix Wassermann beschreibt Strategien aktueller und künftiger Methoden, Krieg zu führen.

    Aber das gehört doch zum normalen Sozialverhalten. Wie z. B. „in mir könnt ihr sehen welche Qualifikation ein israelischer Staatsbürger haben muß“ und sich dabei so negativ darstellen wie möglich. Ich kann noch viel negativer, schweinischer und antisemitischer …

    Glaubst du nicht ? Wetten daß ? Frag mal Honigmann.

    Gefällt mir

    • Schlau Meir says :

      Felix Wassermann ist nur der Wasserträger im Wissenschaftsbetrieb. „Wissenschaftlicher Mitarbeiter“, das heißt, der macht es selber… :mrgreen:

      Die Kommilitoninnenfinden den Felix vermutlich zu schwuchtelig… 😮

      Felix = jüdisch
      Wasserträger = jüdisch

      https://i1.wp.com/img.nwzonline.de/rf/image_online/NWZ_CMS/NWZ/2011-2013/Produktion/2013/02/01/POLITIK/NIEDERSACHSEN_1/Bilder/POLITIK_NIEDERSACHSEN_1_3fc5aebe-43de-40a2-8d81-e38c2d305432--589x337.jpg

      Was, außer Geschwafel, soll man von so einem Krümelmonster am Tisch der Reichen schon erwarten 😆

      Gefällt mir

%d Bloggern gefällt das: