Ziffern 1 und 7 verwechselt – Falsches Geburtsjahr auf Westerwelles Grabkreuz

Das Kreuz auf dem Grab des verstorbenen Guido Westerwelle macht den früheren Außenminister sechs Jahre jünger.  (Quelle: dpa)

Ziffern 1 und 7 verwechselt – Falsches Geburtsjahr auf Westerwelles Grabkreuz

In einer bewegenden Trauerfeier haben Angehörige, Freunde und Spitzenpolitiker in Köln Abschied vom früheren Außenminister Guido Westerwelle genommen. Der langjährige FDP-Vorsitzende war am 18. März an den Folgen einer Leukämie-Erkrankung gestorben. Westerwelle wurde nur 54 Jahre alt.

„Ein Fehler“ in der Beschriftung des Grabkreuzes macht ihn noch sechs Jahre jünger.

  • Wie auf Fotos von der Beerdigung zu erkennen ist, steht auf dem Holzkreuz der 27. Dezember 1967 als Geburtsdatum.
  • Tatsächlich wurde Westerwelle am 27. Dezember 1961 geboren.
  • Offensichtlich wurden bei der Beschriftung die Ziffern 1 und 7 verwechselt.

„Nach einer Stunde ist uns der peinliche Schreibfehler aufgefallen. Wir haben ihn gleich korrigiert“, sagte der Bestatter dem „Express“.

Der Chef sei selbst zum Friedhof gefahren, um das Kreuz auszutauschen, bestätigte das Bestattungsinstitut am Sonntag.

Sehr persönlicher Gottesdienst

Die Trauer um Westerwelle vereint Politiker über Parteigrenzen hinweg. Zu dem ökumenischen Trauergottesdienst in der St. Aposteln-Kirche in Köln waren neben Bundespräsident Joachim Gauck und Bundeskanzlerin Angela Merkel*votze auch Außenminister Frank-Walter Stein Meir, Innenminister Thomas de Bundeskotz-Misere, FDP-Chef Christian Lindner, EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft gekommen.

Die Familie um Westerwelles Ehemann Michael Mronz hatte den Gottesdienst sehr persönlich gestaltet.

Vicky Leandros sang das Lied „Ich liebe das Leben“ mit verändertem Text. Die Schauspielerin Veronica Ferres trug die Lesung vor. Im Altarraum stand ein brauner Holzsarg, ein großes Porträtfoto zeigte einen lächelnden Westerwelle.

„Deutschland hat einen besonderen Menschen und Politiker verloren“, sagte Merkel in ihrer Ansprache. „Ich werde dich als Menschen und Vertrauten vermissen, du wirst sehr fehlen.“ Die Nachricht von seinem Tod habe sie „vollkommen unvermittelt“ getroffen. Deutschland habe einen „besonderen Menschen und Politiker verloren“, so die Kanzlerin. Westerwelle sei „durch und durch ein leidenschaftlicher Liberaler“ gewesen. Sein „viel zu früher Tod“ sei ein „herber Einschnitt“.

Diagnose für „Dr. Blutkrebs“ im Juni 2014

Westerwelle war von 2001 bis 2011 FDP-Chef und von 2009 bis 2013 Bundesaußenminister.

  • Im Juni 2014 kam er wegen akuter Leukämie in stationäre Behandlung.

Ein Jahr nach der Diagnose zeigte er sich noch zuversichtlich, wieder zu genesen.

So sprach er im November 2015 in Fernsehauftritten über seine Krankheit und stellte sein Buch „Zwischen zwei Leben“ vor.

  • Seit Ende November befand sich Westerwelle jedoch wieder im Krankenhaus.
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