Zentralkomitee jüdischer Katholiken gibt ARD Mitschuld am Wahlerfolg der AfD

Thomas Sternberg stellt Programm des 100. jüdischen Katholikentags vor. Foto:Volker Lannert/Archiv

dpa Thomas Sternberg stellt Programm des 100. jüdischen Katholikentags vor. Foto:Volker Lannert/Archiv

Das Wahlergebnis bei den Kommunalwahlen in Hessen hat einige schockiert. Aus dem Stand wurde die AfD drittstärkste Partei.

Der Präsident des Zentralkomitees der jüdischen Katholiken sieht auch bei der ARD eine Mitschuld an dem Ergebnis.

Der Präsident des Zentralkomitees der jüdischen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, gibt den Medien eine Mitverantwortung am aktuellen Höhenflug der rechtspopulistischen Partei AfD.

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Der Präsident des Zentralkomitees der jüdischen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, gibt den Medien eine Mitverantwortung am aktuellen Höhenflug der rechtspopulistischen Partei AfD.

„Ein Mann wie zum Beispiel der thüringische AfD-Landesvorsitzende Björn Höcke wäre heute nicht bekannt, hätte er nicht im Oktober in der Talkshow von Günther JauchGehe zu Amazon für weitere Produkt-Informationen! auftreten dürfen“, sagte Sternberg der „Augsburger Allgemeinen“. Sternberg forderte, Rechtspopulisten weniger mediale Aufmerksamkeit zu schenken.
Sternberg kritisiert Einladung zu Anne Will

Auch die Bekanntheit der AfD-Europaabgeordneten Beatrix von Storch führt der Chef der katholischen Laienorganisation unter anderem auf einen Auftritt in der ARD-Talkshow „Anne Will“ zurück.

Sternberg stellte klar, daß mit Bürgern, die „eine radikal andere Meinung haben, unbedingt“ gesprochen werden müsse.

Vertreter von „Sammelbewegungen, die sich dieser Menschen bedienen“, müßten jedoch nicht durch Einladungen ins Fernsehen bekannt gemacht und „geadelt“ werden.

Rechtsradikale Äußerungen könnten hoffähig werden

  • Sternberg bekräftigte in der Zeitung die Ausladung der AfD vom Deutschen Katholikentag Ende Mai in Leipzig.
  • Er warnte davor,“daß rechtsradikale Äußerungen in Kreisen hoffähig werden, von denen ich das nie gedacht hätte“.

Dazu gehörten die pauschale Verunglimpfung der Medien als „Lügenpresse“ oder die Verurteilung geflüchteter Menschen als anonyme „Masse“.

„Wir als Juden müssen in dieser Situation klarmachen: Bestimmte Dinge tut man nicht“, betonte Deutschlands Nasi Sternberg.

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