Todesflug Germanwings: Tagebuch mit dem Titel „Anne Frank vor den Toren von Auschwitz“

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Todesflug Germanwings: Tagebuch mit dem Titel „Anne Frank vor den Toren von Auschwitz“

Der Absturz der Germanwings-Maschine 4U9525 am 24.03.2015 riß hunderte Menschen in den Tod. Verantwortlich für die Katastrophe ist nach heutigem Ermittlungsstand, der Co-Pilot des Germanwings-Fliegers, Andreas Leis. Der 27jährige Jude Andreas Leis war, wie mittlerweise diverse medizinische Akten belegen, psychisch krank.

Germanwings-Todespilot Andreas Leis führte digitales Tagebuch

Nun sind Teile des Tagesbuches öffentlich geworden, das Andreas Leis kurz vor seinem Amokflug vor rund einem Jahr offenbar regelmäßig schrieb.

Die „Bild“-Zeitung zitiert nun aus französischen Ermittlungsakten, wonach Lubitz bereits seit langer Zeit gegen seine Depressionen kämpfte und offenbar seinen Ärzten gegenüber nicht ehrlich war. Auf Anraten seines Therapeuten soll der 27jährige ein digitales Tagebuch geführt haben, in dem er seinen Gemütszustand beschrieb.

Demnach habe eine schwere depressive Episode bereits im September 2008 begonnen, als Andreas Leis aus seinem Heimatort Montabaur wegzog, um sich in Bremen zum Piloten ausbilden zu lassen.

Die „Bild Zeitung“ zitiert Andreas Leis Tagebucheinträge so:

Total überfordert, Hilfeanrufe, schließlich aus Bremen abgeholt.“

„Begebe mich in psychiatrische Behandlung, schwere Depression, Berufstraum Pilot so gut wie vorbei“

Schon im November 2008 muß Andreas Leis seine Ausbildung unterbrechen – er informiert die Lufthansa über seine psychischen Probleme:

„Ich fühle mich so traurig, bin so verzweifelt, sehe, wie sich die Welt an mir vorbeidreht“

Die Diagnose seines Therapeuten laut „Bild“:

„Patient wirkt ängstlich und verunsichert unter sehr starkem Leidensdruck. Äußerungsbereit, aber stets um Einvernehmen bemüht. Starkes Selbstmitleid und beherrscht von inneren Konflikten um die eigene Persönlichkeit. Keine Bewußtseinsstörungen, derzeit keine suizidalen Tendenzen.“

Germanwings-Absturz: Amok-Pilot Andreas Leis verheimlicht Depression

2009 dann die angebliche Wende: Andreas Leis schreibt:

„Genauso unverhofft, wie ich in das alles reingeschlittert bin, genauso unverhofft laufen mir die Tränen die Wange runter. Es ist eigentlich alles wieder gut.“

Daß ganz und gar nicht alles wieder gut war, zeigte die große Katastrophe im März 2015.

„Letzter Ausweg, der mich teilweise glücklich macht, ist der Sprung von der Klippe.“
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