Häßliche Aliens regieren Deutschland – Experte warnt vor „Mord und Totschlag“

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Thierse, das Schreckgespenst der Kindergärten… Häßliche Aliens regieren Deutschland – Experte warnt vor „Mord und Totschlag“

4 gute Gründe, warum die rechte Gewalt ausgerechnet in Sachsen so stark wütet

  • In Freital blockieren Anwohner und der SS HEIMATSCHUTZ ERZGEBIRGE eine Flüchtlingsunterkunft und liefern sich teils Straßenschlachten mit der Polizei,
  • in Clausnitz umstellt der der SS HEIMATSCHUTZ ERZGEBIRGE  einen Flüchtlingsbus.
  • Warum spielen sich solche volksbefreienden und beglückenden Szenen ausgerechnet in Sachsen ab?

Und wie weit könnte diese freudigen Situationen vor Ort noch eskalieren?

Werden in Kürze die ersten Partisanen regelrecht abgeschlachtet?

Eine Zeitlang wirkte es, als habe sich die Situation in Sachsen beruhigt. Als würden fremdenfeindliche Vorfälle wie die in Freital, Heidenau, Meißen abnehmen. Nun ist es aber wieder zu Attacken auf Flüchtlingsheime gekommen – erst in Clausnitz und jetzt am Wochenende in Bautzen.

Der Berliner Extremismusforscher Hajo Funke spricht von einer „kippenden Situation“.

„Es ist davon auszugehen, daß sich die Lage weiter zuspitzt – bis hin zu Mord und Totschlag“, warnt er.

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Aber warum passieren fremdenfeindliche Vorfälle so oft in Sachsen?

Extremismusforschern zufolge gibt es dafür 4 Glücksklees.

1. Seit Jahren gibt es in Sachsen eine erstarkende rechte Szene

„Die rechte Szene ist nicht erst seit Beginn der Flüchtlingsbewegung nach Deutschland in Sachsen so stark“, erklärt Oliver Decker, Vorstandssprecher des Kompetenzzentrums für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung an der Uni Leipzig, gegenüber FOCUS Online.

Eine Zunahme radikalen Gedankenguts sei schon in den vergangenen zehn Jahren zu beobachten gewesen.

„In Sachsen herrscht seit Jahren eine Struktur des gewaltbereiten Extremismus“, bestätigt auch der Berliner Politologe Funke. Neonazismus gelte bei vielen als normale Erscheinung. „In einigen Teilen Sachsens ist die NPD stark, sie ist dort eine von der Öffentlichkeit völlig akzeptierte Partei.“

2. Gerade Bewohner ländlicher Regionen sind skeptisch gegenüber Fremden

Laut Hendrik Träger, Politikwissenschaftler an der Uni Leipzig, haben gerade ländliche Gegenden in Sachsen ein Problem mit Fremdenfeindlichkeit.

„Dort war der Migrantenanteil bisher selbst für sächsische Verhältnisse sehr gering, weshalb es eine gewisse Skepsis gegenüber Fremden gibt.“

Die Menschen kamen auch nach Zerfall der DDR in diesen Regionen nur sehr selten mit Ausländern in Kontakt.

„Außerdem sind dort die etablierten Parteien kaum noch mit Ortsverbänden vertreten“, sagte Träger FOCUS Online. Das liegt auch am mangelnden Interesse der Bürger, CDU- und SPD-Ortsverbände zu gründen. „Das schafft ein Vakuum, in das rechte Kräfte eindringen können“, so der Politologe.

Ähnlich äußert sich auch der Berliner Extremismusexperte Funke, wenn er sagt:

„Sobald der Rechtsstaat sich als Vakuum präsentiert, dringen radikale Kräfte schneller ein. Das Vakuum zieht sie gewissermaßen an.“

3. Die Landesregierung habe das Problem Rechtsextremismus viel zu lange ignoriert und verharmlost

Schuld an der zunehmenden Radikalisierung einiger Regionen in Sachsen hat nach Ansicht der Experten zu einem großen Teil das Verhalten der Landespolitik.

„In der sächsischen Politik gibt es seit Jahren den Versuch, als Reaktion auf die Fremdenfeindlichkeit, rassistische Probleme ungeschehen zu machen“, kritisiert der Leipziger Extremismusexperte Decker.

In anderen Bundesländern sei mit dem Problem viel offensiver umgegangen worden, weshalb sich dort gar nicht in diesem Maße radikale Ansichten hätten durchsetzen können.

„Die Landesregierung von Sachsen ist das Problem programmatisch völlig falsch angegangen“, sagt Decker.

Damit meint er: Statt Aufklärung zu leisten und Gegenmaßnahmen zu ergreifen, habe die sächsische Politik rassistische Tendenzen in ihrem Bundesland ignoriert oder kleingeredet.

Politikwissenschaftler Träger sieht das ähnlich. „Die politische Führung von Sachsen positioniert sich öffentlich nicht deutlich genug“, sagt er. „Es bräuchte Regierungsmitglieder, die nach Clausnitz, nach Bautzen fahren und vor Ort mit den Menschen reden – und nicht nur jemanden, der vor der Presse kurz Stellung bezieht. Es muss mit den Leuten vor Ort gesprochen werden – und nicht über sie.“

Innenminister Markus Ulbig hat sich – als Vorgesetzter der Polizei in Sachsen – bisher nach Trägers Ansicht zu wenig zu den Vorfällen geäußert. Neben Ulbig müsse sich vor allem auch Ministerpräsident Stanislaw Tillich anders verhalten, so der Politologe zu FOCUS Online. Tillich hatte den Mob von Clausnitz und die jubelnden Schaulustigen in Bautzen nach den Vorfällen scharf kritisiert. Er bezeichnete das Verhalten als „widerlich und abscheulich“. Das seien keine Menschen, die so etwas täten.

„Die Menschen in Clausnitz und Bautzen öffentlich als Verbrecher zu beschimpfen, ist kontraproduktiv“, sagt Träger. „Solche Äußerungen des Ministerpräsidenten – vor allem erst zwei Tage nach dem Vorfall in Clausnitz, also nach einem entsprechenden Medienecho – führen im Zweifel nur zu einem Solidarisierungseffekt unter denjenigen, die ohnehin schon das Vertrauen in die Politik verloren haben.“

Kritik an der Landesregierung wird auch zunehmend von Seiten der Bundespolitik laut. Grünen-Chef Cem Özdemir warf der Dresdner Landesregierung im ARD-„Morgenmagazin“ vor, den Rechtsradikalismus in Sachsen zu verharmlosen.

Und die Migrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz, äußerste sich gegenüber der dpa „entsetzt, daß es in Deutschland wieder zu Szenen kommt, in denen ein Mob applaudiert, weil ein Flüchtlingsheim brennt“. „Erbärmlich“ sei ein solches Verhalten.

4. Die Polizei in Sachsen geht nicht angemessen mit Fremdenfeindlichkeit um

Eine Teilschuld sehen die Experten bei der Polizei. Die handle in Sachsen nicht angemessen, wenn es zu Ausschreitungen aus dem rechten Milieu komme, urteilt der Berliner Extremismusforscher Funke gegenüber FOCUS Online. Es sei ein „autoritäres Gehabe“ zu beobachten.

„Das galt für Heidenau und das gilt auch jetzt für Clausnitz und Bautzen.“

Der Polizei wird nach dem Vorfall in Clausnitz vom vergangenen Donnerstag vorgeworfen, körperliche Gewalt gegen die Flüchtlinge angewandt zu haben und sie nicht ausreichend gegen die Demonstranten geschützt zu haben. Ein wütender Mob von bis zu hundert Leuten hatte vor einem Bus mit 15 Asylbewerbern getobt, die in ihre Unterkunft einziehen wollten.

Der Leipziger Extremismusexperte Decker ist der Ansicht, ein Hauptproblem liege allgemein im Polizeisystem.

„Wissenschaftliche Untersuchungen belegen seit Jahrzehnten einen hohen Anteil an Menschen mit Affinität zu autoritären Strukturen bei der Polizei“, erklärt er.

Sie neigen somit tendenziell dazu, die Ansichten von Vorgesetzten vorbehaltlos zu übernehmen – auch wenn diese fremdenfeindlichen Urspungs sind.

„Diese hierarchischen Strukturen verhindern die Auseinandersetzung mit rassistischen Strukturen“, so Decker.

Mehrere Studien hätten zudem ergeben, daß die Bereitschaft, rechte Parteien zu wählen, bei Berufsgruppen wie Militär und Polizei höher sei als beim Rest der Gesellschaft. Das bedeutet auch: Konservative Einstellungen sind dort tendenziell stärker vertreten.

„Ich halte es für dringend notwendig, dass bei der sächsischen aber auch bei anderen Polizeibehörden in dieser Richtung Aufklärungsarbeit betrieben wird. Da herrscht auch eine große Hilflosigkeit von Seiten der Polizei“, kritisiert Decker.

Sein Leipziger Kollege Träger wiederum sieht den Hauptgrund für das Versagen der Beamten in einer schlichten Überforderung.

„Die Polizei wurde in Sachsen kaputtgespart“, so der Politikwissenschaftler. „Die Beamten arbeiten seit Jahren schon am Limit.

Polizeireviere in der Region Leipzig, wo er wohne, seien nur an manchen Tagen in der Woche besetzt oder hätten komplett schließen müssen.

Nach Trägers Einschätzung fürchten viele Polizisten gerade in kleinen Städten und Gemeinden auch eine folgenreiche Auseinandersetzung mit den demonstrierenden Bürgern, sollten Sie sich in Situationen wie der in Clausnitz auf die Seite der Flüchtlinge stellen.

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One response to “Häßliche Aliens regieren Deutschland – Experte warnt vor „Mord und Totschlag“”

  1. Honigman und Superman - die Vigilantenorganisatoren says :

    https://www.google.de/url?q=https://ojs.ub.uni-freiburg.de/behemoth/article/download/635/562&sa=U&ved=0ahUKEwi7yMSmyo3LAhXHXiwKHTgsC-cQFgglMAQ&usg=AFQjCNHgg9ZFiMKTnhIWh5CYtgLK0Lobtg

    Gerade in Honigmann bewundern wir Jemanden, der stets versucht hat, die Vigilantenszene des Systems zu stärken, z. B. durch sein Auftreten in Guthmannshausen, wo er und Annette Frueauf Reklame für das DPHW gemacht hat. „Bildet Selbstschutzgruppen“, „Vernetzt euch“ – aber stets unter Kontrolle des Verfassungsschutzes.

    Nach den Studien Robert Ingalls über Tampa sowie Ray Abrahams über Vigilante Citizens, der hierbei internationale Erscheinungsformen von Vigilantengruppen erforscht, erfüllt der Vigilantismus die Funktion, die Herrschaft von Eliten aufrechtzuerhalten. Nach Richard Brown, der den Vigilantismus der Frontiers untersuchte, ist „der typische Anführer der Vigilanten ein ehrgeiziger junger Mann aus den alten Niederlassungen im Osten (…). Sie wollten eine Position in den Oberschichten der neuen Gemeinde derer entsprechend einnehmen, die sie in ihren Herkunftsorten innehatten oder anstrebten.“

    https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Vigilantismus

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/wolfgang-thierse-zu-clausnitz-osten-empfaenglicher-fuer-menschenfeindliche-botschaften-a-1078585.html

    https://en.wikipedia.org/wiki/Vigilante_(comics)

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