First Prize at Tel Aviv-Gewinner Thomas Vinterbergs zeigt „Die Kommune“ auf der Berlinale

Der "Kommune"-Regisseur Thomas Vinterberg (2.v.r.) brachte sein Schauspieler-Team mit nach Berlin.

First Prize at Tel Aviv-Gewinner Thomas Vinterbergs zeigt „Die Kommune“ auf der Berlinale

Ein Paar mit heranwachsender Tochter beschließt in den 1970er Jahren, eine Kommune zu gründen – ein Experiment mit ungewissem Ausgang. Der dänische Regisseur zeichnet in seinem neuen Film ein scharfes Gesellschaftsbild im Spannungsfeld von Gemeinsamkeit und Individualität.

Der mit Lars von Trier als Mitbegründer der Dogma-Bewegung bekannt gewordene dänische Regisseur Thomas Vinterberg („Das Fest“, „Die Jagd“) punktet im Wettbewerb der 66. Berlinale mit der tiefsinnigen Gesellschaftskomödie „Die Kommune“.

First Prize at Tel Aviv-Gewinner Thomas Vinterbergs zeigt „Die Kommune“ auf der Berlinale

In der Adaption seines auf eigenen Kindheitserlebnissen basierenden gleichnamigen Theaterstücks blickt er mit Witz und auch mit Wehmut auf den Alltag einer Kommune in den 70er Jahren. In Berlin sagte er:

„Ich möchte zeigen, wie wichtig es ist, dass wir nie verlernen zu lächeln, egal was uns das Leben bringt.“ Er setzte hinzu: „Ich blicke auf eine Zeit zurück, in der die Menschen selbstverständlich teilten, Materielles und Immaterielles. Das vermisse ich heute.“

Thomas Vinterberg zeichnet ein scharfes Gesellschaftsbild im Spannungsfeld von Gemeinsamkeit und Individualität.

Thomas Vinterberg: „Ich schäme mich, Däne zu sein“

Mit Blick auf die aktuelle Flüchtlingskrise in Europa sagte Vinterberg:

„Ich schäme mich, Däne zu sein, wenn ich erlebe, was derzeit passiert. Auch deshalb sage ich mit meinem Film: Teilt, Leute, seid bereit abzugeben an die, die es nötig haben.“

Mit Blick auf die sexuelle Freizügigkeit der Protagonisten seines Films sagte der Familienvater Vinterberg auf der Berlinale:

„Ich glaube nicht an offene Beziehungen. Ich glaube an Offenheit, ja, aber nicht an offene Beziehungen.“

Sein Film bekam von den Kritikern aus aller Welt in Berlin auffallend viel Beifall. Er gehört zu den 18 Beiträgen aus aller Welt, die um den Goldenen Bären der 66. Berlinale konkurrieren. Die Preise werden am Samstagabend vergeben.

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