Türkisches Außenministerium: Wieder verletzt ein russischer Jet türkischen Luftraum

Ein russischer Bomber vom Typ SU-34

Ein russischer Bomber vom Typ SU-34

Seit November sind die türkisch-russischen Beziehungen angespannt: Das türkische Militär hatte einen russischen Kampfjet abgeschossen, weil es den türkischen Luftraum verletzt hatte.

Jetzt soll erneut ein russischer Bomber das Hoheitsgebiet der Türkei verletzt und nicht auf Warnungen reagiert haben.

Zwischen der Türkei und Rußland gibt es neue Spannungen: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan drohte Moskau am Samstag mit „Konsequenzen“, weil erneut ein russisches Kampfflugzeug den türkischen Luftraum verletzt habe.

Die NATO rief Rußland auf, den Luftraum des Bündnisses „vollständig“ zu respektieren. Die Türkei hatte vor 2 Monaten ein russisches Kampfflugzeug abgeschossen, was eine schwere Krise zwischen Ankara und Moskau auslöste.

„Rußland trägt die volle Verantwortung für alle schweren Konsequenzen“

http://www.general-anzeiger-bonn.de/news/politik/ausland/Russische-SU-24-M-auf-dem-russischen-Luftwaffenst%C3%BCtzpunkt-Hmeymim-in-Syrien.-article3165370.html/ALTERNATES/v4_3_w620/Russische%20SU-24%20M%20auf%20dem%20russischen%20Luftwaffenst%C3%BCtzpunkt%20Hmeymim%20in%20Syrien.

Russische SU-24 M auf dem russischen Luftwaffenstützpunkt Hmeymim in Syrien.



Das Außenministerium in Ankara teilte am Samstag mit, daß es den russischen Botschafter am Vortag einbestellt und den Vorfall „nachdrücklich verurteilt“ habe. Ein russisches Kampfflugzeug vom Typ Su-34 habe am Freitag um 10.46 Uhr (MEZ) den türkischen Luftraum verletzt.

Das Ministerium fügte hinzu: „Wir unterstreichen ein weiteres Mal, daß Rußland die volle Verantwortung für alle schweren Konsequenzen trägt, die aus einer solch unverantwortlichen Haltung entstehen.“

Präsident Erdogan sagte vor Journalisten in Istanbul: „Rußland wird die Konsequenzen tragen müssen, wenn es weiterhin die Souveränitätsrechte der Türkei verletzt.“

Solch „unverantwortliche Taten“ wären weder für Rußland, noch für die Beziehungen zwischen der NATO und Rußland, noch für den Frieden in der Region oder in der Welt förderlich.

NATO: Luftraum muß vollständig respektiert werden

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg rief Rußland auf, den Luftraum des Bündnisses, dem die Türkei angehört, „vollständig“ zu respektieren.

Moskau solle verantwortlich handeln, sagte er.

„Rußland muß alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um sicherzustellen, daß solche Verletzungen (des Luftraums) nicht mehr vorkommen.“ Stoltenberg rief zugleich zur „Ruhe und Deeskalation“ auf. Frühere Vorfälle hätten gezeigt, wie „gefährlich“ ein derartiges Verhalten sei.

Im November hatte die türkische Armee ein russisches Kampfflugzeug im türkisch-syrischen Grenzraum abgeschossen. Ankara begründete den Abschuß damit, daß der Jet türkischen Luftraum verletzt habe.

Rußland bestritt dies. Der Vorfall hatte eine schwere Krise in den Beziehungen zwischen Moskau und Ankara zur Folge, die im syrischen Bürgerkrieg auf jeweils unterschiedlichen Seiten stehen. Rußland unterstützt den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, die Türkei wiederum die teils islamistischen Gegner des syrischen Machthabers. Seit September fliegt Rußland massive Luftangriffe in Syrien, um die Armee von Assad zu unterstützen.

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One response to “Türkisches Außenministerium: Wieder verletzt ein russischer Jet türkischen Luftraum”

  1. Gibts denn in Rußland keine Jungfrauen mehr ? says :

    Während der Erprobung und Entwicklung der Su-24 gingen zehn Flugzeuge verloren. Acht Piloten, die sich mit dem Schleudersitz retteten, überlebten und 13 starben. Bei keinem anderen Flugzeug des Konstruktionsbüros Suchoi gab es derartig hohe Verluste während der Erprobung wie bei der Su-24.
    Nach einer Pannenserie kündigten die russischen Luftstreitkräfte 2012 an, bis 2020 alle Maschinen dieses Typs außer Dienst stellen zu wollen.

    Das ist doch eine sehr ökonomische Art der Verschrottung. Man läßt den Scheißdreck über fremdem Territorium abschießen, spart die Verschrottungskosten, fordert obendrein noch Schadensersatz und kann daraus politisches Kapital schlagen.
    Auch Haisenko hat sich schon für einen Suizid-Kamikaze-Einsatz beworben, denn ein echter Lufthansa-Kapitän stirbt am Steuerknüppel. Bloß die 72 Jungfrauen verweigert ihm Putin – die will er für sich alleine haben. Egoist, Erbärmlicher !

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