Strafbefehl gegen Milliardärstöchter

Paul Allen Hosts VIP Party In honor Of Dr. Jim Watson - 2009 Cannes Film Festival

Das Vermögen der Familie von Curt Engelhorn (mit Frau Heidi) wird auf 3,2 Milliarden Euro geschätzt.

Die 2 Töchter des Milliardärs Curt Engelhorn sollen gemeinsam mit ihrem Vater 440 Millionen Euro Schenkungssteuer hinterzogen haben.

Das ist mehr, als Fußball-Manager Uli Hoeneß hinterzogen hat, der zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt wurde. Trotzdem kommen sie nun mit einer Bewährungsstrafe davon.

Die zwei Töchter des Milliardärs Curt Engelhorn hatten sich in München zu einer Shopping-Tour verabredet.

Der Einkaufsbummel endete im Gefängnis, die Polizei nutzte den Ausflug zum Zugriff.

  • Eine Schwester verbrachte die nächsten Tage mit ihren Kindern, wenige Monate und drei Jahre alt, in der Mutter-Kind-Station der Justizvollzugsanstalt Aichach.
  • Die andere Schwester wurde in JVA München-Stadelheim eingesperrt.

Es war eine groß angelegte Aktion damals im Oktober 2013. Die Behörden gingen von 440 Millionen Euro Steuerhinterziehung aus.

  • Die zuständige Staatsanwaltschaft Augsburg ließ ein Gestüt einer Tochter bei Landsberg und ihre Wohnung in Augsburg durchsuchen und etliche weitere Gebäude im Bundesgebiet.
  • In Hamburg wurde der renommierte Münchner Steueranwalt Reinhard Pöllath festgenommen.

Die Organisation Transparency International fordert eine stärkere Kontrolle von Banken und Firmen – und verweist insbesondere auf die Autobranche.

Der Fall Engelhorn wird in Juristenkreisen als eines der größten Steuerstrafverfahren Deutschlands bezeichnet.

Doch trotz des großen Aufwands wird am Ende wohl nicht viel übrig bleiben. Das Verfahren wird nun mit zwei Strafbefehlen vom Amtsgericht erledigt. Diese sehen für jede Schwester, beide sind Anfang 40, eine Bewährungsstrafe und eine Geldauflage in Höhe von zwei Millionen Euro vor.

440 Millionen Euro Schenkungssteuer sollen hinterzogen worden sein

Das klingt geradezu mickrig angesichts des ursprünglichen Vorwurfs: Die Augsburger Staatsanwälte wußten, daß Engelhorn seinen Töchtern eine Villa am Starnberger See und ein Gestüt in Reichling bei Landsberg geschenkt hatte – plus die Hälfte seiner Karibik-Insel „Five Star Island“. Dabei sollen er und seine Töchter 440 Millionen Euro Schenkungssteuer hinterzogen haben.

Doch offenbar waren die Beweise der Staatsanwaltschaft nicht stichhaltig, denn nach wenigen Tagen wurden die Schwestern und ihr Anwalt wieder freigelassen. Die beiden Frauen zogen sogleich in die Schweiz um, legten die deutsche Staatsbürgerschaft ab und nahmen die schweizerische an.

Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung sind die Ermittlungen wegen der Schenkungssteuer inzwischen eingestellt.

  • Grund: Strafrechtlich ist die Steuerhinterziehung bereits verjährt
  • Nur steuerrechtlich hatten die Behörden noch eine Handhabe.

Kein Gefängnis – obwohl sie wohl mehr Steuern hinterzogen haben als Uli Hoeneß

Deshalb haben die Staatsanwaltschaft und die Anwälte der Familie einen eleganten Deal ausgehandelt, der keiner Seite übermäßig wehtut: Die Schwestern erstatten dem Finanzamt eine dreistellige Millionensumme zurück, zudem akzeptieren sie einen Strafbefehl mit einer Bewährungsstrafe und einer Geldauflage in Höhe von zwei Millionen Euro. Die Frauen kommen also mit einem blauen Auge davon: Sie müssen nicht ins Gefängnis, obwohl sie offenbar viel mehr Steuern hinterzogen haben als Fußball-Manager Uli Hoeneß, der 2014 zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt wurde.

Die Millionen zahlen die Engelhorn-Schwestern quasi aus der Portokasse. In der jüngsten Manager-Magazin-Rangliste der reichsten Deutschen liegt die Familie auf Platz 37 – mit einem Vermögen von 3,2 Milliarden Euro. Vater Curt Engelhorn ist Urenkel des BASF-Gründers Friedrich Engelhorn und war Eigentümer der Pharma-Firma Boehringer Mannheim, bis er das Unternehmen 1997 für etwa 19 Milliarden Mark verkaufte. Auf der Forbes-Liste der reichsten Menschen der Welt rangiert er auf Platz 230 – hier wird sein Vermögen auf 5,7 Milliarden Euro geschätzt.

Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Augsburg sagt auf Anfrage nichts zum Fall Engelhorn – er beruft sich auf das Steuergeheimnis. Auch die Anwälte der Familie Engelhorn schweigen.

Der SPD-Landtagsabgeordnete Volkmar Halbleib fordert eine „umgehende Aufklärung“ des Falls: „Uns stellen sich gerade vor dem Hintergrund des Falls Hoeneß Fragen nach der Sachbehandlung durch die bayerischen Steuerbehörden und die Staatsanwaltschaft.“

Die Folgen für Anwalt Reinhard Pöllath sind wohl gewichtiger

Nach SZ-Informationen hat das Amtsgericht Augsburg die Strafbefehle inzwischen zugestellt. Sie werden rechtskräftig, sobald die Geldauflage bezahlt ist – oder wenn innerhalb von 14 Tagen nach Zustellung kein Einspruch eingelegt wird.

Während die Sache für die Schwestern glimpflich ausgegangen ist, muß sich Reinhard Pöllath wohl länger mit den Folgen des Falles herumschlagen.

Pöllath im Aufsichtsrat der Beiersdorf AG

Der Münchner Steueranwalt, der im Aufsichtsrat der Beiersdorf AG sitzt und etliche andere namhafte Mandanten berät, muß um seinen guten Ruf als Spezialist in der „Nachfolge- und Vermögensberatung“ fürchten.

  • Durch die „Affäre“ habe seine Kanzlei „einen Kratzer bekommen“, schreibt das Handelsblatt.
  • Und das, obwohl bezüglich der Schenkungssteuer die Ermittlungen gegen ihn wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung ebenfalls eingestellt wurden.

RA Pöllath und seine Kanzlei P+P Pöllath+Partners wollten keine Stellungnahme zu den Ermittlungsverfahren abgeben.

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4 responses to “Strafbefehl gegen Milliardärstöchter”

  1. Parteitreue muß sich wieder lohnen ! says :

    In der Bundesrepublik wurden zu Beginn der Aktivitäten des Dr. Scholl jährlich etwa acht Milliarden DM für Arzneimittel ausgegeben. Als seine Tätigkeit Anfang der achtziger Jahre endete, waren es jährlich rund 17 Milliarden DM, also mehr als das Doppelte. »Fast die Hälfte dieser gigantischen Steigerung, die alle Bundesbürger belastet, hätte«  so »Der Spiegel« im Juni 1985 – »sich einsparen lassen«, wären damals nicht die Kernpunkte der geplanten Reform der Arzneimittelgesetzgebung »von der Pillen-Lobby herausgeschossen« worden.
    Die vom damaligen Pharmaverbands-Hauptgeschäftsführer Dr. Scholl mit sehr viel Geld betriebene Beeinflussung des Gesetzgebungsverfahrens hat sich für die Arzneimittelhersteller also glänzend gelohnt. Sie lohnte sich aber auch für Dr. Scholls Freunde von der CDU:
    So hatte CDU-Schatzmeister Walther Leisler Kiep »zugleich im Namen von Herrn Dr. Kohl und Herrn Professor Biedenkopf« runde 70 000 DM kassiert von Curt Engelhorn, Chef des Familienunternehmens »Boehringer Mannheim GmbH« (damaliger Pharma-Umsatz.  Milliarden DM), und zwar über Dr. Scholl und die »SV«. Der CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende Alfred Dregger hatte  die Staatsanwaltschaft  »einige hunderttausend Mark abkassiert«  bei der »Wella AG« in Darmstadt und ebenfalls über Dr. Scholl und die»SV«. Vom Pharma-Werk E. Merck in Darmstadt erhielt die CDU-Prominenz rund eine Million DM, und wären die Spendenlisten, zumal deren wichtigste Teile, nicht durch besondere Umstände dem Einblick der Öffentlichkeit entzogen worden, ließen sich gewiß noch weitere, zusammen mehr als 20 Millionen DM nachweisen, die Dr. Scholl an CDU- und F.D.P.-Prominenz, zumal an seine engsten Spezis, großzügig verteilt hat.

    http://rsv.daten-web.de/Germanien/Engelmann_Schwarzbuch_HKohl.pdf

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    • "Ein Schwein kennt keine Scham". - Ihre F.D.P. - Wir. Dienen. Deutschland. says :

      Der Juwelenräuber, davon ist die Staatsanwaltschaft Baden-Baden überzeugt, war der ehemalige rheinland-pfälzische FDP-Landesvorsitzende Hans-Otto Scholl, der langjährige Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie.

      Aus Tresor, Verkaufsraum und Schaufenster raffte „Dr. Zimmermann“ Schmuck und Edelsteine zusammen, griff sich 1980 Mark aus der Ladenkasse und packte Juwelen und Bargeld in eine dunkle Lederaktentasche.
      Dann wurde der unheimliche Gast rabiat: „Eigentlich müßte ich euch umbringen“, schrie er, „aber wenn ihr euch zehn Minuten ruhig verhaltet, passiert euch nichts. Andernfalls steht draußen mein Komplize, der euch umbringt!“

      http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13515592.html

      http://www.homburg-partner.com/de/partner/dr-michael-scholl/

      In Bezug FDP auf die SPD fallen den meisten Juden in Deutschland wohl zwei Namen ein: Ignatz Bubis und Jürgen Möllemann. Ignatz Bubis war langjähriger Vorsitzender des Zentralrats der Juden und seit 1969 Mitglied der Freidemokraten. Ihm zu Ehren vergibt die parteinahe Friedrich-Naumann-Stiftung das Ignatz-Bubis-Stipendium für Promovierende, die für die Verständigung zwischen Juden und Christen arbeiten. Das trifft auf positive Resonanz bei den von mir Angesprochenen.

      http://www.welt.de/politik/bundestagswahl/wahlreporter/Andre-Levi-Israel/article4558705/Wen-Juden-waehlen.html

      Der 50-jährige Mendelssohn, der fast drei Jahrzehnte in Deutschland gelebt hat, erklärte, er habe Bubis bereits zu Lebzeiten angedroht, dass er sein Grab schänden werde. „Er ist ein schlechter Mensch. Er hat auf dem schwarzen Markt gehandelt. Er hat Geld gestohlen.
      Er hat illegal gebaut. Er hat Gebäude zerstört, die sehr alt waren. Da er aber Jude war, konnte man niemals etwas sagen. Er hat sein Judentum zum eigenen Vorteil ausgenutzt“, sagte Mendelssohn.
      In einem Interview mit der israelischen Zeitung „Haaretz“ bezeichnete er Bubis als „Kriminellen“, der Bordelle besessen habe und „für die Studentenrevolte von 1968 in Deutschland mitverantwortlich war“. Mendelssohn hatte bei den vergangenen israelischen Gemeindewahlen für den Tel Aviver Stadtrat kandidiert. Bubis sei Kollaborateur der Nazis gewesen, begründete Mendelson seine Tat im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP.

      http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/welt/weltpolitik/364792_Israeli-schaendete-Grab-von-Bubis-in-Tel-Aviv.html

      „Da ist eine neue Qualität“:

      Ein Schwein kennt keine Scham

      Was es für Juden in Deutschland bedeutet, daß Beleidigungen und Drohungen immer unverhohlener werden – und warum so wenig davon publik wird.

      Berlin, 6. Dezember – Es geschah am 28. Oktober gegen 16 Uhr. Und es stand nicht im Polizeibericht. Unbekannte Täter trieben an diesem Mittwoch nachmittag, als der Streit um Martin Walsers Friedenspreisrede gerade zweieinhalb Wochen alt war, ein Schwein über den Berliner Alexanderplatz. Auf den Rücken des etwa vier Monate alten Tieres hatten sie mit blauer Farbe einen zehn Zentimeter großen Davidstern gemalt, dahinter in roter Farbe fünf Buchstaben, jeder 25 Zentimeter hoch: B U B I S.

      http://antisemitismus.net/deutschland/schwein.htm

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      • Schlau Meir says :

        Bordelle zu besitzen, ist in den meisten Ländern legal. Das würde selbst Rolf Shimon Eden sagen, Herr über ein Ensemble Berliner Häuser und Namensgeber für CLUB EDEN usw. Geboren wurde er unter dem Schallmeien- und Rauchstein-Namen als Rolf Sigmund Sostheim.

        Ehemaliger IDF-Kämpfer. Sehr „smart“ und so gesehen „der perfekteste Deutsche seit Hitler“…

        Der Knabe mit dem Kainsmal… Und so wanderte der von Ohren gezeichnete Herr durch die halbe Welt und besetzte das Land der Palästinenser, das heute das Kindermörderland (wie zu den mythischen Bethlehems Zeiten) geworden ist.

        https://de.wikipedia.org/wiki/Kainsmal
        Das Kainsmal oder das Kainszeichen ist ein Zeichen, das im Alten Testament der christlichen Tradition dem Brudermörder Kain von Gott gegeben wird. Die hebräische Phrase „le-kajin ot“ (‚ot, אות, „Zeichen“) der jüdischen Torah wurde mit „[Gott machte] Kajin zum Zeichen“ und „dem Kajin ein Zeichen“ übersetzt.

        https://i1.wp.com/static.bz-berlin.de/data/uploads/multimedia/archive/00286/Eden4_286099a-768x432.jpg

        https://de.wikipedia.org/wiki/Rolf_Eden

        Eden wurde als älterer von zwei Söhnen einer jüdischen Familie im Berliner Bezirk Tempelhof geboren. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten floh die Familie 1933 nach Palästina. Edens Vater, der früher als Unternehmer tätig war, arbeitete, nachdem er 1936 Konkurs gemacht hatte, als Taxifahrer. Später führten Edens Eltern ein Café in Haifa, die Großeltern ein Hotel.

        Mit 14 verließ Rolf Eden die Schule und verdiente sein Geld als Musiker. Im ersten arabisch-israelischen Krieg kämpfte er in der Eliteeinheit Palmach unter Jitzchak Rabin. Aus dieser Zeit stammt Edens erstes von sieben Kindern von sieben Frauen, Irit (* 1949). Mit der Mutter seiner ersten Tochter war er vorübergehend verheiratet, was Eden nach eigenen Angaben später der Presse verschwiegen hat.

        Anfang der 1950er lebte Eden in Paris und arbeitete dort als Musiker, Kellner, Chauffeur, Autohändler und er übernahm erste Statistenrollen bei Filmproduktionen, später auch Nebenrollen.

        Gleichzeitig wartete er vergeblich auf ein Visum für die USA.

        Als er 1956 in der Zeitung las, daß jeder im Ausland lebende Berliner, der nach West-Berlin zurückkehrt, 6.000 DM erhalte, reiste er nach Berlin.

        Zu Beginn seiner Zeit in Berlin wartete Eden auf das versprochene Geld und arbeitete zunächst kurze Zeit als Staubsaugervertreter sowie als Nachtportier und Barkeeper in einer US-Kaserne. Mit dem schließlich ausgezahlten „Begrüßungsgeld“ eröffnete Eden zunächst 1957 in der Nestorstraße Ecke Kurfürstendamm den Eden-Saloon, der wenige Jahre später in die nahe gelegene Damaschkestraße umzog und (nach Eröffnung des New Eden) Old Eden genannt wurde. Es folgten das New Eden, der Eden-Playboy-Club, das Kabarett Schlüsselloch und 1967 das Big Eden. Danach eröffnete er das Blue Tattoo. Das 1969 gegründete Eden Theater übernahm später Peter Stein.

        Eden prägte in den 1950er und 1960er Jahren die Nachtclub-Szene in Berlin und blieb auch in den 1970er und 1980er Jahren erfolgreich. Nach der Wende verkaufte Eden nach und nach alle seine Etablissements, seine letzte Diskothek, das Big Eden, veräußerte er im Jahr 2002.

        Nach seinen Angaben gingen alle späteren Besitzer mit den übernommenen Läden pleite.

        Seit 1977 investierte Eden sein Geld in Immobilien. Er besaß 2012 nach eigenen Angaben 26 Mietshäuser mit mehreren Hundert Wohnungen in Berlin.

        Immer wieder arbeitete Eden auch als Schauspieler und wirkte bisher in etwa 30 Filmen mit.

        Immer wieder äußert Eden öffentlichkeitswirksam eine angeblich notariell in seinem Testament versehene Verfügung, wonach eine Frau 300.000 Euro aus seinem Vermögen erbt, sofern er beim Geschlechtsverkehr mit ihr stirbt. Auch darüber hinaus vertritt er in Interviews und Talkshows meist als machistisch wahrgenommene Thesen.

        Rolf Eden betont, seit früher Jugend Atheist zu sein.

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        • Jude mit Kainsmal - der Schacherjude. says :

          Das Kainsmal ist also sowohl das Erkennungszeichen des Mörders als auch ein Schutzzeichen, das ihn vor einem gewaltsamen Tode bewahrt.

          Einen Juden mit diesem Zeichen darf niemand den Schädel einschlagen und wird von Polizei und Justiz geschützt.

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