U-Boot aus dem Ersten Weltkrieg identifiziert

Der Fundort von "U-31" vor der Küste Großbritanniens (Bild: Military History, google.at/maps, thinkstockphotos.de)

Der Fundort von „U-31“ vor der Küste Großbritanniens n

Im Jänner 1915 lief das deutsche U-Boot „U-31“ zu einer Patrouillenfahrt aus – und kehrte nie zurück.

Das Schicksal der 35 Besatzungsmitglieder wurde erst jetzt geklärt: Experten haben ein 2012 vor der britischen Ostküste entdecktes Wrack als „U-31“ identifiziert.

Das Schiff wurde vermutlich von einer Mine versenkt.

Künstlerische Darstellung der "U-31" (Bild: Military History)

Künstlerische Darstellung der „U-31“

Im 1. Weltkrieg wurde die „U-31“ mit Diesel- und Elektroantrieb als Teil der deutschen Kaiserlichen Marine in Dienst gestellt.

Sie lief im Jänner 1914 vom Stapel und ging ein Jahr später von Wilhelmshaven aus auf Patrouille. Kurz darauf brach der Kontakt ab – und bis jetzt war unklar, was mit „U-31“ passiert war.

Aufnahme von "U-31" auf dem Meeresgrund (Bild: Fugro/Scottish Power Renewables)

Aufnahme von „U-31“ auf dem Meeresgrund

Gefunden wurde das U-Boot 2012 vom niederländischen Unternehmen Furgo, das im Auftrag der Energieunternehmen ScottishPower Renewables und Vattenfall den Meeresgrund mit Sonar untersuchte, um den Bau eines Windparks vorzubereiten.

Das Wrack liegt 90 Kilometer vor der Küste von Norfolk in 30 Metern Tiefe.

  • Nachdem es erst für ein niederländisches U-Boot gehalten wurde, sind sich Experten nun einig, daß es sich um „U-31“ handelt.
  • Laut dem Unterwasser-Archäologen Mark Dunkley ist davon auszugehen, daß das U-Boot durch eine Mine zerstört wurde und mitsamt der 35köpfigen Besatzung auf den Meeresboden sank.
Ein Taucher untersucht das Wrack des deutschen U-Boots. (Bild: YouTube/Lamlash Northsea Diving)

Ein Taucher untersucht das Wrack des deutschen U-Boots.

Die Geschichte des U-Boots zu ergründen sei faszinierend gewesen, erklärte Charlie Jordan von ScottishPower Renewables.

Verwandte und Nachkommen der U- Boot- Besatzung sollen kontaktiert werden und könnten nun mit den Geschehnissen abschließen – „sie haben sich vielleicht immer gefragt, was mit ihren geliebten Vorfahren passiert ist“.

Das Wrack werde in den englischen Hoheitsgewässern seine letzte Ruhestätte finden, kündigte die Windparkfirma an.

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