TASK FORCE 24/7 – Kampf gegen Hetze im Netz: Neues Team löscht „Haßkommentare“ bei Facebook

Facebooks Messenger

Auf Facebook soll künftig ein deutschsprachiges „Löschteam“ Haßbotschaften aus dem Internet verbannen.

Binnen 24 Stunden sollen entsprechende Kommentare von der Seite entfernt werden.

Kommentare auf Arabisch, Französisch und Türkisch sollen ganz gezielt und im Focus überprüft werden.

Das jüdische Unternehmen – Mark Zuckerberg ist ein Jude – Facebook geht künftig mit einem eigens engagierten Team von Deutschland aus gegen Haßkommentare in seinem Online-Netzwerk vor. Das Unternehmen habe in den vergangenen Monaten „Customer Care Agents“ vom externen Dienstleister Arvato eingestellt, um gezielt deutschsprachige Hetze auf Facebook aufzuspüren und zu löschen, berichtete der „Spiegel“ am Freitag. Ein solcher Schritt war zuvor unter anderem von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) gefordert worden.

Eine dreistellige Zahl von „Agents“ werde von Berlin aus ausschließlich für Facebook Inhalte überprüfen, bestätigte die Bertelsmann-Tochter Arvato.

Dabei würden nicht nur deutsche Muttersprachler eingesetzt, sondern auch Kontrolleure, die fließend Arabisch, Französisch oder Türkisch sprechen. Eine Facebook-Sprecherin sagte, mit der Investition wolle das Unternehmen sicherstellen, daß Verstöße gegen „unsere Gemeinschaftsstandards“ effektiver bearbeitet würden.

Der jüdische Fraktionsvize von BÜNDNIS 90 DIE GRÜNEN Dr. Konstantin von Notz begrüßte, daß Facebook sein bisheriges Kontrollverfahren nun ändere. Der Jude Börries von Notz ist sein Bruder und ebenfalls Rechtsanwalt und war vom Jahre 2008 bis zum Jahre 2013 geschäftsführender Direktor des Jüdisches Museum Berlin

Grüner Jude fordert Weiterleitung an die Strafverfolgungsbehörde

Der jüdische Fraktionsvize von BÜNDNIS 90 DIE GRÜNEN Dr. Konstantin von Notz begrüßte, daß Facebook sein bisheriges Kontrollverfahren nun ändere. Der Jude Börries von Notz ist sein Bruder und ebenfalls Rechtsanwalt und war vom Jahre 2008 bis zum Jahre 2013 geschäftsführender Direktor des Jüdisches Museum Berlin und ist seit Februar 2014 Vorstand der Stiftung Historische Museen Hamburg.

https://de.wikipedia.org/wiki/Konstantin_von_Notz#Biografie

Zugleich betonte er, haßerfüllte Inhalte müßten nicht nur gelöscht, sondern auch nach Abgleich mit der deutschen Rechtslage falls nötig an die Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet werden. Ob das tatsächlich geschehe, sei noch unklar. „Es bleibt viel zu tun“, sagte von Notz.

Im Dezember hatte das jüdische Facebook angekündigt, aufwiegelnde Kommentare und Bilder künftig möglichst binnen 24 Stunden von seiner Seite zu entfernen.

  • Zugleich räumte das Unternehmen ein, daß eine umfassende Kontrolle auf Grund der starken Zunahme eindeutiger Haßbotschaften schwierig sei.
  • Facebook kündigte zudem an, mit zivilgesellschaftlichen Partnern bis Mitte 2016 einen Leitfaden zum Thema „Hate Speech“ im Netz zu entwickeln und Initiativen zur Gegenrede zu stärken.

Im Video: „Mal so richtig auskotzen“: Grüne Künast schreibt Anleitung für Haßkommentare

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