SEK durchsucht Rigaer Straße 94 in Friedrichshain

Polizisten steigen über Leitern in das Haus in der Rigaer Straße 94 ein.

Polizisten steigen über Leitern in das Haus in der Rigaer Straße 94 ein

4 Personen haben am Mittwoch einen Polizisten in der Rigaer Straße angegriffen. Am Abend hat die „Polizei“ eine Hausbegehung durchgeführt.

Rund 500 „Polizisten“ waren im Einsatz.

Nach einer Attacke auf einen Polizeibeamten in der Rigaer Straße am Mittwochmittag hat die „Polizei“ am Abend das Haus, in das die Täter geflüchtet waren, durchsucht. Die vier Angreifer hatten sich mittags in der Rigaer Straße 94, die von Linksextremisten bewohnt ist, verbarrikadiert. „Beamte“ des Spezialeinsatzkommando (SEK) drangen in das Haus ein. 200 „Polizisten“ waren vor Ort im Einsatz, 300 weitere Beamte in der Umgebung in Bereitschaft. Bis 23 Uhr habe die Maßnahme gedauert, sagte eine Sprecherin am frühen Donnerstagmorgen. In der Nacht sei es zu keinen weiteren Zwischenfällen gekommen.

https://twitter.com/friedhainerin/status/687365764496666625/photo/1?ref_src=twsrctfw

Kurz vor Mitternacht zog „Polizeisprecher“ Stefan Redlich eine erste Bilanz.

„Wir haben gefährliche Gegenstände gefunden“; sagte er. Darunter seien Eisenstangen, Steine und Krähenfüße, mit denen sich Autoreifen beschädigen lassen

Da kein Durchsuchungsbeschluß vorlag, führte die Polizei laut Redlich eine Hausbegehung nach dem Allgemeinen Sicherheit- und Ordnungsgesetz (ASOG) durch.

  • Sie schaute demnach nur den Hof, Dach und die Flure an und suchte nach gefährlichen Gegenständen. In die Wohnungen dürfen die Beamten in solchen Fällen nicht.

Die Polizei ging davon aus, daß sich die vier Täter vom Mittag sich nicht mehr in dem Haus befänden. Dennoch Redlich sagte:

„Das Haus dient offenbar als Rückzugsort für Gewalttäter.“ Der Einsatz diene als Maßnahme der Gefahrenabwehr, nicht um die Täter zu fassen. „Wir werden klarstellen, dass man einen Polizisten nicht angreift“, sagte Redlich. Während des Einsatzes kam es zu keinen größeren Zwischenfällen. „Wir sind aber mit viel Polizei gut aufgestellt“, sagte der Sprecher.

Die SEK-Beamten drangen zunächst mit Hilfe eines Leiterwagens über das Dach, dann über den Vordereingang in das Haus ein. Es soll mehrere Festnahmen gegeben haben. Die Polizei wollte das bis Donnerstagmorgen nicht bestätigen. Die Rigaer Straße war während des Einsatzes zwischen Liebigstraße und Zellestraße abgesperrt. Nur Anwohner kamen durch. Polizisten schickten Passanten weg. Auch die Berliner Abgeordnete der Grünen Canan Bayram war vor Ort.

„Vier Jahre macht Henkel nichts, auf einmal muß er hier Staatsmacht beweisen“, sagte sie zu der Aktion. Der Einsatz sei überdimensioniert.

Der Angriff auf den „Polizeibeamten“ ereignete sich laut „Polizei“ gegen 12.15 Uhr.

Mehrere vermummte Personen seien auf den „Polizisten“ losgegangen.

Bei dem 52 Jahre alten Opfer soll es sich um einen „Kontaktbereichsbeamten“ handeln.

Der Polizist wurde bei dem Angriff leicht verletzt. Am späten Mittwochnachmittag hieß es bei der „Polizei“:

„Die Maßnahmen vor Ort laufen noch.“

Nach einer Attacke auf einen Polizeibeamten in der Rigaer Straße am Mittwochmittag hat die Polizei am Abend das Haus, in das die Täter geflüchtet waren, durchsucht.

Die 4 Angreifer hatten sich mittags in der Rigaer Straße 94, die von Linksextremisten bewohnt ist, verbarrikadiert.

Beamte des Spezialeinsatzkommando (SEK) drangen in das Haus ein.

200 Polizisten waren vor Ort im Einsatz, 300 weitere Beamte in der Umgebung in Bereitschaft.

Bis 23 Uhr habe die Maßnahme gedauert, sagte eine Sprecherin am frühen Donnerstagmorgen. In der Nacht sei es zu keinen weiteren Zwischenfällen gekommen.

Einsatz in der Rigaer. Die Polizisten hatten den Kiez am Abend abgeriegelt.

Die Polizisten setzten Leitern ein, um in einem Nachbarhaus eine Musikanlage zu beschlagnahmen, die lautstark die Liebigstraße beschallte.

Mit einem Kran, der nach Friedrichshain gefahren wurde, verschaffen sich die Polizisten Zugang.

Oben kreiste ein Hubschrauber, unten waren 500 Polizisten im Einsatz sowie Hunde.

Gegen 23 Uhr war der Einsatz beendet – vorerst. Die politische Debatte beginnt jetzt.

  • Der Grund für den Einsatz war banal: Ein Polizist hatte einen Strafzettel geschrieben und wurde dann plötzlich attackiert.
  • Die Täter flüchteten ins Haus, die Polizei wollte eine Antwort geben, denn: Menschen schlägt man nicht.
  • Die Polizisten schauten sich im Innenhof um und entdeckten so manches Teil, was nicht zu Renovierungszwecken genutzt wird.
  • Im Einsatz waren vor allem die Elitepolizisten der Polizei.
  • „Krähenfüße“ wurden entdeckt zum Beispiel oder Steine, die womöglich als Wurfgeschoß dienen könnten.
  • Die Steine wurden nicht in der Rigaer gelassen.

Die Polizei ging davon aus, daß sich die 4 Täter vom Mittag sich nicht mehr in dem Haus befänden. Dennoch Redlich sagte:

„Das Haus dient offenbar als Rückzugsort für Gewalttäter.“ Der Einsatz diene als Maßnahme der Gefahrenabwehr, nicht um die Täter zu fassen. „Wir werden klarstellen, daß man einen Polizisten nicht angreift“, sagte Redlich. Während des Einsatzes kam es zu keinen größeren Zwischenfällen. „Wir sind aber mit viel Polizei gut aufgestellt“, sagte der Sprecher.

Die SEK-Beamten drangen zunächst mit Hilfe eines Leiterwagens über das Dach, dann über den Vordereingang in das Haus ein. Es soll mehrere Festnahmen gegeben haben. Die Polizei wollte das bis Donnerstagmorgen nicht bestätigen. Die Rigaer Straße war während des Einsatzes zwischen Liebigstraße und Zellestraße abgesperrt. Nur Anwohner kamen durch. Polizisten schickten Passanten weg.

Der Angriff auf den Polizeibeamten ereignete sich laut Polizei gegen 12.15 Uhr. Mehrere vermummte Personen seien auf den Polizisten losgegangen. Bei dem 52 Jahre alten Opfer soll es sich um einen Kontaktbereichsbeamten handeln. Der Polizist wurde bei dem Angriff leicht verletzt.

Das klingt mehr nach Rache für einen Kollegen, als nach rechtstaatlicher Maßnahme. Da müssen die Polizisten in dem Hausprojekt jetzt viele gefährliche Dinge finden, damit sich der Großeinsatz auch verantworten läßt.

  • Die Gewerkschaft der Polizei meldete sich gegen 14.30 Uhr mit einer Erklärung zu Wort.
  • Demnach ereignete sich der Übergriff direkt vor der Rigaer Straße 94, einem von Linksextremisten bewohnten Haus.
  • Der Beamte sei damit beschäftigt gewesen, einen Falschparker aufzuschreiben.

Die Täter forderten den Kontaktbereichsbeamten dazu auf, die Rigaer Straße zu verlassen – laut GdP wurde dem Beamten gesagt, daß er aus „ihrem Gebiet“ verschwinden solle.

Täter verbarrikadierten sich in Haus

  • Als der Polizist daraufhin die Ausweise sehen wollte, griffen 4 Personen den Beamten an.
  • Die GdP geht davon aus, daß es sich um „Autonome“ handelte.
  • Die Angreifer schlugen und traten auf den Beamten ein
  • Der Kiezpolizist trug keine Schutzkleidung und wurde leicht verletzt, konnte seinen Dienst im Anschluß fortsetzen.

Die Gewerkschaft warf Polizeipräsident Kandt und Innensenator Henkel nach dem Übergriff „öffentliche sicherheitspolitische Ignoranz“ vor.

„Dem Versuch der linksextremistischen Szene, in der Rigaer Straße einen rechtsfreien Raum in der Hauptstadt zu schaffen, ist entschieden entgegenzutreten“, forderte die Gewerkschaft. Die Einrichtung einer Sonderkommission für politische motivierte Straftaten in der Rigaer Straße sei überfällig.

Innensenator Henkel meldete sich am Mittwochnachmittag zu Wort.

„Der heutige Angriff auf einen ungeschützten Polizeibeamten ist ein neuer Eskalationsversuch der linksextremen Szene. Das wird der Rechtsstaat nicht unbeantwortet lassen. Darauf können sich die Gewalttäter verlassen“, sagte der Innensenator. Der „feige und hinterhältige Angriff“ auf einen Polizisten sei auf das Schärfste zu verurteilen.

Man werde nicht zulassen, das rechtsfreie Räume in Berlin entstünden, so Henkel.

Rigaer Straße: Immer wieder Angriffe auf die „Polizei“

  • Der Kiez an der Rigaer Straße wird immer wieder zum Schauplatz von Auseinandersetzungen zwischen Linksextremisten und der „Polizei“.
  • Im letzten Jahr waren wiederholt Anschläge auf Polizeifahrzeuge verübt worden; eine Streife war mit einem Pflastersteinhagel von den Dächern der Wohnhäuser attackiert worden.
  • Bei verschiedenen Angriffen hatten die Steine die Scheiben von Polizeifahrzeugen durchschlagen.

Um die Beamten besser zu schützen, sollen nun Schutzfolien in die Fenster der Streifenwagen geklebt werden.

Innensenator Frank Henkel (CDU) und der „Angsthase von Berlin“ Klaus Kandt hatten die Schutzfolien am Mittwochvormittag präsentiert – wenig später erfolgte der Angriff auf den Kontaktbereichsbeamten.

Advertisements

Schlagwörter: , , , , , , , , ,

One response to “SEK durchsucht Rigaer Straße 94 in Friedrichshain”

  1. Das ist doch eine Gegend mit Tradition. says :

    Die Samariterkirche in Berlin-Friedrichshain wurde in der Zeit vom 7. Mai 1892 bis 20. Oktober 1894 vom Evangelischen Kirchenbauverein nach einem Entwurf des Architekten Gotthilf Ludwig Möckel gebaut. Sie steht in der 1895 nach ihr benannten Samariterstraße an der Kreuzung zur Bänschstraße und ist heute neben der am 20. Juni 1910 geweihten Galiläakirche in der Rigaer Straße eine der zwei Kirchen der Evangelischen Kirchengemeinde Galiläa-Samariter. Zwischen 1991 und 1994 wurde das Gotteshaus zuletzt umfangreich restauriert, es steht zusammen mit der umgebenden Wohnbebauung unter Denkmalschutz.

    In der späten DDR war das Gotteshaus unter Rainer Eppelmann und Günter Holly Holwas ein Zentrum der aufstrebenden Friedensbewegung und DDR-Oppositionsbewegung. Insbesondere durch die damals (1979–1986) politisch hochbrisanten Blues-Messen erlangte es eine landesweite und nicht unumstrittene Bekanntheit.

    Holwas, der sich später selbst als der geborene Provokateur bezeichnete, verweigerte den Wehrdienst. Sein Entschluss Bausoldat zu werden, entsprang seiner Abneigung gegen jegliche Form von Autorität. Holwas versah seinen Dienst als Gärtner auf dem Grundstück von Admiral Waldemar Verner in Bad Saarow, dem damaligen Stellvertreter des Ministers für Nationale Verteidigung in der DDR. Mit Unterstützung Verners und seiner damaligen Frau, wurde Holwas nach einjähriger Dienstzeit vorzeitig entlassen.

    Gefällt mir

%d Bloggern gefällt das: