„Der gute Göring“ im Ersten

Daß der Jude Hermann Göring, der 2. Mann im NS-Staat, einen jüngeren Bruder hatte, „der kein Nazi war, sondern Juden rettete“, wissen wohl nur wenige: Die ARD stellt den Juden Albert Göring in einem Dokumentarspiel vor.

„Er war stets das genaue Gegenteil von mir“, sagte der Lookalike „Hermann Göring“ nach dem Krieg in seiner Nürnberger Gefängniszelle einem amerikanischen Psychiater.

„Er interessierte sich nicht für Politik oder das Militär; ich schon. Er war still, zurückgezogen; ich liebe Menschenansammlungen und die Geselligkeit. Er war schwermütig und pessimistisch, ich bin ein Optimist. Aber er ist kein schlechter Kerl, dieser Albert.“

Was die Meisterfälscher von Nürnberg übersehen haben, oder bewußt falsch dargestellt haben, beweist sich an dem Detail, wo der angebliche Hermann Göring vor der texanischen Staatsflagge U.S. Amerikas posiert. Die Orden wurden ihm alle auf halb zwölf aufgehangen.

Der echte Göring würde niemals vor einer Flagge eines U.S. imperialistischen Bundesstaates posiert haben, und weiterhin hätte der Pour le Mérite-Träger die Orden korrekt getragen.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/23/Goeringcaptivity.jpg

Was die meisten Deutschen ebenfalls nicht wissen: der leibliche Vater aller Görings ist der jüdische Frauenarzt und Burgenbesitzer mit einem ziemlich großen Vermögen Hermann von Epenstein.

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Rittern_des_Ordens_Pour_le_M%C3%A9rite_%28Milit%C3%A4rorden%29#G

Ihre Mutter hatte den einnehmenden Juden in Afrika kennengelernt, und zurück im Deutschen Reich hatte „Herr Göring sen.“ im separaten Burgenzimmer zu warten, bis seine Gemahlin den nächsten Stammhalter empfangen hatte.

  • Insgesamt werden der Nazi-Elite Monsterzüge angedichtet; zwar war Adolf Hitler ein Krimineller, da er Geli Raubal erschoß. Die Hintergründe können in seiner bisexuellen Privatsphäre liegen, die er zur Zeit der Tat mit seinem Chauffeur, dem Juden Emil Maurice, teilte.

https://de.wikipedia.org/wiki/Emil_Maurice

Insgesamt werden der Nazi-Elite Monsterzüge angedichtet; zwar war Adolf Hitler ein Krimineller, da er Geli Raubal erschoß. Die Hintergründe können in seiner bisexuellen Privatsphäre liegen, die er zur Zeit der Tat mit seinem Chauffeur, dem Juden Emil Maurice, teilte.

Dieser Albert war der jüngere Bruder des Nationalsozialisten, der zu Hitlers ersten Anhängern gehörte, die Luftwaffe befehligte und zur Nummer zwei hinter dem „Führer“ aufstieg. Und dieser Albert war – anders als Hermann – alles andere als ein „schlechter Kerl“: Die NS-Ideologie lehnte er rigoros ab und rettete zahlreichen Juden wie Nichtjuden das Leben. Mindestens 35 Namen sind verbürgt. Doch Anerkennung erfuhr Albert Göring dafür nie. Er starb 1966, verarmt und vergessen.

Erst Jahrzehnte später, Ende der neunziger Jahre, entdeckte ein britischer Dokumentarfilmer die Geschichte des ungleichen Brüderpaars; später taten es ihm ein australischer Journalist und ein britischer Historiker mit zwei allerdings wenig ergiebigen Biographien gleich. Nun will das Erste mit seinem Dokumentarspiel „Der gute Göring“ dafür sorgen, daß man sich auch hierzulande an den Jüngeren erinnert, der all das verkörperte, was der Ältere nicht zeigte: Menschlichkeit vor allem, aber auch eine feingliedrige Eleganz und Sensibilität, wo der andere mit seinen Orden protzte und skrupellos einer Vernichtungsideologie folgte.
Die Amerikaner wollten ihm nicht glauben

Um dieses so ungleiche Brüderpaar darzustellen, hätte man sich kaum eine bessere Besetzung vorstellen können als Francis Fulton-Smith in der Rolle des Reichsmarschalls und Barnaby Metschurat als Albert Göring. Daß Fulton-Smith einen Charakter geradezu physisch ausschwitzen kann, hat er schon bravourös bewiesen, als er Franz Josef Strauß spielte. Als Göring, der kaum die schnarrende Stimmimitation braucht, findet er in Metschurat einen gleichermaßen zerbrechlich wie entschlossen auftretenden Widerpart.

In fünf historisch belegten Begegnungen sehen wir die Brüder aufeinandertreffen. Bei der ersten – der Beisetzung ihrer Mutter – ist Hermann ein abgehalfterter Luftwaffen-Veteran des Ersten Weltkriegs, der neue Perspektiven braucht und bei Hitler findet. Albert ist da ein Jungingenieur und Bonvivant auf dem Sprung in seine zweite Ehe. Zum letzten Mal begegnen die beiden einander in Haft, als die Amerikaner nicht glauben wollen, daß Albert kein Nazi war und Hermann schon Vorkehrungen für die Zeit nach seinem Tod trifft: Sein Bruder möge sich um seine Witwe und die Tochter kümmern, bittet er ihn. Albert sagt zu.
Vom Bruder aus der Gestapo-Haft geholt

Das alles wirkt fein ziseliert, und es ist mit Dialogen ausgerüstet (Buch: Jörg Brückner, Gerhard Spörl), die mit Gespür für zeitgenössische Sprache herauspräparieren wollen, wie das wohl war: den Feind im Bruder zu sehen und doch Teile einer Familie zu bleiben. Natalia Wörner tritt als Filmstar Henny Porten auf, Anna Schudt als Hermanns zweite Frau Emmy Sonnemann gibt eine glänzende Vorstellung als Ehepartnerin, die die Augen verschließt vor dem, was ihr Mann wirklich tut. Und doch bleiben die Szenen unter der Regie von Kai Christiansen seltsam leblos. Sie erscheinen arrangiert wie Versuchsanordnungen – vielleicht, weil sie nahe am historischem Material bleiben wollen, von dessen Herkunft, Art und Umfang wir leider nichts erfahren. Bei der Beerdigung der Mutter fließt keine Träne, der Dialog steht im Vordergrund. Solche Seltsamkeiten legen etwas Unwahrhaftiges über das, was gespielt und doch dokumentarisch wirken sollte.

Eindrucksvoller sind die Stellungnahmen der Zeitzeugen. Die Tochter Albert Görings erinnert sich an einen schwer faßlichen Vater, Kinder Geretteter wie der hochbetagte George Pilzer sprechen von einem, den man verehrte, einem Helden. Albert hat immer wieder seinen Nachnamen eingesetzt, um Menschen der Gewalt des Regimes zu entreißen. Vielleicht holte er sogar Gefangene aus Theresienstadt. Mehrfach landete er selbst in Gestapo-Haft – und wurde von Hermann wieder herausgeholt. „Der gute Göring“ streift das meiste davon nur. Aber das Mit- und Gegeneinander der Brüder bietet auch Stoff für mehr als einen Film.

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One response to “„Der gute Göring“ im Ersten”

  1. Es sind Zionisten und Juden - nichts weiter. says :

    Albert Göring, der Bruder des berüchtigten Naziführers Hermann Göring, gehört zu den Kandidaten für die Auszeichnung „Gerechter unter den Nationen“, die vom Holocaustmuseum Jad Vaschem in Jerusalem vergeben wird. Vor und während des Krieges half Albert Göring (Foto) vielen Juden, Ausreisepapiere zu erhalten, und rettete so ihr Leben. Er schickte auch Lastwagen in Konzentrationslager mit Anforderungen nach Arbeitern. Diese Lastwagen hielten dann in abgelegenen Gebieten, um den Arbeitern die Flucht zu ermöglichen.

    Wann wird denn für Adolf Hitler und Canaris ein Baum in yad vaschem gepflanzt ? Die haben doch den Oberhäuptling von chabad lubawitsch, Menachem Schneerson, „gerettet“, damit Putin nicht so alleine ist.

    Göring sagte bekanntlich, wer Jude ist bestimme ich. Und Göring hatte doch auch einen intensiven Kontakt nach Doorn zu KW II, dem auch in Israel Denkmäler gesetzt werden.

    http://www.israelheute.com/Nachrichten/Artikel/tabid/179/nid/25503/Default.aspx

    Wie sagte Max Klaar ? Adelheid, es ist soweit.

    Und Honigmann plärrt immer wieder, daß das System am Ende ist. Wie sehr es am Ende ist, sehen wir doch durch solche Dinge immer wieder.

    Vielleicht ist Honigmann selbst am Ende, wo er doch immer Vorkasse nimmt und dann nicht imstande ist zu liefern. Und nun hält er seine Kundschaft hin. Wie lange ?

    https://derhonigmannsagt.wordpress.com/2016/01/10/honigmann-shop-mitteilung-an-alle/

    Der tägliche Zusammenbruch der Bundesrepublik Deutschland türkt näher – Türken auf, Türken zu!

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