Öl-Preise können sich erholen

 

Öl Januar 2016

Die Ölpreise haben sich nach deutlichen Rückgängen der vergangenen Tage am Freitag wieder etwas erholt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Februar kostete am Mittag 34,21 U.S. Dollar. Das waren 2,05 U.S. Dollar mehr als beim Tiefstand vom Vortag, als die Sorte so billig war wie zuletzt im April 2004. Der Preis für ein Faß der U.S. Sorte WTI lag bei 33,58 U.S. Dollar.

Am Vortag hatte das U.S. Öl zwischenzeitlich 32,10 U.S. Dollar gekostet, und damit so wenig wie seit Dezember 2003 nicht mehr.

Performance- und Risikomaße Ölpreis
1 W. 1 M. 6 M. 1 J. 3 J. 5 J. 10 J.
Performance (in %) -6,91 -17,54 -38,13 -32,66 -69,24 -63,65 -45,00
Volatilität (in %) 54,64 32,80 36,01 36,89 26,08 25,32 31,78

Händler sprachen von einer Gegenreaktion nach den starken Rückgängen der vergangenen Handelstage.

Die Lage in China hat sich beruhigt.

Nach einem Einbruch am Montag an Chinas Börsen waren die Kurse am Donnerstag erneut in den Keller gesackt.

Zum 2. Mal in dieser Woche wurde der Handel ausgesetzt.

  • Die Ölpreise werden von den schlechten Nachrichten aus China belastet, weil das Land einer der größten Ölverbraucher der Welt ist.

Im Fokus der Anleger steht die Lage im Nahen Osten.

  • Der Konflikt zwischen den beiden wichtigen Ölexportländern Saudi-Arabien und Iran hat sich verschärft.
  • Der Iran beschuldigt den Erzrivalen, die iranische Botschaft im Jemen angegriffen zu haben.

Normalerweise treiben Konflikte im Nahen Osten die Ölpreise nach oben. Aktuell ist das Gegenteil der Fall.

  • Der Grund: Saudi-Arabien könnte versuchen, den von Öleinnahmen abhängigen Rivalen durch eine zusätzliche Ölschwemme unter Druck zu setzen.
  • Das könnte die Preise noch weiter drücken.

Experten rechnen mit weiterem Abwärtsdruck.

„Die extrem negative Stimmung am Markt läßt kurzfristig eine Fortsetzung des Preisverfalls erwarten, auch wenn wir uns bereits in einer spekulativen Übertreibung befinden“, sagte Eugen Weinberg, Rohstoffexperte bei der Commerzbank.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) ist erneut kräftig gesunken und weiter unter die Marke von 30 U.S. Dollar gefallen.

Das OPEC-Sekretariat meldete am Freitag, daß der Korbpreis am Donnerstag 27,85 U.S. Dollar pro Barrel betragen habe. Das waren 1,86 U.S. Dollar weniger als am Mittwoch. Der Korbpreis erreichte damit den tiefsten Stand seit November 2003. Die OPEC berechnet ihren Korbpreis auf Basis der 12 wichtigsten Sorten des Kartells.

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