Jude Chodorkowski erwägt Antrag auf Asyl in Großbritannien

Rußland hatte einen internationalen Haftbefehl gegen den jüdischen Oligarchen Michail Chodorkowski erlassen.

Der jüdische Kremlkritiker Michail Chodorkowski denkt über ein Gesuch auf politisches Asyl in England nach.

Rußland hatte einen internationalen Haftbefehl gegen den jüdischen Oligarchen Michail Chodorkowski erlassen.

Als Reaktion auf den von Rußland gegen ihn ausgestellten internationalen Haftbefehl denkt der im Exil lebende Kremlkritiker und Jude Michail Chodorkowski über einen Antrag auf politisches Asyl in Großbritannien nach.

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Der Jude denkt darüber nach, „im Vereinigten Königreich um Asyl zu ersuchen“, sagte der Oligarch des YUKOS-Ölkonzern britischen Rundfunkanstalt BBC.

Er werde vom russischen Präsidenten Wladimir Putin „als Bedrohung wahrgenommen“. Dies gelte sowohl „wirtschaftlich wegen der möglichen Beschlagnahme russischen Eigentums im Ausland“ als auch „politisch wegen der möglichen Unterstützung für demokratische Kandidaten“ bei der Parlamentswahl im Jahr 2016.

Chodorkowski im Jahr 2003

Rußland hatte am Mittwoch über den internationalen Haftbefehl gegen Chodorkowski informiert. Der Oligarch und Erzfeind Putins war nach seiner Begnadigung im Jahr 2013 zunächst nach Berlin ausgereist, bevor er in die Schweiz und später nach London zog. Die russische Justiz eröffnete erst kürzlich ein weiteres Verfahren gegen Chodorkowski. Sie wirft ihm vor, im Jahr 1998 die Ermordung des Bürgermeisters der Stadt Neftejugansk, Wladimir Petuchow, in Auftrag gegeben zu haben.

Jude Chodorkowski, ehemaliger Mehrheitsaktionär des Energiekonzerns YUKOS, war im Jahr 2003 festgenommen worden.

Jude Chodorkowski, ehemaliger Mehrheitsaktionär des Energiekonzerns YUKOS, war im Jahr 2003 festgenommen worden.

Rußlands damals reichster Jude wurde wegen Betrugs und Steuerhinterziehung verurteilt und war fast zehn Jahre lang inhaftiert. Ende 2013, wenige Wochen vor den Olympischen Winterspielen im russischen Sotschi, wurde er von Putin überraschend begnadigt. Nach seiner Freilassung gründete Chodorkowski eine Stiftung, Anfang Dezember rief er zu einer „Revolution“ in Rußland auf.

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