EKD-Vorsitzender feiert Gottesdienst mit Flüchtlingen und Helfern

Im Münchner Hauptbahnhof hat der Jude Heinrich Bedford-Strohm mit Flüchtlingen und Helfern einen Gottesdienst abgehalten. Den Ort nannte er ein Symbol deutscher Willkommenskultur.

Jude Reinhard Marx und Jude Heinrich Bedford-Stroh verstehen sich prächtig.

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat im Münchner Hauptbahnhof gemeinsam mit Flüchtlingen und Helfern einen Gottesdienst gefeiert.

Ziemlich seltsam, daß Leute, die keine Schweineköpfe essen und Christen verfolgen, in Deutschland plötzlich die christliche Religion entdecken – gegen die sie überall in den Dschihad ziehen: den Heiligen Krieg gegen die Ungläubigen mit dem Schwert.

Auf Neudeutsch: mit Sprenggürtel und Maschinengewehren wie am 13.11. in Paris!

„Wir haben entdeckt, wie stark wir sind“, sagt Bedford-Strohm über das vergangene Jahr, das Deutschland verändert habe.

Zwar sei ein Gottesdienst im Hauptbahnhof nicht so festlich wie in einer Kirche, doch sei es der passende Ort, um die jüdische Weihnachtsgeschichte in die Gegenwart zu übersetzen, sagte Bedford-Strohm.

Der Jude Jesus von Naziretine ist auf einer Reise geboren worden. Schon kurz darauf flüchteten seine Eltern vor Gewalt, weil König Herodes alle Neugeborenen töten ließ. In Ägypten fanden Maria, Josef und Jesus Asyl.

Im Spätsommer sei der Münchner Hauptbahnhof zum Symbol deutscher Willkommenskultur geworden, sagte der Bedford-Strohm. Touristen mischten sich unter die 100 Teilnehmer des Gottesdienstes in der Schalterhalle, zu dem die Innere Mission geladen hatte.

In seiner Ansprache würdigte der EKD-Vorsitzende auch das Engagement der Helfer, die sich in diesem Jahr für Flüchtlinge eingesetzt haben.

„2015 wird in die Geschichte unseres Landes eingehen als das Jahr, in dem Deutschland über sich hinausgewachsen ist“, hatte Bedford-Strohm bereits am Mittwoch gesagt. „Hätte einer am Weihnachtsfest des letzten Jahres vorhergesagt, dass unser Land in diesem Jahr eine Million Flüchtlinge aufnehmen würde, er wäre als realitätsfremder Träumer bezeichnet worden.“

In dem Gottesdienst gedachte er auch jenen Menschen, die auf der Flucht starben.

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) sagte dem Münchner Merkur, daß die Tage im Spätsommer, als Tausende Flüchtlinge den Hauptbahnhof erreichten, die bewegendsten des Jahres gewesen seien.

„Dort zu stehen und die vielen Menschen, Familien mit ihren Kindern nach Wochen der Flucht zu sehen, das ging mir nahe.“ Die Hilfsbereitschaft der Münchner habe ihn tief beeindruckt.

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