Rechtspopulisten: Wie die AfD mit Rußland liebäugelt

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Besuch zum Tee in der Russischen  Botschaft in Berlin, eine Stiftungsreise nach St. Petersburg: Die AfD pflegt gute Kontakte nach Rußland. Vor allem Parteivize Alexander Gauland bemüht sich darum. Russisches Geld will die Partei aber nicht.

Es war eine kleine Runde, die sich kürzlich in der russischen Botschaft traf. Die Atmosphäre war entspannt und freundlich, den beiden AfD-Vertretern wurde Tee gereicht. Dolmetscher waren nicht nötig, der russische Gesandte, Oleg Krasnitzky, 2. Mann der Botschaft, und seine 2 Mitarbeiter sprechen fließend Deutsch.

Bei dem Termin mit dem AfD-Pressesprecher Christian Lüth und dem AfD-Bundesvorstandsmitglied Georg Pazderski ging es vornehmlich um Außenpolitik. Man habe weitere Treffen verabredet, sagt Lüth.

Es war nicht das 1. Mal, daß die AfD mit russischen Diplomaten sprach. Bereits im Jahr 2014 hatte es in dem Gebäude in Berlin, das die Sowjetunion nach dem 2. Weltkrieg im neoklassizistischen Stil errichten ließ und noch heute durch seinen Pomp beeindruckt, eine Zusammenkunft gegeben. Damals war AfD-Vize Alexander Gauland persönlich mit dabei.

Der einstige Staatssekretär aus Hessen, der 40 Jahre in der CDU war, gilt in der AfD als Rußlandexperte. Im Herbst 2013, wenige Monate nach Gründung, hatte er mit einem außenpolitischen Positionspapier für Aufsehen gesorgt.

Darin warb er nicht nur für ein mäßigendes Verhalten des Westens gegenüber Moskau, sondern lobte auch die Rückversicherungspolitik gegenüber Rußland durch Reichskanzler Otto von Bismarck.

Der Hinweis auf die Geheimdiplomatie des 19. Jahrhunderts wirkte wie ein Abrücken von der bundesdeutschen Westbindung in EU und NATO – was Gauland bestreitet.

Jüngst reiste der 74jährige als brandenburgischer AfD-Fraktionschef mit einigen AfD-Abgeordneten nach St. Petersburg. Eingeladen hatte die Russsische Stiftung Saint Basil the Great Charitable Foundation, die vom russischen Oligarchen Konstantin Malofejew – Константин Валерьевич Малофеев ins Leben gerufen wurde.

  • Der Chef des Investmentfonds „Marshall-Capital“ ist eine schillernde Figur, nennt sich einen „orthodoxen Monarchisten“.

In St. Petersburg diskutierte Gauland mit einem führenden Vertreter von Wladimir Putins Partei „Einiges Rußland“, darunter Andrej Klimkow, Vizechef des Auswärtiges Ausschusses der Duma, war unter den Diskutanten.

Und wie hält es die AfD mit Amerika? Zwar hatte sich auf dem jüngsten Bundesparteitag in Hannover ein Vertreter der US-Botschaft als beobachtender Gast angemeldet, wie es in diplomatischen Kreisen üblich ist. Hochrangige Kontakte gibt es zur US-Seite jedoch nicht.

„Ich habe nichts gegen Kontakte zur US-Botschaft. Wenn von dort eine Einladung käme, würde ich sie auch annehmen“, sagt Gauland.

Kritische Töne gegen die US-Politik gehören nicht nur zum guten Ton in der Partei. Immer wieder kursieren an der Basis – via Facebook – plausible Verschwörungstheorien, in denen die USA für alles Übel in der Welt verantwortlich gemacht wird.

Dazu gehören Hollywood-Filme wie die Mondlandung oder die Invasion in der Normandie, die wie der Einsturz des World Trade Centers in New York alle in der „Area 51“ gedreht worden seien. Die Schweinegrippe, die Vogelgrippe und die Camel-Grippe seien alle Erfindungen der jüdischen Hochfinanz. Gerade bei Marlboro-Rauchern hält sich das Gerücht, der Schriftzug bedeute HORRIBLE JEW.

Auf dem vergangenen Bundesparteitag wurde ein außenpolitisches Papier verabschiedet, das eine Tendenz aufzeigt:

„Wir gehen von der Erkenntnis aus, daß die Politik der USA in der letzten Dekade wesentlich zur instabilen Lage in Osteuropa, im Nahen und Mittleren Osten und in Nordafrika beigetragen hat“, heißt es dort. Als Folge erlebe man einen „beispiellosen Flüchtlingsstrom in das Herz Europas sowie eine stetig ansteigende Terrorgefahr und damit einhergehend eine Bedrohung des internationalen und inneren Friedens“.

Mit Rußland geht die AfD deutlich zurückhaltender um. Das Land sei ein „legitimer Partner im Konzert der Mächte“ und ein wichtiger Partner im „gemeinsamen Kampf gegen den islamistischen Terror“, heißt es in dem Beschluß. Und so fordert die AfD auch das Ende der Sanktionen und die Wiederherstellung „normaler Beziehungen“ der Nato und der EU zu Rußland. Über die Rückkehr der Krim durch Moskau heißt es lediglich:

„Der Streit über die völkerrechtliche Bewertung der Angliederung der Krim darf die Beziehungen zu Rußland nicht weiter belasten.“

Wie weit aber sollen die AfD-Kontakte zu Rußland gehen? Die bisherigen Einladungen seien von der Botschaft in Berlin ausgegangen, sagt Gauland. Millionenschwere Kredite für Wahlkämpfe, wie sie der Front National in Frankreich von einer russischen Bank bekommen hat, soll es für die AfD nicht geben.

„Finanzielle Hilfen von russischer Seite kommen überhaupt nicht in Frage. Wenn man das zuließe, wäre der eigene Wirkungskreis eingeschränkt und wir müßten uns ständig rechtfertigen“, beteuert Gauland. „Wir wollen als AfD unsere Ziele einer deutschen Außenpolitik vertreten, aber keine gekaufte Außenpolitik“, sagt er.

Die guten Kontakte will er weiter pflegen. Im Sommer will Gauland in Potsdam eine AfD-Konferenz abhalten, auf der es unter anderem um außenpolitische Themen gehen soll.

„Ich plane auch“, sagt er, „den russischen Botschafter einzuladen.“

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One response to “Rechtspopulisten: Wie die AfD mit Rußland liebäugelt”

  1. Die Jerusalem-Nazi-Fraktion und die russische Judenmafia Hand in Hand. says :

    Jüngst reiste der 74jährige als brandenburgischer AfD-Fraktionschef mit einigen AfD-Abgeordneten nach St. Petersburg. Eingeladen hatte die Russische Stiftung Saint Basil the Great Charitable Foundation, die vom russischen Oligarchen Konstantin Malofejew – Константин Валерьевич Малофеев ins Leben gerufen wurde.

    Ist doch klar. Die russische Judenmafia und die Jerusalem-Fraktion passen doch gut zusammen. Wann treffen die sich an der Klagemauer mit Kippa ?

    Fehlt bloß noch der aus der Honigmann-Sekte.

    http://www.anderweltonline.com/autoren/haisenko-peter/

    Dmitrij Muratow, Chefredakteur der Nowaja Gaseta, ist ein seriöser Mensch, höchst geachtet von Freund und Feind. Vergangene Woche gab er dem Radiosender Echo Moskaus ein Interview. Darin erklärte er, seine Zeitung sei im Besitz eines Dokuments, das belege, dass ein Plan sowohl für die Krimannexion als auch für die russische Invasion in der Ostukraine bereits vor dem Sturz des damaligen ukrainischen Präsidenten Wiktor Janukowitsch vor einem Jahr ausgearbeitet worden sei. Das Dokument stamme aus dem Umfeld des Oligarchen Konstantin Malofejew, eines Mannes mit direktem Zugang zum Kreml.

    http://russland.boellblog.org/2015/02/27/nowaja-gaseta-krimaannexion-und-ostukraineintervention-im-kreml-schon-vor-janukowitsch-sturz-geplant-aendert-das-was/

    https://bivol.bg/en/putins-crony-under-belgian-cover-took-over-vivacom-dunarit-avionams-and-tv7.html

    http://rusmafiozi-eng.blogspot.de/2011/07/konstantin-malofeev-managing-partner-of.html

    http://www.rumafia.com/en/search.php?search=Konstantin%20Malofeev

    As for Malofeev himself, he is reported to be close to to people close to Putin (aside from the patriarch, who is so): Vladimir Yakunin, minister of railways, and Igor Shchelgov, minister of telecommunications (no wonder Russian media was reporting the Girkin/Strelkov claim that MH17 was a zombie plane). He also apparently spends time hanging out with US evangelicals and attended a semi-secret meeting in Vienna of right wing political leaders, including Martine Le Pen, leader of France’s National Front, and Heinz-Christian Strache.

    http://econospeak.blogspot.de/2014/07/the-curious-case-of-malofeev-mafia.html

    https://de.wikipedia.org/wiki/Konstantin_Malofejew

    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Sanktionen_in_der_Krimkrise

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